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Ein weiterer Sieg für das "geilste Gefühl der Welt" -
Kein Vorteil, dass HSV im Drei-Tage-Rhythmus spielt
 
[23.04.] Vier Mal durften die Fans in den letzten Wochen über Siege ihrer Borussia jubeln. Zuletzt gab es zwei "Niederlagen", obwohl die eigene Mannschaft gar nicht auf dem Feld stand. Weil Bremen die Berliner gewähren ließ, beträgt der Rückstand auf Platz fünf nicht drei, sondern fünf Zähler. Weil Werder anschließend im Pokal beim HSV triumphierte, ist die einzig mögliche Konstellation, die dem Liga-Sechsten eine (Hinter-)Tür zur UEFA Europa League geöffnet hätte, verschlossen.
 
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Will auch Samstag jubeln: Jürgen Klopp.
Damit ist klar: Borussia Dortmund muss Fünfter werden, um nächstes Jahr international zu spielen. Doch dies dürfe nicht der Antrieb dafür sein, der Serie von zuletzt vier Siegen den nächsten Dreier folgen zu lassen, betont Jürgen Klopp. "Die mögliche Perspektive darf mit unserer Spielweise nichts zu tun haben. Wir sind Profis, und wir spielen Fußball, um zu gewinnen, und man möchte gewinnen, weil es das geilste Gefühl der Welt ist", sagt der Cheftrainer.

Auch wenn der Weg ins internationale Geschäft seit Mittwoch noch ein wenig dornenreicher geworden ist, scheint Klopp ein wenig erleichtert: "Seit unserem Sieg in Bochum haben mir viele Leute vorgerechnet, wie wir es eventuell schaffen könnten. Und ich hatte manchmal das Gefühl, dass wir gar nichts mehr selber machen müssen, sondern nur noch dem HSV die Daumen drücken." Der sechste Platz sei innerhalb der Mannschaft ohnehin nie ein Thema gewesen.

Fünf Punkte Rückstand sind es auf Stuttgart, sechs auf Berlin. Ob diese Klubs noch einmal in Reichweite kommen "hängt ausschließlich von uns selbst ab", meint Klopp: "Wenn wir unsere Aufgaben erledigen, regelt sich um uns herum alles von selbst."

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Hart umkämpft war das Hinspiel. Trotz deutlicher Feldvorteile kam der BVB durch Hajnal (hier im Zweikampf mit Aogo) nur noch zum 1:2-Anschlusstreffer.
Die nächste Aufgabe heißt Hamburger SV, ist Tabellendritter der Fußball-Bundesliga und "steht zurecht dort oben" (Klopp). Dass dieser HSV seit Wochen im Drei-Tage-Rhythmus spielt, am Mittwoch 120 Minuten ran musste, davon eine halbe Stunde sogar in Unterzahl, ist kein Vorteil, eher sogar ein Nachteil, wenn man den Gegner unterschätzt. "Hamburg ist auch nach drei Tagen Pause zu einer außergewöhnlichen Leistung fähig", stellt Klopp fest: "Alle Vorteile müssen selbst erarbeitet und nicht herbeigequatscht werden!"

"Wir würden gerne mit dem HSV tauschen", sagt auch Dede: "Ich hätte gerne letzte Woche in Manchester und am Mittwoch um den Einzug ins Pokalfinale gespielt." Der Brasilianer erwartet ein enges Spiel: "Die haben einen guten Kader. Wir treffen auf eine absolute Spitzenmannschaft. Das wird ein interessantes Spiel!"

Egal in welcher taktischen Formation (Klopp: "Wir haben genügend Material und sind auf alles vorbereitet") der HSV antritt: "Wir müssen gierig bleiben und Leidenschaft zeigen", fordert der BVB-Coach: "Unsere Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass die Stimmung hier in Dortmund so gut bleibt!"
Boris Rupert
 
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