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2:2 - Kirch und Reus egalisieren zwei Mal die Führung der Werkself

Bundesliga

Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen haben sich am 32. Bundesliga-Spieltag mit 2:2 (2:2)-Unentschieden getrennt. In einem attraktiven Spiel, das in der zweiten Halbzeit jedoch deutlich an Tempo verlor, ging Bayer 04 zwei Mal in Führung, die der BVB 09 jedoch beide Male durch Tore von Kirch und Reus egalisieren konnte. Damit ist das Unternehmen Vizemeisterschaft vertagt.

Aus Leverkusen berichtet Dennis-Julian Gottschlich

30.210 Zuschauer in der ausverkauften BayArena sahen eine temporeiche und äußerst attraktive Begegnung zweier Mannschaften auf Augenhöhe. Leverkusen ging in Halbzeit eins zunächst durch Bender (7.) und später durch Castro (35.) zwei Mal in Führung, die von Kirch (29.) und Reus  (37.) ausgeglichen werden konnte. In der zweiten Hälfte nahm das Tempo der Partie deutlich ab, Weidenfeller (72.) mit einem tollen Reflex und Leno (78.) vereitelten die beiden großen Chancen zum dritten Treffer auf beiden Seiten.

Ausgangslage
Der Tabellenvierte traf auf den -zweiten, wobei die Werkself, die zu Rückrundenbeginn noch vier Punkte vor dem BVB gelegen hatte, nun schon zehn Punkte Rückstand auf die Schwarzgelben vorweisen musste. Zuletzt konnte man sich aber mit zwei Siegen über Hertha BSC und Nürnberg berappeln. Borussia Dortmund zeigte sich hingegen schon seit Wochen in bestechender Form, hatte die letzten fünf Spiele allesamt gewonnen, dabei 13 Tore erzielt und nur drei Gegentoren bekommen.

Personalien
Bender, Blaszczykowski, Gündogan, Schmelzer und Subotic fehlten weiterhin auf Seiten des BVB, auch Durm und Kehl (beide mit Adduktorenproblemen) konnten nicht mitwirken. Für Durm rückte Großkreutz auf die linke Abwehrseite, außerdem stand Weidenfeller im Vergleich zum Spiel gegen Mainz wieder für Langerak im Kasten. Leverkusen musste auf Guardado, Hegeler, Kruse, Reinartz, Stafylidis und Wollscheid verzichten.

Taktik
Bayer Leverkusen begegnete dem 4-2-3-1-System der Borussia bei eigenem Ballbesitz in derselben Grundordnung, wobei besonders Son und Brandt auf den Außenpositionen ein ums andere Mal durchbrachen. Bei Ballbesitz BVB stellte die Werkself auf ein 4-5-1-System um, wobei nur Kießling in der Offensive blieb und sich die gesamte restliche Mannschaft in zwei engen Ketten vor dem eigenen Strafraum aufreihte und es den Schwarzgelben so schwer machte, Lücken zu finden.

Spielverlauf & Analyse
Beide Mannschaften starteten mit viel Tempo und Engagement in die Begegnung. So gaben Reus (5.) auf der einen und Kießling (6.) auf der anderen Seite schon früh erste Duftmarken ab, scheiterten aber jeweils am Torwart des Gegners. Den besseren Start erwischten im Endeffekt aber die Gastgeber aus Leverkusen, die schon mit ihrer zweiten Chance die Führung besorgten. Kießling stieg nach einer Ecke am höchsten und köpfte an die Latte, von wo der Ball genau auf den Kopf von Bender zurücksprang, der ihn ohne Mühe aus kurzer Distanz zum 1:0 im Tor unterbrachte (7.).

Der BVB versuchte bis zur Halbzeit, immer wieder mit schnellem Kombinationsspiel vor das Tor der Werkself  zu kommen, scheiterte aber zumeist an der dicht gestaffelten und sehr konzentriert verteidigenden Leverkusener Abwehr. So musste eine Standardsituation herhalten, um den Ausgleich zu erzielen: Reus brachte nach einer guten halben Stunde einen ruhenden Ball von links hoch in den Strafraum. Dort gewann Kirch das Kopfballduell gegen Kießling, verlängerte den Ball mit dem Hinterkopf ins Tor (29.) und erzielte mit seinem ersten Treffer in Schwarzgelb den 1:1-Ausgleich.

Die Antwort der Hausherren ließ allerdings nur sechs Minuten auf sich warten: Son setzte sich am Strafraum der Westfalen gegen drei Gegenspieler durch, legte auf die rechte Seite zu Brandt. Der sah auf links Castro kommen, der sich im Rücken der Abwehr davon gestohlen hatte und so vollkommen unbedrängt per Kopf gegen die Laufrichtung von Weidenfeller auf 2:1 stellte (35.).

Doch auch diese Führung sollte nur von kurzer Dauer sein. Keine zwei Minuten später zeigte Schiedsrichter Perl auf den Punkt, weil Hilbert im Kopfballduell mit Lewandowski den Ball im Strafraum irregulär mit der Hand gespielt hatte. Reus verwandelte den fälligen Elfmeter trocken unten rechts (37.) und hätte wiederum nur drei Minuten später sogar das 3:2 besorgen können, als er Son an der Leverkusener Strafraumkante den Ball abluchste und urplötzlich frei vor Leno auftauchte. Bayers Keeper blieb im direkten Duell aber der Sieger (40.).

Im Gegensatz zur ersten Hälfte nahm das Tempo in der zweiten Hälfte auf beiden Seiten deutlich ab – und auch Torraumszenen waren nun deutlich seltener. Beide Teams versuchten es zunächst mit Fernschüssen, zum Torerfolg zu kommen, aber Sons Schuss auf der einen (60.) und Mkhitaryans Versuch auf der anderen Seite (64.) stellten Leno und Weidenfeller nicht vor Probleme. Brenzliger hätte es da schon bei Kießlings Kopfball nach einer Ecke werden können, doch Bayers Top-Torjäger zielte deutlich über den Kasten (62.).

Die dann größte Chance im zweiten Durchgang bot sich Brandt, als er 12 Meter vor dem Tor rechts im Strafraum abzog. Der herausgeeilte Weidenfeller bekam jedoch im letzten Moment die Hand noch nach oben und vereitelte den Gegentreffer mit einem großartigen Reflex (72.). Auf der anderen Seite kam Hummels nach einem langen Freistoß aus dem Halbfeld direkt vor Leno mit der Fußspitze an den Ball, konnte ihm aber keine entscheidende Richtungsänderung mehr verpassen, so dass stattdessen Hilbert zur Ecke klären konnte (78.).

Ausblick
Kommenden Samstag (15.30 Uhr) trifft Borussia Dortmund im SIGNAL IDUNA PARK auf 1899 Hoffenheim.

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28.04.2014 08:23
Ulf Kullmann