Suche

Social-Media-Navigation

Bereichsnavigation

Account-Navigation

Zum Inhaltsbereich

3:2 - Borussia dreht mit drei Toren in fünf Minuten das Spiel

Bundesliga

Borussia Dortmund bleibt auch im achten Bundesliga-Spiel in Serie ungeschlagen und feiert im letzten Heimspiel der Saison einen 3:2 (3:1)-Sieg über 1899 Hoffenheim. In einer über weite Strecken attraktiven und teils spektakulären Partie mit Vorteilen auf Seiten des BVB, aber Chancen hüben wie drüben, sorgten Großkreutz, Mkhitaryan und Piszczek für die Tore der Schwarzgelben.

Es berichtet Dennis-Julian Gottschlich

80.200 Zuschauer sorgten im letzten Heimspiel der Saison für ein ausverkauftes Haus und eine tolle Kulisse. Sie sahen in der ersten Halbzeit eine spektakuläre Partie, in der Hoffenheim früh durch Firmino in Führung ging (5.), der BVB das Spiel aber durch drei Tore in fünf Minuten (Großkreutz 29., Mkhitaryan 31., Piszczek 34.) zu seinen Gunsten drehte. In der zweiten Halbzeit nahm das Tempo ab, Hoffenheim kam durch Süle noch zum Anschlusstreffer (66.).

Ausgangslage
Borussia Dortmund hatte seit dem vergangenen Wochenende die Vizemeisterschaft sicher, wollte in der Bundesliga aber noch die 70-Punkte-Marke knacken - dafür musste ein Sieg über die TSG her. Hoffenheim hingegen war jenseits von Gut und Böse. Auf dem achten Tabellenplatz hatte man sowohl mit dem Abstiegskampf als auch mit dem Ringen um die Europa-League-Plätze nichts mehr zu tun.

Personalien
Beim BVB gab es nur eine Änderung in der Startelf gegenüber dem Spiel in Leverkusen: Schmelzer kehrte nach überstandener Verletzung zurück ins Team und ersetzte den erkrankten Kirch. Durm kam ebenfalls zurück und setzte sich auf die Bank. Neben Bender, Blaszczykowski, Gündogan, Kehl und Subotic fehlte außerdem Sarr (krank). Hoffenheim musste ohne Casteels, Strobl, Schipplock und den gesperrten Modeste auskommen.

Taktik
Hoffenheim stellte dem 4-2-3-1-System der Borussia eine 4-4-2-Grundordnung entgegen, in der Volland den Stoßstürmer gab und Firmino als "hängende Spitze" agierte.

Spielverlauf & Analyse
Eigentlich fanden die Schwarzgelben gut in die Partei, denn Lewandowski hätte sein Team schon in den ersten beiden Minuten in Führung bringen können, als er zunächst nach Mkhitaryans Zuspiel mittig im Strafraum auftauchte, aber im letzten Moment von Süle gestoppt wurde (1.) und kurz darauf aus extrem spitzem Winkel aus zwei Metern an Hoffenheims Torwart Grahl scheiterte (2.).

Doch die Gäste zeigten sich unbeeindruckt und schlugen ihrerseits schon mit ihrem ersten Angriff zu: Firmino vollstreckte aus 15 Metern zum 1:0, nachdem sich Volland zuvor auf der linken Abwehrseite gegen zwei Borussen durchgesetzt und Rudy den Brasilianer am Strafraum bedient hatte (5.). Nur zwei Minuten später hätten die Kraichgauer sogar auf 2:0 erhöhen können. Diesmal setzte sich Firmino auf der rechten Dortmunder Abwehrseite durch und passte zum alleingelassenen Volland im Strafraum. Der ließ Weidenfeller aussteigen, scheiterte mit seinem Abschluss aber an Hummels, der in höchster Not auf der Linie rettete (7.).

Der BVB ließ sich diesen frühen Schock jedoch nicht anmerken und fuhr nun einen wütenden Angriff nach dem anderen auf das Hoffenheimer Tor. Erst scheiterte Reus nach einer traumhaften Vorlage von Lewandowski, der den Ball 16 Meter vor und mit dem Rücken zum Tor per Heber über Abwehrspieler Abraham hinweg dem deutschen Nationalspieler in den Fuß legte, an Keeper Grahl (10.). Dann traf Großkreutz von links aus sehr spitzem Winkel den Pfosten (11.), nur eine Minute später brachte Lewandowski einen Ball scharf vors Tor, den Jojic in der Mitte im Millimeter verpasste (12.), und auch Mkhitaryan verfehlte den Kasten ganz knapp, als er aus 13 Metern draufhielt (21.).

Volland sorgte kurz darauf für die letzte Hoffenheimer Chance in der ersten Halbzeit (28.), verfehlte den Kasten aber aus 17 Metern mit links. Dann war es um die Führung der Gäste geschehen, denn der BVB drehte das Spiel furios, erzielte drei Tore innerhalb von nur fünf Minuten. Als erster durfte Großkreutz feiern, der sich 18 Meter vor dem Tor ein Herz nahm und den Ball mit seinem ersten Saisontor in der Bundesliga wunderschön zum Ausgleich ins rechte Eck schlenzte (29.). Zwei Minuten später bewies Reus sein gutes Auge, als er von rechts auf den heranrauschenden Mkhitaryan sieben Meter vor dem Tor flankte, der den Ball per Flugkopfball zum 2:1 versenkte (31.).

Als Letzter drehte Piszczek in diesen großartigen fünf Minuten zum Jubel ab, nachdem er nach einem Reus-Freistoß und anschließendem Getümmel im Strafraum an den Ball gekommen war und unnachahmlich mit dem Vollspann abgezogen hatte. Der Ball schlug unhaltbar zum 3:1 im rechten Eck ein (34.). Kurz vor der Pause scheiterte Lewandowski abermals an Grahl (36.), auch Schmelzers Zuspiel auf den freistehenden Polen konnte der TSG-Keeper am linken Pfosten stehend klären (45.).

Nach der Pause flachte das Tempo der Partie etwas ab, aber der BVB blieb gefährlich. Besonders Großkreutz machte ein tolles Spiel und hätte mit zwei hervorragenden Möglichkeiten für die nächsten Tore sorgen können. Erst schoss er aus elf Metern knapp am rechten Pfosten vorbei (59.), Sekunden später vereitelte Grahl seinen Abschluss von der Strafraumgrenze glänzend (60.).

Auch Piszczek kam zu einer weiteren guten Gelegenheit, brachte den Ball nach einem Freistoß von Reus mit dem Kopf gefährlich aufs Tor – doch Grahl war auf der Hut (65.). Kurz darauf machte es 1899 Hoffenheim dann wieder spannend, als Süle aus 30 Metern einfach draufhielt und Weidenfeller überraschte, so dass der Ball zum 3:2-Anschlusstreffer im Netz zappelte (65.). Sogar das 3:3 wäre möglich gewesen, doch Jojic schmiss sich erst furchtlos in einen Schuss des eingewechselten Salihovic (73.), und Weidenfeller drehte einen scharfen Abschluss des Bosniers im letzten Moment um den Pfosten (84.).

Ausblick
Vor dem großen Pokalfinale in Berlin muss der BVB im Bundesliga-Finale kommenden Samstag (15.30 Uhr) auch schon in die Hauptstadt und bei Hertha BSC antreten.

Keine Verknüpfung
05.05.2014 10:05
Ulf Kullmann