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Auch gegen Berlin drohen "Härtefälle" im BVB-Kader
 
[23.10.] Am vergangenen Wochenende hatte Jürgen Klopp das, was man ein "Luxusproblem" oder die "Qual der Wahl" nennt. 24 Profis waren fit. Für elf war Platz in der Mannschaft, für sieben weitere auf der Bank. Sechs mussten zu Hause bleiben, darunter neben den "Amateuren" Kruse und Sadrijaj auch "absolute Härtefälle" wie Rukavina und Santana.
 
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Felipe Santana und Toni Rukavina
"Es waren die bislang härtesten Entscheidungen, die ich zu treffen hatte", bekannte der Coach: "Ich hätte Erklärungen gehabt, warum ich andere Jungs mitgenommen habe. Aber ich hätte Toni und Felipe nicht sagen können, was sie falsch oder zu wenig gemacht hätten."

Rukavina und Santana müssen allerdings nicht befürchten, für längere Zeit außen vor zu sein. "Dieses Problem hast du drei, vier Wochen im Jahr. In der anderen Zeit regelt sich das leider von alleine", weiß Klopp. Vor dem Heimspiel gegen Hertha BSC ist der Einsatz eines Quintett zumindest leicht fraglich. Kovac (Wadenverhärtung), Blaszczykowski (Prellungen) und Tinga (Adduktorenverhärtung) sind zwar auf einem guten Weg, aber noch nicht am Ziel. Gleiches gilt für Frei (Erkältung) und insbesondere für Hajnal.

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Tamas Hajnal
Nach dem von den ungarischen Ärzten spät diagnostizierten Faserriss drängte der Mittelfeldstratege auf eine schnelle Rückkehr ins Mannschaftstraining, doch die medizinische Abteilung legte bislang ihr Veto ein. "Erst" (oder besser "schon", wenn man die Schwere der Verletzung und die kurze Zeit seitdem berücksichtigt) am Freitag soll Hajnal "zumindest Teile des Mannschaftstrainings" bestreiten dürfen. "Es wird von Tag zu Tag besser", versichert der Spielmacher.

Klopp jedenfalls will seine personellen wie taktischen Planungen erst mit Beginn des Wochenendes forcieren. "Wir müssen abwarten, wer bis Sonntag noch im Rennen ist. Dieses Wetter forciert Erkältungskrankheiten", orakelt der Trainer.

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Robert Kovac und Jürgen Klopp
Auch Kovac musste strampeln, buchstäblich sogar, auf dem Fahrrad im Kraftraum, weil beim Spiel in Bremen "die Wade zugemacht" hatte, so Klopp, der sich über die Leistungsexplosion des Routiniers freut. "Robby ist cool", sagt der Cheftrainer: "Man muss sich an seine Art ein bisschen gewöhnen. Trainingsweltmeister sehen anders aus. Was er im Spiel macht, ist große Klasse." Das kicker-Sportmagazin bewertete die Auftritte des 34 Jahre alten, gebürtigen Berliners in der Liga (Hannover, Bremen) jeweils mit der Note 3,0 - im DFB-Pokal (gegen Berlin) und im UEFA-Cup (gegen Udine) griffen die Redakteure sogar jeweils eine halbe Note höher.

"Die Entwicklung auf dieser Position mit Felipe Santana, der einen Riesensprung gemacht hat, mit Mats Hummels und Neven Subotic, die eine bemerkenswerte Konstanz in ihren Leistungen zeigen, ist unglaublich erfreulich", so Klopp weiter.
Boris Rupert
 
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