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"Jeder Gegner ist schlagbar, wenn
man selbst in einer Top-Verfassung ist"
 
[22.10.] Freitag Abend. Flutlichtspiel. Es winkt die Chance, sich zunächst um drei Punkte vom HSV abzusetzen und das Geschehen des Wochenendes ganz oben von der Tabellenspitze aus zu verfolgen. Denn mit Borussia Dortmund ist ein Gegner zu Gast, den man in den letzten Jahren zu Hause recht häufig besiegt hat... Doch der BVB will nicht einfach brav die Punkte abliefern - sondern Bayer 04 Leverkusen wie schon im Vorjahr die erste Saisonniederlage zufügen!
 
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Freut sich auf die Partie in Leverkusen: Jürgen Klopp.
"Wir hatten zwei Chancen - und haben drei davon genutzt", erinnert sich Jürgen Klopp an den 3:2-Erfolg seiner Mannschaft zum Start der vergangenen Spielzeit in Leverkusen: "Aber jetzt ist alles anders. Neues Stadion. Neue Ausgangsposition." Leverkusen führt gemeinsam mit dem HSV die Tabelle an, ist noch ungeschlagen - und seit vier Spielen ohne Gegentor! "Ich will nicht zu hoch greifen, aber Leverkusen ist derzeit das Maß der Dinge. Jupp Heynckes hat es geschafft, das unglaubliche Offensivpotenzial dieser Mannschaft insofern zu bändigen, dass sie keine Probleme in der Defensive mehr bekommt."

Mit "plus 13" weist der Tabellenführer die beste Tordifferenz aller 18 Klubs aus. Die Werkskicker schießen aus allen Lagen (schon vier Weitschusstore!), schlagen brandgefährliche Ecken und Freistöße (acht Saisontore nach Standardsituationen sind in der Liga unerreicht), und hinten lässt kein anderes Team so wenige Torschüsse zu wie Leverkusen.

Man muss schon mit der Lupe suchen, um in dieser Mannschaft Schwächen auszumachen. Jürgen Klopp scheint fündig geworden zu sein. Er spricht von einer "sehr hoch stehenden Formation", bei der "alle Mittelfeldspieler und beide Außenverteidiger an der Offensive beteiligt sind. Wir müssen die Räume, die sich zwangsläufig ergeben, mit fußballerischen Mitteln nutzen".

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In der vergangenen Saison siegte der BVB mit 3:2 in Leverkusen - hier jubelt Neven Subotic (M.) über sein Tor zum 3:1.
Und dann redet er über seine Mannschaft. Er redet sie stark. "Wir haben in einem für uns ungewohnten System richtig guten Fußball gespielt", sagt er über das 2:0 gegen den VfL Bochum. Sowohl die Grundordnung (4-2-3-1) als auch die Protagonisten sollen die gleichen bleiben. Dem Tabellenführer mit dreieinhalb Angreifern die Stirn zu bieten, sieht er als nicht zu risikoreich an: "Ich kann so viele offensive Spieler bringen, wenn sie sich an allen defensiven Aktionen beteiligen. Das Risiko ist kalkulierbar."

"Wir wollen uns vor einer ganz, ganz wichtigen Woche mit dem Pokalspiel in Osnabrück und dem Heimspiel gegen Hertha ein weiteres Erfolgserlebnis holen", kündigt Jürgen Klopp weiterhin an: "Dabei ist es egal, ob es sich um den Tabellenführer oder den Tabellenletzten handelt. Wir dürfen uns nicht damit auseinandersetzen, wer mehr Geld oder mehr Qualität hat. Jeder Gegner ist schlagbar, wenn man selbst in einer Top-Verfassung ist!"
Boris Rupert
 
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