Nach dem Heimsieg am Mittwoch gegen den Tabellenzweiten aus Bensheim steht für Borussia Dortmunds Handballerinnen am Samstag (19 Uhr) die nächste Partie vor den eigenen Fans auf dem Programm. Der HSV Solingen-Gräfrath ist dann in der Sporthalle Wellinghofen zu Gast.

Der Sieg am vergangenen Mittwoch gegen den Tabellenzweiten HSG Bensheim/Auerbach war ein Highlight. Ohne die Langzeitverletzten Dana Bleckmann, Lena Degenhardt sowie Alicia Stolle ging das Team von Henk Groener in die Partie, kurzfristig fiel auch noch Carmen Campos Costa aus. Damit standen dem Niederländer nur drei Spielerinnen für den Rückraum zur Verfügung. Plus Maraike Kusian, die eigentlich auf Außen zuhause ist und nur gelegentlich auf der Halbposition zum Einsatz kommt.

Gegen die Flames half sie dort einige Minuten aus. „Es war ein schönes Gefühl, wieder dabei zu sein und meinen Teil zum Erfolg beizutragen“, sagt Kusian, die zu Beginn des Jahres einige Wochen ausgefallen war, weil sie unter anderem an Corona erkrankt war. Mit den Folgen des Virus hat sie immer noch etwas zu kämpfen. Beim Heimspiel gegen Bad Wildungen Anfang des Monats hatte die Linkshänderin fast eine komplette Hälfte auf der Platte gestanden. Die letzten zehn Minuten seien nach eigener Aussage „sehr, sehr hart“ gewesen. „Das kenne ich in der Form gar nicht von mir. Aber es wird von Woche zu Woche besser und mir wird die Chance gegeben, langsam wieder reinzukommen.“ Aktuell sei sie bei „80 bis 90 Prozent, aber der Körper braucht natürlich auch seine Zeit, um wieder voll leistungsfähig zu sein.“

Kein Zweifel besteht daran, dass für zwei weitere Punkte 100 Prozent der BVB-Damen gegen den HSV Solingen-Gräfrath nötig sein werden. Der Aufsteiger trennte sich zuletzt von Trainerin Kerstin Reckenthäler, interimsmäßig hat Lars Lehnhoff das Amt übernommen. Nach zuvor nur einem Sieg konnten die Gäste zwei der jüngsten vier Begegnungen für sich entscheiden und liegen aktuell auf Tabellenrang 12, dem ersten Abstiegsplatz.

Kusian will den Gegner keinesfalls unterschätzen: „Wie gegen Bensheim müssen wir mit vollem Fokus und mit den gleichen Emotionen an die Sache rangehen. Solingen steht allerdings nicht grundlos weiter unten in der Tabelle. Wir können mehr Tempo gehen und sind in der Breite besser aufgestellt. Wenn wir das nutzen, sieht es sehr gut für uns aus.“

Die Partie wird um 19 Uhr angepfiffen und ist bei Sportdeutschland.TV und Dyn Media zu sehen. Karten für die Halle Wellinghofen sind hier erhältlich.