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2:2 - BVB rutscht in Braunschweig beinahe aus
Nur Boateng und Kullmann treffen - Valdez an die Latte
 
[23.01.] Borussia Dortmund geht mit einigen Fragezeichen in die Rückrunde der Fußball-Bundesliga und in das DFB-Pokalspiel nächste Woche Mittwoch gegen Werder Bremen. Zum Abschluss der Testspielserie erreichte der BVB am Freitag Abend beim Drittligisten Eintracht Braunschweig trotz deutlicher Feldvorteile nur ein 2:2 (1:1). Allein Boateng und Kullmann konnten zwei von zahlreichen Torchancen verwerten.
 
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Aus Braunschweig berichtet Boris Rupert

Drei Tage nach dem 4:2-Auswärtssieg gegen Mönchengladbach nahm Trainer Jürgen Klopp drei Wechsel vor: Valdez und Lee standen wieder zur Verfügung und rutschten ebenso in die Startelf wie Santana, den der Coach diesmal als Partner von Subotic testete. Kovac, Schmelzer und Zidan rückten auf die Bank, auf der insgesamt zehn Akteure saßen - Klopp hatte nach Braunschweig "alles mitgenommen, was laufen kann". Es fehlten mit Kehl, Kuba, Hummels und Dede allerdings weiterhin vier Stars, die auch zum Rückrundenstart nicht rechtzeitig fit werden. Immerhin hatte Boateng nach zwei trainingsfreien Tagen seine Erkältung weitgehend überwunden und konnte auflaufen.

8.600 Besucher, darunter einige Hundert aus Dortmund, sahen einen sehr engagierten Auftritt des Bundesligisten, bei dem fünf Tage vor dem Pokal-Hit gegen Werder trotz Personalnot der Kampf um die Plätze tobt: Santana wirkte in der Deckung aufmerksam und stellungssicher, Frei agierte sehr beweglich und lauffreudig, Boateng deutete in vielen Szenen seine Klasse nicht nur an, er zeigte sie auch.

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Kevin-Prince Boateng schoss den BVB nach einer Viertelstunde in Führung. Rechts der Braunschweiger Mirko Boland.
Bei strömendem Regen und Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt verhinderte, zumindest behinderte der seifige Rasen die Kombinationsversuche der Schwarzgelben in erheblichem Maße, er begünstigte allerdings auch den Führungstreffer: Hajnals Eckball rutschte in der 14. Minute durch den Strafraum, ohne dass ein Schwarzer (aus Dortmund) oder ein Gelber (aus Braunschweig) an das Leder heran kam, ehe es bei Boateng landete. Der konnte es sich noch vom linken auf den rechten Fuß legen, zog aus 14 Metern halbrechter Position ab, und mit viel Effet schlug der Ball zum 0:1 ein.

Vier Minuten später hätte Kringe das 0:2 folgen lassen können: Nach Boatengs Flügellauf schoss er aus elf Metern freistehend am Tor vorbei. Der Fehlschuss lag wohl weniger an Kringes Timing, sondern am holprigen Rasen. Auch Valdez verfehlte das Ziel knapp (28.).

Mit dem ersten nennenswerten Torschuss erzielte der Deutsche Meister von 1967 den Ausgleich: Nach einem Zweikampf zwischen Subotic und Onuegbu entschied
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Alex Frei setzt sich gegen Jan Schanda durch. [Fotos: Thomas Bielefeld]
Schiedsrichter Trautmann auf Freistoß, den Kruppke aus 21 Metern zentraler Position gefühlvoll über die Mauer zirkelte und Weidenfeller keine Abwehrchance ließ (30.).

Mit diesem Gegentreffer riss auch der Spielfluss beim BVB. Mit dem Auftreten in der Viertelstunde vor der Pause war Klopp überhaupt nicht zufrieden. Und er zeigte es deutlich an der Seitenlinie. Bis auf eine Kringe-Chance (34.) sprang nichts heraus.

In der Pause nahm der Trainer sechs Wechsel vor, unter anderem bildeten nun Kovac und Santana das Innenverteidiger-Duo und Valdez/Zidan den Angriff. In der 56. Minute traf Valdez die Querlatte, nachdem er nach einem Abpraller blitzschnell reagiert hatte. Auf der Gegenseite parierte Ziegler zunächst glänzend, doch Banser jagte das Leder im Anschluss aus kürzester Distanz zur 2:1-Führung für die Eintracht in die Maschen (62.). Damit war der Spielverlauf völlig auf den Kopf gestellt.

Anders als am Dienstag in Gladbach ließen die Borussen auch im weiteren Spielverlauf zahlreiche weitere Chancen ungenutzt. Bei Zidans Versuch fehlten nur wenige Zentimeter (69.), Schmelzers Schuss fischte Keeper Fejzic noch aus dem Eck (76.). Kurz darauf scheiterte Zidan am Braunschweiger Keeper, und Kullmann brachte den Nachschuss nicht im Tor unter. Und der Rasen war auch nicht der Freund jener Mannschaft, die das Spiel machte. Erst Kullmann brach in der Schlussminute den Bann, als er aus 16 Metern traf.

BVB: Weidenfeller (46. Ziegler) - Owomoyela (66. Rukavina), Santana, Subotic (46. Kovac), Lee (73. Schmelzer) - Tinga (46. Vrancic) - Boateng (46. Öztekin), Kringe (73. Buckley) - Hajnal (46. Sahin) - Valdez (66. Kullmann), Frei (46. Zidan).
Schiedsrichter: Trautmann. Zuschauer: 8.600.
Tore: 0:1 Boateng (14.), 1:1 Kruppke (30.), 2:1 Banser (62.), 2:2 Kullmann (89.).
 
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