Vierter Sieg im fünften Match des Jahres 2024! Zum Auftakt des 21. Spieltags der Fußball-Bundesliga setzte sich Borussia Dortmund mit 3:0 (2:0) gegen den Sportclub Freiburg durch.

Es berichtet Boris Rupert

Vor 81.365 Zuschauern im ausverkauften SIGNAL IDUNA PARK bewies der BVB eine hohe Effizienz und verwertete seine beiden ersten Torchancen. Jeweils nach Pass von Niclas Füllkrug traf Donyell Malen in der 16. Minute sowie in der langen Nachspielzeit der ersten Hälfte zur 2:0-Pausenführung. Im zweiten Durchgang war es ein Spiel auf ein Tor, ideenreich und druckvoll. Drei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit köpfte Füllkrug das 3:0.

Ausgangslage:   
Vierter gegen Siebter. Dortmund hatte drei der jüngsten vier Ligaspiele gewonnen, Freiburg dagegen nur eins der vergangenen fünf. Aus den vorangegangenen 15 Heimspielen gegen Freiburg verbuchte Borussia 43 der 45 möglichen Punkte.

Personalien:   
Mit Ausnahme von Nmecha (Hüfte), Haller (Afrika-Cup), Öczan (erkrankt) und Duranville (Rückstand) waren alle Mann an Bord, wenn auch nicht alle fit für 90 Minuten. So saßen Sancho, Brandt und Adeyemi zu Beginn auf der Bank, wie auch Hummels und Bensebaini. Im Vergleich zum Spiel in Heidenheim gab es vier Änderungen: Kobel, Ryerson, Can und Reus ersetzten Meyer, Meunier, Özcan und Moukoko.

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Taktik:   
Nur auf dem Papier war die Herangehensweise beider Teams im 4-2-3-1 identisch. Tatsächlich aber war der Aufbau auf Dortmunder Seite von großen Rochaden geprägt. Defensiv stellten die Borussen eine Viererkette, aus der sich nach Balleroberung Linksverteidiger Maatsen löste, zu Sabitzer ins zentrale Mittelfeld vorrückte, während Can die Doppel-Sechs verließ und sich zwischen die beiden Innenverteidiger positionierte. Im 3-2-Aufbau und einem weit vorgezogenen Rechtsverteidiger Ryerson betrieb der BVB dann sein Spiel…

Spielverlauf & Analyse:
… das aber zunächst nicht schnell und nicht genau genug war, um die Mannschaft mit den bisher meisten Zu-Null-Spielen in dieser Saison in Bedrängnis zu bringen. Malens Fallrückzieher in der 13. Minute war die erste Torannäherung, allerdings zu zentral, um SCF-Keeper Atubolu zu fordern. Kurz zuvor hatte Bynoe-Gittens Eggestein im Strafraum „getunnelt“, war dann am Bein des Freiburgers hängen geblieben und zu Fall gekommen – für Schiedsrichter Osmers kein Elfmeter.

Drei Minuten später trieb Sabitzer den Ball nach vorne und setzte Füllkrug in Szene. Der leitete im Strafraum weiter auf Malen, dem in Bedrängnis die perfekte Symbiose aus Ballannahme, Drehung und hartem, platziertem Abschluss gelang: Rechts oben im Giebel schlug die Kugel zum 1:0 ein (16.). Der BVB dominierte auch in der Folge, entwickelte aber weiterhin keine große Durchschlagskraft. Sabitzer lief sich fest in der Freiburger Deckung (30.), und kurz darauf war die Partie für zehn Minuten unterbrochen, weil Fans auf der Südtribüne in mehreren Intervallen Tennisbälle und „Goldtaler“ auf den Rasen warfen.

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Immerhin sahen sie nach der Spielfortsetzung einen stark gespielten Konter über Füllkrug, der Malen den Ball in den Fuß legte, und der Holländer traf aus etwa zwölf Metern halbrechter Position zum 2:0 (45.+7). Beinahe hätte der Holländer auch seinen dritten Scorerpunkt feiern können: Seine starke Flanke von der linken Seite nahm der mitgelaufene Ryerson volley und setzte sie knapp am linken Pfosten vorbei (45.+11).

Auch nach dem Seitenwechsel bestimmte Schwarzgelb das Geschehen und schnupperte elf Minuten nach Wiederanpfiff am 3:0. Sabitzer legte den Ball auf den rechten Flügel, der enorm präsente Ryerson passte scharf nach innen, Füllkrug kam an der Fünfmeterlinie zum Abschluss, doch Atubolu reagierte prächtig, parierte mit dem Fuß. Malens Schuss nach Rückpass von Bynoe-Gittens wurde von einem Abwehrbein zur Ecke gelenkt (66.). Das war nach der zweiten Spielunterbrechung, diesmal verursacht durch die Gästefans.

Borussia blieb dran und wurde von Minute zu Minute stärker. Malen zeigte seine Qualitäten auch als Vorbereiter. Zunächst schlug er eine perfekte Flanke auf Reus, dessen Kopfball Atubolu mit den Fingerspitzen zur Ecke lenkte (71.), dann hatte er im Strafraum das Auge für Maatsen, dessen Schuss ans Aluminium krachte (72.). Und auch am bis dahin besten Dortmunder Angriff war Malen beteiligt, als er Maatsens Zuspiel perfekt in den Lauf von Reus legte, dessen Schuss aus halblinker Position um Millimeter am langen Pfosten vorbeiging (75.).

Nach einem kurzen Freiburger Zwischenhoch passte Brandt auf Maatsen, dessen No-Look-Flanke den Weg zu Füllkrug fand, der aus sechs Metern per Kopfball erfolgreich war (87.). Der eingewechselte Sancho scheiterte am Torwart (90.).

Ausblick:   
Kommende Woche Samstag tritt Borussia Dortmund beim VfL Wolfsburg an. Anstoß ist um 15:30 Uhr.

Teams & Tore

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Fußball-Bundesliga, 21. Spieltag
BORUSSIA DORTMUND – SC FREIBURG  3:0 (2:0)

Bor. Dortmund: Kobel – Ryerson (79. Wolf), Süle, Schlotterbeck, Maatsen (88. Morey) – Sabitzer, Can (88. Hummels) – Malen, Reus (88. Sancho), Bynoe-Gittens (66. Brandt) – Füllkrug
SC Freiburg: Atubolu – Kübler, Sildillia, Gulde (23. Szalai), Makengo (79. Günter) – Eggestein, Höfler – Sallai (79. Philipp), Höler, Grifo (59. Weißhaupt) – Gregoritsch (59. Doan)
Bank: Meyer, Bensebaini, Moukoko, Adeyemi – Müller, Keitel, Muslija
Tore: 1:0 Malen (16., Füllkrug), 2:0 Malen (45.+7, Füllkrug), 3:0 Füllkrug (87., Maatsen)
Eckstöße: 5:2 (Halbzeit 1:2), Chancenverhältnis: 8:0 (3:0)
Schiedsrichter: Osmers (Hannover), Gelbe Karten: Ryerson, Malen
Zuschauer: 81.365 (ausverkauft), Wetter: trocken, 11 Grad