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Gesucht: Richtige Balance aus Mut und Übermut -
"Bayern machen alles gerne, nur nicht verteidigen"
 
[10.09.] "Mit dem Herz in der Hand und der Leidenschaft im Bein..." Frei nach dem WM-Song der "Sportfreunde Stiller" will Borussia Dortmund am Samstag Nachmittag im mit 80.552 Zuschauern ausverkauften SIGNAL IDUNA PARK dem FC Bayern München engagiert und mutig entgegen treten. "Wir werden uns nicht am eigenen Sechzehner verrammeln", kündigt Jürgen Klopp an. "Die Bayern machen alles gerne, nur nicht verteidigen", weiß Patrick Owomoyela.
 
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Frohen Mutes: Hans-Joachim Watzke und Jürgen Klopp
Gesucht ist die richtige Mischung aus Mut und Übermut. "In der Offensive stehen die Bayern auf einer Stufe mit Real Madrid", sagt Hans-Joachim Watzke vor dem Duell mit dem Rekordmeister: "Das ist Weltklasse. Trotzdem wird es für sie kein Selbstläufer für sie. Wir haben 80.000 Fans im Rücken und werden mit brutaler Leidenschaft versuchen, die Sensation zu schaffen."

Seit Tagen bastelt Jürgen Klopp an der richtigen Strategie. Dass das Gros der Mannschaft erst seit Donnerstag von den Länderspielen zurück ist, findet der Coach nicht gerade hilfreich, aber es wird auch nicht Spiel entscheidend sein: "Die Bayern hatten das gleiche Problem."

Doch dass ihn - wie seinen Wolfsburger Kollegen Armin Veh - die ständigen Unterbrechungen des Spiel- und Trainingsbetriebs nerven, ließ Klopp am Donnerstag Nachmittag durchblicken: "Wir standen vor der außergewöhnlichen Situationen, uns fast zwei Wochen lang mit nur sieben Spielern auf diese wichtige Partie vorbereiten zu können. Wir wissen zwar seit langem, wie wir das Spiel angehen wollen, aber nicht mit wem. Unsere Aufgabe liegt jetzt darin, das Puzzle zu vervollständigen." Kuba bringt von der Länderspielreise eine Wadenverletzung mit, Valdez hat nicht nur am langen Flug und an der Zeitverschiebung zu knacken. Klopp: "WM-Qualifikationsspiele sind nicht irgendwelche Spiele. Die Belastung ist immens."

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Zwei von vielen, die in den letzten Wochen nicht bei ihren Klubs waren: Valdez und Schweinsteiger.
Dass noch nicht klar ist, wer im äußerst offensiv ausgestalteten 4-3-3 des Gegners von Beginn an aufläuft - Ribery und Robben, oder vielleicht doch erst die "zweite Garde" mit den nicht zu unterschätzenden Olic und Müller -, macht die Planspiele für den Dortmunder Trainerstab "nicht wahnsinnig viel einfacher".

Von den Qualitäten eines Arjen Robben konnten sich die BVB-Fans vor gut drei Wochen persönlich überzeugen. Damals noch als Mitglied des Starensembles von Real Madrid schoss der Holländer ein Traumtor, als er eine Direktabnahme mit gefühlten 1.000 km/h ins Tor jagte und die Stadion-Crew anschließend drei Tage lang damit beschäftigt war, das Tornetz zu reparieren.

"Wir dürfen ihnen nicht so viele Räume anbieten", sagt Jürgen Klopp über die Münchner Offensivspieler, "und wir dürfen die Verantwortung nicht auf unsere Außenverteidiger abwälzen." Möglichst schon in der Entwicklung sollen die Anspiele auf die pfeilschnellen und technisch starken Außen unterbunden, zumindest gestört werden. Kuba und Sahin werden mehr denn je in der Defensive gefordert sein, um die eigenen Außenverteidiger zu unterstützen, aber auch um
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1:1 hieß es in der vergangenen Saison: Borowski traf in Unterzahl.
Altintop und Schweinsteiger zu folgen, die sich gerne in der gegnerischen Hälfte aufhalten. "Wir werden uns mit allem wehren, was uns zur Verfügung steht", verspricht Klopp, dazu gehören "viel taktische Disziplin, leidenschaftlich geführte Zweikämpfe und konsequentes Verschieben".

Dede gegen Robben - Owomoyela gegen Ribery. Und im Zentrum Santana und/oder Subotic gegen Gomez. So könnten die direkten Duelle aussehen. "Meine Hauptaufgabe ist es, erst einmal gut zu stehen", sagt Dede. Oder blufft der offensivstärkste Außenverteidiger der Saison 2007/2008? Wie sagte noch Owomoyela: "Wir müssen nach vorne spielen. Die Bayern machen alles gerne, nur nicht verteidigen." Das sind Gedanken ganz im Sinne des Trainers. "Wenn´s nach mir geht, wird das eine Vollgasveranstaltung. Alles, was wir nach vorne hin machen, entlastet die Defensive."
Boris Rupert
 
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