86 Jahre lang war er Mitglied bei Borussia Dortmund. Seit dem 26. November 1995 war er Ehrenvorsitzender des BVB-Ältestenrates. Alois Scheffler schloss heute vor einem Jahr für immer seine Augen. Das BORUSSEUM erinnert an den ewigen Borussen.

Am 28. Januar 1915 wurde Alois Scheffler im thüringischen Friedrichroda geboren. Schon im Alter von zehn Jahren kam Scheffler mit seinen Eltern zum Borsigplatz und bezog dort eine Drei-Zimmer-Wohnung an der Flurstraße, Ecke Robertstraße. Eine Wohnung direkt neben der „Dreifaltigkeitskirche“, aus deren Mitgliedern der Jünglingssodalität am 19.12.1909 der BVB gegründet wurde. Da war es nur klar, dass der junge Alois Scheffler mit den anderen Jungs vom Borsigplatz in Kontakt kam und schnell die Borussia kennen und lieben lernte.

Im Jahr 1928, im Alter von 13 Jahren, bat er seine Eltern, Vereinsmitglied beim BVB werden zu dürfen. Dieser Bitte kamen Schefflers Eltern nach und so begann am 1.4.1928 seine einzigartige BVB-Mitgliedschaftsgeschichte.

In jungen Jahren, von 1928 bis 1934, lief Alois Scheffler als Jugendspieler für den BVB auf und gewann 1934 die Kreis-Jugendmeisterschaft, den damals höchsten Titel.
Auch in späteren Jahren setzte sich Scheffler stets für den BVB ein: Von 1968 bis 1995 war er Mitglied im Ältestenrat der Borussia und wurde danach zu dessen Ehrenvorsitzenden ernannt. Zudem wurde er mit überwältigender Mehrheit von 524:1 Stimmen bei der Mitgliederversammlung 1978 zum Ehrenmitglied des BVB gewählt.

"Einmal Borusse, immer Borusse".

Auf den Tag genau an seinem 75. Geburtstag, also am 28. Januar 1990, erhielt Alois Scheffler vom damaligen DFB-Präsidenten Egidius Braun die Goldene DFB-Verdienstnadel. In mehr als 86 Jahren Mitgliedschaft und tiefer Verbundenheit zum BVB, hat sich Alois Scheffler in besonderem Maße um die Borussia verdient gemacht und sich durch sein Wirken und Handeln selbst ein Denkmal gesetzt. Unvergessen bleiben seine Worte bei der Mitgliederversammlung im Jahre 2013: “Einmal Borusse, immer Borusse!“

Alois Scheffler bleibt für den BVB unvergessen. In seinem Gedenken erinnert eine Vitrine im BORUSSEUM auch nach seinem Tod noch an den ewigen Borussen, der am 29. November 2014 im Alter von fast 100 Jahren verstarb.