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Doll: Stabiler im neuen System - "Eine
feste Formation kristallisiert sich heraus"
 
[2.11.] Nach den - viel beachteten - Unentschieden in Leverkusen und gegen München tritt Borussia Dortmund am Samstag (Anstoß 15.30 Uhr, live im Netradio) bei Hannover 96 an. "Wir fahren dort hin, um zu gewinnen", kündigt Trainer Thomas Doll an: "Um in der Tabelle den nächsten Schritt zu machen, reichen Unentschieden nicht aus." Mit einem Sieg würde der BVB den Rückstand auf den Tabellensechsten auf einen Zähler reduzieren.
 
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In der vergangenen Saison blieb der BVB erstmals seit 1970 ohne Sieg gegen Hannover (2:2, 2:4). Degen und Huszti werden sich morgen bei der Revanche wiedersehen.
"Es ist wichtig, dass wir jetzt punkten", sagt Doll vor den Richtung weisenden Auswärts-Partien in Hannover, Nürnberg und Stuttgart, unterbrochen vom Heimspiel am 10. November gegen Eintracht Frankfurt: "Wir sind in einer guten Verfassung. Meine Spieler sind topfit, können 90 Minuten lang Druck machen und hohes Tempo gehen. Wir freuen uns auf das Spiel in Hannover, und ich bin davon überzeugt, dass wir ein gutes Resultat erzielen."

Personell wie taktisch wird sich bei den Schwarzgelben im Vergleich zu den Spielen gegen Bayern München (0:0) und Eintracht Frankfurt (2:1) auf dem Feld nichts ändern. Doll hält am neuen 4-1-4-1-System fest. Aus guten Gründen: "Wenn man in der Raute spielt, ist es wichtig, dass man einen absoluten Zehner hat." Doch den kann der BVB - derzeit - nicht aufbieten. Mladen Petric hat seine acht Pflichtspieltore in jenen Spielen erzielt, in denen er als Stürmer aufgeboten war, und dort ist er "gesetzt". Giovanni Federico wiederum hat in Karlsruhe zwar häufig und erfolgreich in einem 4-4-2-System agiert, meistens aber auf der rechten Seite. Dolls Fazit: "Auch wenn ich dieses System (die "Raute", d. Red.) bevorzuge, kann ich die Jungs da nicht rein pressen."

Gegen Bayern und Frankfurt setzte der Trainer erfolgreich auf eine sehr flexibel handhabbare 4-1-4-1-Grundordnung mit nur einem Stürmer (Petric): "Wir präsentieren uns kompakter, wenn die Wege nicht so groß sind." Die 16 Gegentore in den fünf Spielen gegen Duisburg, Schalke, Berlin, Hamburg und Karlsruhe macht Doll in erster Linie für die "zu große Kampfzone", für einen zu großen Abstand zwischen Abwehr und Angriff aus: "Da sahen die Innenverteidiger deshalb häufig nicht so gut aus, weil die Probleme schon im vorderen Bereich begonnen haben."

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Thomas Doll will die kleine Serie zu einer Erfolgs-Serie ausbauen. Seit dem 29. September ist der BVB ungeschlagen.
Borussia Dortmund trifft in den kommenden Wochen auf Kontrahenten, gegen die man zwar nicht durchgängig siegen, wohl aber überwiegend punkten kann. Thomas Doll blickt diesen Partien mit Zuversicht entgegen, weil "wir dabei sind, uns zu festigen und als Team zu finden. Eine feste Formation kristallisiert sich heraus".

Zu der momentan auch Nelson Valdez und Delron Buckley zählen, obwohl sie kaum Torgefahr ausstrahlen. "Wer gut arbeitet, ist dabei", betont Doll stattdessen: "Valdez ist wichtig, weil er für das Team arbeitet. Mir ist es egal, wer die Tore erzielt."

Doch auch das neue, kompaktere System funktioniert nur dann, wenn die Protagonisten mitspielen. "Wir haben das gegen Frankfurt in der ersten Halbzeit nicht gut gemacht und deshalb verdient hinten gelegen", weiß Doll und sagt an die Adresse seiner Spieler: "Gegen Bochum, Leverkusen und Frankfurt ist das gut gegangen, aber das wird nicht immer so sein." Und deshalb fordert er vor dem Spiel in Hannover: "Von Anfang an selbst agieren, die Initiative in die Hand nehmen."

So wie am 5. Februar 2005, beim vorletzten Auswärtssieg in Hannover, als die damalige Mannschaft ein Paradebeispiel modernen Fußballs mit mutigem Pressing ablieferte und mit 3:1 gewann.
Boris Rupert
 
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