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Jahresrückblick 2006: September
Sprung an die Spitze zwei Mal verpasst
 
[20.12.] Mit einem 1:0-Sieg im Heimspiel gegen den Hamburger SV durch einen späten Kopfballtreffer von Christian Wörns steht der BVB erstmals seit knapp drei Jahren wieder auf dem vierten Tabellenplatz. In den folgenden Freitag-Abend-Spielen gegen Mönchengladbach und Hannover winkt jeweils für 19 Stunden der symbolträchtige Sprung auf Rang eins. Doch die Mannschaft ergreift die Chance nicht, verliert 0:1 in Gladbach und spielte trotz zweimaliger Führung (Smolarek) nur 2:2 gegen Hannover.
 
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Delron Buckley wechselt zum FC Basel.
Die Luft wird rauer, erste Kritik an Trainer van Marwijk laut. Und Sportdirektor Michael Zorc weiß, dass die Geduld im Umfeld endlich ist: "Wir haben zum Ende der vergangenen Saison erkennen müssen, dass die Akzeptanz, der jungen Mannschaft Fehler und Misserfolge zuzugestehen, ein bisschen abnimmt. In allen Bereichen rund um den Klub erwartet man, dass wir den nächsten Schritt gehen. Das heißt, sich für einen internationalen Wettbewerb zu qualifizieren. Es sind nicht nur Zuschauer und Sponsoren, die diesen Anspruch haben, sondern auch unsere eigenen Spieler. Es ist auch wichtig, Leuten wie Weidenfeller, Kehl oder Kringe eine entsprechende sportliche Perspektive beim BVB aufzuzeigen. Das spielt in Vertragsgesprächen mit ambitionierten Spielern immer eine wichtige Rolle."

Delron Buckley wird an den FC Basel ausgeliehen, Torwart Bernd Meier reißt sich abermals das Kreuzband, Christoph Metzelder und Matthew Amoah müssen sich einer Meniskus-Operation unterziehen und die Verletzung, die sich Sebastian Kehl zum Saisonauftakt im August in München zugezogen hat, erweist sich als schwieriger als angenommen: Das Narbengewebe entzündet sich, zudem wird eine Knochenstauchung diagnostiziert. Die Hoffnungen, dass der Nationalspieler bereits Anfang September im Pokalspiel in Thannhausen (3:0) wieder spielen könnte, erfüllen sich nicht. Im Gegenteil: Kehl fällt die gesamte Hinrunde aus.

Mit 12,5 Millionen Seitenabrufen im August 2006 allein auf den deutsch-sprachigen Fußball-Seiten registriert die Homepage von Borussia Dortmund einen rasanten Anstieg und die höchsten Zugriffszahlen seit Bestehen der Seite, die vor zehn Jahren erstmals "online" ging. Die speziellen Online-Angebote aus den Abteilungen von Borussia Dortmund sowie die englische Übersetzung der BVB-Homepage addiert, wurden die Seiten auf www.bvb.de im August sogar insgesamt 13,7 Millionen Mal angeklickt. Damit konnte die Zahl der Nutzer innerhalb weniger Monate verdoppelt werden! Die Nummer eins in der "virtuellen Bundesliga" ist die Homepage des FC Bayern München. Platz zwei geht nach wie vor an Borussia Dortmund - mit teils deutlichem Abstand gegenüber den anderen 16 Vereinen.

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Van Marwijk und das Training (hier mit Valdez): Fragen werden gestellt.
20 Prozent der Deutschen kennen den SIGNAL IDUNA PARK, bei den Fußball-Interessierten liegt der Bekanntheitsgrad sogar bei über 30 Prozent. Diese Zahlen nennt Michael Johnigk, Vorstand für Vertrieb und Marketing der Signal Iduna Gruppe. Damit liegt der SIGNAL IDUNA PARK in der öffentlichen Wahrnehmung nach nur rund sechs Monaten "effektiver Nutzung" (Johnigk) bereits über dem Bekanntheitsgrad der AWD-Arena in Hannover und der Commerzbank-Arena in Frankfurt. Mit dem Start sei man zufrieden, versicherte auch der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, Reinhold Schulte. Gleichwohl lässt der BVB-Partner keinen Zweifel daran, dass dies nur den Anfang einer Entwicklung darstellen dürfe. Ziel ist ein Bekanntheitsgrad von 50 bis 60 Prozent und damit eine ähnliche Quote, wie sie die AOL-Arena in Hamburg (55%) einer aktuelle Studie zufolge ("Sponsor Check") erreicht.

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 war ein gigantisches Ereignis, eine unbezahlbare Imagekampagne für Deutschland, für den deutschen Fußball und für Dortmund. Aber sie war auch ein defizitäres Geschäft für Borussia Dortmund. Ein Negativ-Saldo von über drei Millionen Euro errechnete Hans-Joachim Watzke, der Vorsitzende der Geschäftsführung des BVB. "Rein kaufmännisch war die WM für uns ein Verlustbringer", erklärte Watzke. Zwischen 7,5 und 8 Millionen Euro habe man für das Großereignis in Stadion und Infrastruktur investieren müssen. Demgegenüber stehen Einnahmen in Höhe von 4,2 Millionen Euro - plus "Nachschlag".

Damit sich die Trainingsbedingungen insbesondere für die Jugendmannschaften weiter verbessern, realisiert Borussia Dortmund gemeinsam mit den Dortmunder Stadtwerken den zweiten Bauabschnitt des im Mai 2006 offiziell eröffneten Trainingsgeländes im Stadtteil Brackel. Zwei Kunstrasenflächen, die die Lücke zwischen dem beheizten Rasenplatz Nr. 1 und der ebenfalls beheizten Kunstrasenfläche schließen, sowie eine weitere Anlage mit Naturrasen komplettieren die Trainingsflächen auf dem ehemaligen britischen Kasernen-Areal, "so dass wir dann über insgesamt sieben Plätze verfügen", erklärt Zorc, "und glauben, eines der modernsten Trainingszentren der Bundesliga zu besitzen." (br)
 
Neue Rekorde auf der BVB-Homepagebild
 
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Spielbericht Stuttgart
Der ausführliche Spielbericht zum 3:1-Sieg im Auswärtsspiel gegen den VfB Stuttgart. zum Video
Interview Subotic
Direkt nach dem Spiel stand BVB-Innenverteidiger Neven Subotic zum Interview zur Verfügung. zum Video
Trainerstimmen
Die beiden Cheftrainer Jürgen Klopp und Christian Gross nach dem Spiel in der Mercedes-Benz-Arena. zum Video
Interview Mario Götze
Auf dem Rückflug von Stuttgart nach Dortmund gibt Mario Götze ein exklusives Interview für meinBVB.de zum Video
   
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