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3:1 - Borussia feiert in Mainz

Borussia feiert in Mainz! Am 14. Bundesliga-Spieltag gewinnt der BVB beim 1. FSV Mainz 05 mit 3:1 (0:0). In einem umkämpften Spiel, das die Mainzer bestimmten, trafen Aubameyang per Freistoß (70.) und Lewandowski zwei Mal per Elfmeter (78./90.+4) für die Schwarzgelben

Aus Mainz berichtet Dennis-Julian Gottschlich

34.000 Zuschauer in der ausverkauften Coface-Arena sahen mutige Mainzer, die sich nicht vor dem BVB versteckten und sich eine Reihe von Chancen erarbeiteten, aber im Abschluss zu ungenau agierten. Der BVB stellte den Spielverlauf nach 70 Minuten durch Aubameyangs traumhaften Freistoß fast auf den Kopf und kam auch nach Mainz' zwischenzeitlichem Ausgleich durch Choupo-Moting (74.) durch Lewandowskis verwandelten Elfmeter (78.) zurück.

Ausgangslage
Borussia Dortmund reiste mit einem 3:1-Sieg gegen den SSC Neapel in der UEFA Champions League im Rücken nach Mainz, hatte in der Bundesliga zuvor aber zwei Niederlagen in Folge einstecken müssen (1:2 in Wolfsburg, 0:3 gegen Bayern). Die Gastgeber gewannen hingegen drei ihrer letzten vier Spiele und sprangen in der Tabelle von Platz 14 auf Rang 7.

Personalien
Gündogan (Aufbautraining), Hummels (Bänderriss), Schmelzer (Muskelfaserriss) und Subotic (Kreuzbandriss) konnten beim BVB nicht auflaufen. Friedrich spielte in der Innenverteidigung, Jürgen Klopp stellte außerdem erstmals in dieser Saison Piszczek auf der rechten Abwehrseite in die Startelf. Thomas Tuchel musste auf seine beiden Stammtorhüter Wetklo (Rotsperre) und Müller (Hüftprobleme) verzichten, der 20-jährige Karius stand dafür im Kasten. Außerdem fehlten den Mainzern Bungert, Koch und Baumgartlinger.

Taktik
Der BVB agierte – wie schon beim Spiel in Nürnberg – in einem 4-3-3-System. Kuba, Bender und Großkreutz bildeten die defensive Dreierreihe im Mittelfeld. Reus, Lewandowski und Aubameyang den Angriff. Zur Pause stellte der BVB um und agierte ebenso wie Mainz in einer 4-2-3-1-Grundordnung.

Spielverlauf & Analyse
Die Gastgeber starteten mutig in die Partie. Sie versuchten, das Spiel zu machen und mit einer gut gestaffelten Mannschaft die Defensive des BVB unter Druck zu setzten. Mehr als Fernschüsse von Pospech (9.) und Geis (11.), die Weidenfeller parierte, kam bei den Mainzer Bemühungen allerdings nicht herum. Auch Okazakis akrobatischer Fallrückzieher aus 11 Metern (17.) stellte den BVB-Keeper nicht vor Probleme, Soto traf zudem aus 12 Metern nur das Außennetz (19.).

Der BVB ließ Mainz also zunächst – in dem Vertrauen auf eine stabile Defensive, die die Räume eng machte – gewähren und versuchte, durch Konter Gefahr auszustrahlen. Es haperte allerdings an der Passgenauigkeit im letzten Drittel des Spielfeldes, so dass gute Chancen für die Schwarzgelben vorerst Mangelware blieben. Einzig Lewandowski, der am rechten Eck des Fünfmeterraums an den Ball kam, strahlte kurzzeitig Gefahr aus – doch er verzog mit links (26.).

Auf der anderen Seite hätte Geis den FSV kurz vor der Pause mit einer scharf aufs Tor geschnittenen Ecke beinahe in Führung gebracht, doch Weidenfeller war auf der Hut (42.). Bei den Schwarzgelben, die nach 32 Minuten Sahin für Bender ins Spiel bringen mussten, ließ es Aubameyang nur Sekunden später mit einem Fernschuss krachen – Karius im Tor der Mainzer bekam die Handschuhe im letzten Moment hoch und lenkte den Ball an die Latte (43.).

Jürgen Klopp wechselte zur Halbzeit gleich doppelt aus. Mkhitaryan und Kehl kamen für Reus und Blaszczykowski. Kehl bildete nun mit Sahin die Doppel-Sechs, Mkhitaryan lenkte im Zentrum eines 4-2-3-1-Systems die offensive Dreierreihe mit Großkreutz (links) und Aubameyang (rechts) auf den Flügeln.

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit bestimmte zunächst Mainz 05 das Geschehen auf dem Platz, setzte den BVB weiterhin unter Druck und hätte bereits nach drei Minuten in Führung gehen können. Weidenfeller bekam aber noch die Hand an Choupo-Motings Gewaltschuss aus 20 Metern, so dass der Ball haarscharf am rechten Pfosten vorbeiflog (48.).  Auf der Gegenseite verzog Großkreutz von der Strafraumkante knapp (57.).

Ab der 65. Minute drehte der BVB dann ein auf, setzte sich kurzzeitig am Strafraum der Mainzer fest und sorgte prompt für die Führung: Durm zog von links an die Strafraumkante und wurde gefoult. Zum fälligen Freistoß aus 18 Metern trat Aubameyang an und bewies ganz, ganz viel Gefühl im rechten Fußgelenk. Der Ball drehte sich butterweich über die Mauer, schlug exakt im Torwinkel an den linken Pfosten und von da ins Netz – 1:0 für den BVB nach 70 Minuten. Die Freude sollte aber von kurzer Dauer sein. Nur zwei Minuten später stürmte Malli in den Strafraum und wurde von Piszczek zu Fall gebracht. Schiedsrichter Aytekin entschied auf Elfmeter, den Choupo-Moting für Mainz zum 1:1 verwandelte (74.).

Der BVB zeigte sich hingegen unbeeindruckt, spielte nun auf Sieg und wurde kurze Zeit später auch belohnt: Aubameyang drang von rechts in den Strafraum ein, umkurvte den herausgeeilten Karius und schob den Ball ins Tor – dachten alle. Doch der Mainzer Soto hatte etwas dagegen, verhinderte das klare Tor für den BVB, indem er den Ball regelwidrig von der Linie faustete. Logische Konsequenz: Elfmeter für die Schwarzgelben und glatt Rot für Soto. Lewandowski trat an und verwandelte eiskalt unten links zum 2:1 (78.). In Unterzahl stemmten sich die Mainzer gegen die drohende Niederlage. Doch Weidenfeller ließ sich nicht überwinden. Nach einem Konter legte Karius Durm, und den dritten Elfmeter in dieser Partie verwandelte erneut Lewandowski zum 3:1-Endstand (90.+4).

Ausblick
Am Dienstag (20.30 Uhr) tritt Borussia Dortmund im DFB-Pokal beim 1. FC Saarbrücken an. Kommenden Samstag (7.12., 18.30 Uhr) ist Bayer Leverkusen in der Bundesliga zum Topspiel des 15. Spieltags im SIGNAL IDUNA PARK zu Gast.

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03.12.2013 14:45
Ulf Kullmann