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Handball und Tischtennis:
Sponsorenpool sichert Rettung in letzter Minute!
 
[26.03.] Der BV Borussia 09 e.V. Dortmund wird für seine Damen-Handball- sowie Tischtennis-Herren-Mannschaften nun doch die Lizenzen für die Teilnahme am Spielbetrieb der Bundesliga beantragen. Das gab Präsident Dr. Reinhard Rauball bekannt, nachdem es gelungen war, einen Sponsorenpool aus acht lokalen und regionalen Gesellschaften zu bilden, der die Lücken in den Etats dieser Abteilungen für die nächsten drei Jahre deckt. Weitere Verluste dieser Abteilungen hätten die Gemeinnützigkeit des eingetragenen Vereins bedroht und damit sogar die Bundesliga-Lizenz der Profifußballer gefährdet.
 
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Am Donnerstag Mittag gab Dr. Reinhard Rauball die "Rettung" bekannt.
Um 13.25 Uhr setzte der Präsident von Borussia Dortmund am Donnerstag Mittag seine Unterschrift unter die Lizenzanträge, die den Verbänden pünktlich bis Montag vorgelegt werden. Es war der letzte formale Akt auf einem langen Weg zur Rettung des Profisports in diesen Abteilungen, nachdem der Verein vor vier Wochen zunächst den Rückzug der Handball-Damen und Tischtennis-Herren aus den Bundesligen hatte verkünden müssen.

Die Gründe für diese am 28. Februar 2009 verkündete Entscheidung sind im Steuerrecht zu suchen. Im e.V. - nicht in der KGaA - sind alle Mittel für satzungsmäßige und steuerbegünstigte Zwecke gebunden. Dauerhafte Verluste im Vermögen des wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs (nicht im Vereinsvermögen) des Vereins gefährden jedoch die Gemeinnützigkeit, was nachhaltige Folgen für die Jugendmannschaften und letztlich sogar für die Profi-Fußballer bedeutet hätte: Nur Vereine, die die Gemeinnützigkeit nachweisen können, erhalten die Spielberichtigung im Westdeutschen Fußball- und Leichtathletik-Verband; dies wiederum ist aber ein Kriterium für die Lizensierung in der Fußball-Bundesliga. Die Kommanditgesellschaft auf Aktien ("KGaA") kann mangels Gemeinnützigkeit jedoch keine Jugendmannschaften melden.

"Wir standen vor der schwierigsten und kompliziertesten Situation, mit der sich der e.V. bislang konfrontiert sah", erklärte Dr. Rauball: "Wir sind eingebunden in ein kaum zu durchschauendes Geflecht aus Regelungen und steuerrechtlichen Vorschriften. Am ernsthaften Willen des Vorstands, den Handballerinnen und Tischtennisspielern zu helfen, hat es nie gemangelt, aber wir mussten auch unserer
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„Wir standen vor der schwierigsten und kompliziertesten Situation, mit der sich der e.V. bislang konfrontiert sah."
Verantwortung gegenüber allen Mitgliedern gerecht werden." In diesem Zusammenhang formulierte Dr. Rauball sein Unverständnis an der Kritik an Hans-Joachim Watzke, dem als Vorsitzenden der Geschäftsführung der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA in dieser Frage die Hände gebunden waren: "Hans-Joachim Watzke hat nicht versagt. Im Gegenteil: Was er in den letzten vier Jahren für den BVB geleistet hat, verdient Bewunderung!"

Ähnlich werden die betroffenen Handball- und Tischtennis-Spieler(innen) nun über ihre Abteilungs-Vorsitzenden Andreas Heiermann und Bernd Möllmann sowie über Vereinspräsident Dr. Reinhard Rauball denken. Innerhalb von weniger als vier Wochen machten sie das scheinbar Unmögliche möglich und konnten die Gründung eines Sponsorenpools bekannt geben, der die Lücken in den Etats für die nächsten drei Jahre deckt.

Dazu zählen die Radici-Gruppe in Bergkamen (Bekleidung), Stadtsparkasse und die Volksbank Dortmund, Signal Iduna und RP-Gruppe Dortmund (Gebäudereinigung) sowie dank der Vermittlung von Oberbürgermeister Dr. Gerhard Langemeyer und
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"Am ernsthaften Willen des Vorstands, den Handballerinnen und Tischtennisspielern zu helfen, hat es nie gemangelt."
Dezernent Jörg Stüdemann auch die städtischen Betriebe DEW 21 und Flughafen GmbH. Ein achtes Unternehmen kann namentlich noch nicht genannt werden. "Es gibt auch noch keine schriftlichen Verträge mit den Unternehmen", so Dr. Rauball, was verdeutlicht, wie schnell die Rettungsaktion über die Bühne gebracht werden musste: "Aber bei diesen Persönlichkeiten als Vertragspartner kann man sich auf den Handschlag verlassen."

Beide Abteilungen können nun für die nächsten drei Jahre planen; zwei Unternehmen haben bereits für ein viertes Jahr ihre Unterstützung zugesagt. Die Zeitspanne soll aber nicht tatenlos verstreichen. "Sie muss genutzt werden, um die Sponsorenkultur zu pflegen", unterstrich der BVB-Präsident, der eine strikte Einhaltung der Budgets zur weiteren Bedingung machte und zudem seiner Hoffnung Ausdruck verlieh, dass die in den letzten Wochen emotional geführte Debatte um die Zukunft von Berufssportlern in diesen Abteilungen dazu führt, ehrenamtliche Helfer zu gewinnen: "Unterstützung können diese Abteilungen auf allen Ebenen gebrauchen!"
Boris Rupert
 
Handball- und Tischtennismannschaften werden nicht mehr in den Bundesligen antretenbild
 
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