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„… dann geht sofort die Tür für andere Spieler auf“

DFB-Pokal

Borussia Dortmund träumt vom Pokalfinale in Berlin. Noch zwei Siege sind es bis dorthin. Am Dienstag aber muss der BVB bei der Frankfurter Eintracht bestehen. Jürgen Klopp spricht von einem „Endspiel um den Einzug ins Halbfinale. Das ist ein ganz hoher Wert, dem wir gerne gerecht werden würden.“ Anstoß ist um 20.45 Uhr.

Dass sich die personellen Probleme türmen, dass mit Hummels, Subotic, Bender und Gündogan die komplette zentrale Achse weggebrochen ist und mit Reus und Blaszczykowski zwei der besten Außenspieler der Bundesliga ebenfalls verletzungsbedingt nicht mitwirken können, thematisierte Jürgen Klopp im Vorfeld der Partie nicht einmal am Rande.

„Wenn es etwas Gutes hat“, sagte er über die ständigen Hiobsbotschaften, „dann die Tatsache, dass wir es gewohnt sind, mit ihnen umzugehen. So ist es keine emotionale Achterbahnfahrt. In dem Moment geht sofort die Tür für andere Spieler auf. Wenn wir nur 18 Feldspieler haben, die zur Verfügung stehen, treffen wir schon zwei harte Entscheidungen, wer nicht mitkommt – und harte Entscheidungen, wer nicht anfängt“ im betreffenden Spiel.

„Wir haben immer noch genug gute Leute“
Oliver Kirch und Julian Schieber standen in Bremen beispielsweise nicht einmal im Kader, „und die beiden haben sich nun wirklich gar nichts zuschulden kommen lassen“, so Klopp, „sondern super trainiert. Trotzdem hat’s nicht gereicht.“ Beide rutschen nun „automatisch wieder rein“.

Dezimiert, aber nicht geschwächt geht der BVB ins Viertelfinalspiel.  „Wir haben immer noch genug gute Leute, um einen Kader zu machen und eine Mannschaft zu bauen“, bekräftigte der Trainer, der in Sachen Aufstellung nur eines verraten wollte: Eine „Doppel-Acht“ mit Nuri Sahin und Milos Jojic anstelle des verletzten Sven Bender wird es nicht geben. Vermutlich wird auch Mitch Langerak erstmals in dieser Pokalsaison nicht zwischen den Pfosten stehen, sondern Roman Weidenfeller spielen. Und Kevin Großkreutz könnte auf seine alte Position im linken offensiven Mittelfeld zurückkehren.

Weniger die Personalprobleme als die Stärke des Gegners bereiten Klopp ein wenig Kopfweh: „Wir wussten von vornherein, dass der Weg nach Berlin ein schwerer werden würde, und mit einem Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt ist das eine hohe Hürde. Diese gilt es zu nehmen.“

„Den Schwung mitnehmen aus Bremen“
Die Eintracht habe „in vielen Spielen der Vorrunde richtig guten Fußball gespielt, aber nur selten gute Ergebnisse dafür bekommen“, so Klopp. Und nun stimmen auch die Ergebnisse am Main: Beide Heimspiele zum Start der Rückrunde wurden gewonnen. „Wir sind auf einen richtig starken Gegner eingestellt, der uns alles abverlangen wird“, fügt der BVB-Trainer hinzu: „Wir müssen uns in allen Bereichen gut aufstellen – ebenso was unser Verteidigungsverhalten betrifft als auch unser Offensivspiel. In Frankfurt werden uns keine Räume einfach mal so angeboten.“

Sein Kollege Armin Veh fiebert der Partie ebenfalls entgegen: „Wir gehen mit sehr viel Freude in das Spiel und wollen die Chance, die wir uns erarbeitet haben, auch nutzen.“ Er bangt noch um den Einsatz der Mittelfeldspieler Schwegler und Flum. Sollten beide ausfallen, „dann fehlen ihnen auch zwei wichtige Leute; das verändert auch ihr Spiel“, mutmaßt Klopp.

Immerhin ist der BVB auswärts seit Anfang November in sechs aufeinanderfolgenden Pflichtspielen ungeschlagen, hat sogar fünf dieser sechs Partien gewonnen. „Den Schwung mitnehmen aus Bremen“, fordert der Coach und fügt an: „Das ist die Messlatte für morgen.“
Boris Rupert

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10.02.2014 15:55
Ulf Kullmann