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Kuba

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Kuba Story

KARRIERE

Sein Name ist ein Zungenbrecher, und er ist so lang, dass der Schriftzug gar nicht aufs Trikot passen würde. Somit firmiert der polnische Nationalspieler Jakub Błaszczykowski unter seinem Spitznamen "Kuba" auf dem Dress. Der 24-Jährige gilt als eines der großen Talente seines Landes.

Błaszczykowski begann seine Fußballkarriere 2001 in seiner Heimatstadt beim polnischen Drittligisten Raków Czestochowa. Bereits ein Jahr später entdeckten ihn Talentsucher des polnischen Rekordmeisters und Erstligisten Górnik Zabrze, wohin er 2002 wechselte. Bei Górnik konnte er sich allerdings nicht durchsetzen und wurde 2003 wieder zurück in seine Heimatstadt Czestochowa, allerdings diesmal zum Lokalrivalen KS Czestochowa, in die vierte polnische Liga abgegeben.

2005 gelang ihm dann der Durchbruch, als er vom polnischen Spitzenklub und damaligen amtierenden polnischen Meister Wisła Krakau verpflichtet wurde und sich dort einen Stammplatz erarbeiten konnte. Noch im selben Jahr wurde er mit Krakau polnischer Meister. Über ihn sagte der legendäre polnische Fußballstar Zbigniew Boniek seinerzeit: „Für Jakub Błaszczykowski ist jeder Tag in der nationalen Liga ein verlorener Tag. Er ist der einzige Spieler aus der polnischen Liga, der auch in den großen westlichen Ligen für Furore sorgen kann.“ In der „Ekstraklasa“, der ersten polnischen Liga, machte er durch seine Schnelligkeit und Dribbelstärke auf sich aufmerksam.

„Wenn einer der besten polnischen Spieler aller Zeiten so etwas sagt, ist das natürlich gut und macht mich stolz“, erwiderte Kuba, „aber ich weiß, dass ich noch viel lernen und mein Potenzial noch mehr ausschöpfen muss. Ich will nicht stehen bleiben.“ Trotz Anfragen anderer europäischer Klubs hat sich der „kleine Figo“ (Boniek) im Sommer 2007 für Borussia Dortmund und damit für die Bundesliga entschieden. Beim BVB, der ihn aus seinem bis 2009 laufenden Vertrag in Krakau heraus kaufte, unterschrieb er zunächst für vier Jahr und verlängerte den Kontrakt in der vergangenen Saison vorzeitig bis 2013.

In Deutschland hat er schnell Fuß gefasst, und unter Jürgen Klopp startete er dann richtig durch. „Die Schnelligkeit im Spiel und das System, das er spielen lässt, gefallen mir“, sagt Kuba, dessen Dribblings nur selten fair gestoppt werden konnten: „Es ist nicht einfach für mich, wenn ich ständig Schläge gegen den Körper bekomme. Aber ich muss so spielen. Das ist mein Stil: schnell am und mit dem Ball. Und wenn der Gegner keine Chance hat, den Zweikampf zu gewinnen, foult er eben. Das ist normal, so ist Fußball.“

Dem Eindruck, er habe sich zu Beginn verschlossen gezeigt, widerspricht er: „Ich habe einfach nicht gut Deutsch gesprochen und wollte nicht, dass ich nach dem Spiel oder dem Training etwas sage und später in der Zeitung eine ganz andere Aussage lese, als ich eigentlich beabsichtigt hatte. Das war nicht einfach für mich. Ich wollte erst einmal Deutsch lernen, der Rest kommt von alleine.“

Am 28. März 2006 feierte Błaszczykowski sein Debüt in der polnischen Nationalmannschaft im Freundschaftsspiel gegen Saudi-Arabien, wurde allerdings später nicht vom damaligen polnischen Nationaltrainer Paweł Janas in den polnischen WM-Kader 2006 berufen. Allerdings wurde er zwei Jahre später durch Leo Beenhakker für die Fußball-Europameisterschaft 2008 nominiert. Kurz vor dem ersten Gruppenspiel gegen Deutschland verletzte sich Błaszczykowski am Oberschenkel und musste abreisen. Für ihn wurde Lukasz Piszczek nachnominiert.

STÄRKEN

Die Geschwindigkeit in seinem Spiel und die Fähigkeit, den Ball auch in hohem Tempo eng zu führen, sind beeindruckend. Der Turbo- Kicker beackert seine (rechte) Mittelfeldseite mit einer Rasanz, dass seine Konkurrenten Gefahr laufen, sich in dessen Fahrtwind zu erkälten. Der kicker beschreibt einen „polnischen Powerriegel“, der als „Tempomacher und Knotenlöser beim BVB zu einer Schlüsselfigur“ werden könne. Auf der Außenbahn gibt es in der Liga kaum einen Spieler, der über einen derartigen Antritt sowie fußballerische Fertigkeit verfügt. Deshalb weiß Kuba, dass „ich noch viel besser spielen kann“.

SAISON-RÜCKBLICK

Jakub Błaszczykowski erzielte in 32 Saison- spielen ein Tor (am 14. Spieltag in Hoffenheim) und ist aufgrund seiner Schnelligkeit ein wichtiger Zuarbeiter: Der Pole bereitete vier Treffer direkt vor und war an zahlreichen Tref- fer in der Entstehung beteiligt. Kuba schlug beim BVB die meisten Flanken (76). In der vergangenen Saison wurde er 23 Mal ausgewechselt - ligaweit am häufigsten.

 
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