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Mohamed Zidan

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Mohamed Zidan Story

KARRIERE

In seiner Heimat ist er ein Volksheld. Sowohl 2008 (gegen Kamerun) als auch 2010 (gegen Ghana) bereitete Mohamed Zidan im Endspiel um den Afrika-Cup das "goldene Tor" vor. Vom letzten Kontinental-Turnier kehrte der Ägypter in der Form seines Lebens zurück, übertraf seine ohnehin starken Leistungen aus der Vorrunde nochmals und avancierte in der Rückrunde 2009/2010 zu einer der wich- tigsten Offensivkräfte im BVB-Team. Doch am 18. April 2010 gab es ein bitteres Erwachen: Im Spiel gegen Hoffenheim blieb Zidan mit dem Fuß im Rasen hängen, verdrehte sich dabei das rechte Knie. Das vordere Kreuzband hielt dieser Belastung nicht stand - und riss. Erst im Oktober/November wird er wieder für den BVB spielen können.

Mohamed Zidan wurde in der ägyptischen Stadt Port Said als ältestes von sieben Geschwistern geboren. Im Alter von 18 Jahren verließ er sein Heimatland, um in Dänemark Fußballprofi zu werden. Der ballverliebte Straßenfußballer ("Als Kind nahm ich die Kugel mit ins Bett") suchte als Jugendlicher sein Glück in Europa, verdingte sich in Kopenhagen nebenbei als Küchenhilfe, um sich über Wasser zu halten, und schaffte erst drei Jahre später (2003) den Sprung zum Erstligisten FC Midtjylland. Dort wurde er auf Anhieb Torschützenkönig in der ersten dänischen Liga und weckte das Interesse von Werder Bremen, das ihn im Winter 2004 für eine Ablösesumme von 3,5 Mio. € verpflichtete. Dort hatte er zunächst einen guten Start und schoss bei seinen ersten beiden Kurzeinsätzen gegen Gladbach und Hannover jeweils ein Tor. Mittelfristig aber sah er kein Vorbeikommen an den gesetzten Stürmern Klose, Klasnic und Valdez. Zidan saß - nicht zuletzt aufgrund einer Verletzung - meist auf der Bank.

Bereits ein halbes Jahr später, im Sommer 2005, wechselte Zidan auf Leihbasis zum FSV Mainz 05, wo er unter Trainer Jürgen Klopp groß heraus kam. In 26 Spielen erzielte der Ägypter neun Treffer und war maßgeblich am Klassenerhalt beteiligt. Nach Ablauf der Saison forderte Werder den Angreifer zurück, doch auch im zweiten Anlauf schaffte Zidan den Durchbruch nicht und wurde nach nur einem halben Jahr erneut nach Mainz abgegeben, diesmal für eine feste Ablösesumme von 2,8 Mio. €. Duplizität der Ereignisse: Zidan spielte erneut wie verwandelt, schoss in den ersten zwölf Spielen elf Treffer und kommt insgesamt auf die überragende Quote von 22 Toren in 41 Bundesliga-Spielen für Mainz 05.

Entscheidend für den Stürmer war das Verhältnis zum Trainer: "Klopp liebt mich, er will mich genau so haben, wie ich bin. Er lässt mich mein Spiel spielen." Und auch für die privaten Nöte seines Schützlings hatte der Mainzer Trainer immer ein offenes Ohr. Nach dem Abstieg in die zweite Liga wechselte Mohamed Zidan im Sommer 2007 für 5,2 Mio. € zum Hamburger SV und unterzeichnete einen Vierjahresvertrag. Aufgrund zahlreicher Verletzungen und der Eigenarten im Spielsystem (Trainer Stevens setzte auf eine robuste Spitze neben Offensiv-Star van der Vaart) konnte er sich nicht durchsetzen und wechselte am 17. August 2008 zu Borussia Dortmund. Der BVB gab Mladen Petric ab und erhielt im Gegenzug Zidan und einen Millionenbetrag. "Wirtschaftlich ist das für uns gut gelaufen, aber wirtschaftlich motiviert war dieser Doppel-Transfer nicht", betonte Hans-Joachim Watzke, Vorsitzender der BVB-Geschäftsführung: "Wir haben uns die Frage gestellt, ob wir im Fall einer Zustimmung sportlich schlechter dastehen würden: Die Antwort war ein klares Nein. Wenn man darüber hinaus einen erklecklichen Millionen-Betrag mitnehmen kann, ist das umso besser."

Die Verpflichtung hat sich also doppelt gelohnt. "Besser als im Moment geht es nicht", attestierte Sportdirektor Michael Zorc im Winter 2009. "Im Moment habe ich die beste Phase meiner Karriere", sagte der Spieler. Bis die schwere Verletzung dazwischen kam.

STÄRKEN

Der technisch hoch veranlagte Profi besticht mit Mut, Wendigkeit, Sprint- und Dribbelstärke. Zidan verfügt rechts wie links über einen guten Schuss und eine hohe Handlungsschnelligkeit. Den Eigensinn früherer Jahre hat er zugunsten einer sehr mannschaftsdienlichen Spielweise abgelegt. Mit 40 Bundesligatreffern ist Zidan der erfolgreichste ägyptische Bundesligatorschütze aller Zeiten.

SAISON-RÜCKBLICK

In seinen 11 Rückrundenspielen war Zidan an zehn Toren direkt beteiligt (vier Treffer, sechs Vorlagen) - in der Hinserie hatte er es zudem auf vier weitere Torbeteiligungen gebracht. 14 Scorer-Punkte waren beim BVB die zweitmeisten nach Barrios (24). Insgesamt gab er acht Vorlagen - beim BVB war kein Spieler erfolgreicher als Vorbereiter.

 
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