Leichtigkeit, Spaß, Kreativität – das braucht der BVB laut Sportdirektor Sebastian Kehl im Champions-League-Finale gegen Real Madrid (live im ZDF und bei DAZN). Aber auch viel Arbeit: „Wir müssen viel investieren, das ist klar. Wir müssen mehr tun, wir müssen es mehr wollen als Real Madrid.“

Sebastian Kehl über Vorfreude und Anspannung:
„Es ist eine Mischung aus allem. Natürlich freuen wir uns riesig auf dieses Spiel, aber die Anspannung wird noch wachsen. Wir versuchen trotzdem, eine gewisse Art von Normalität weiterhin zu leben, normal zu trainieren, normale Abläufe zu haben, nichts Besonderes zu machen. Am Wochenende wird es wichtig sein, dass wir eine gewisse Art von Leichtigkeit, Frechheit, Unbekümmertheit haben. Wir wollen mit viel Vorfreude und dem Glauben, dass wir es schaffen können, in dieses Spiel gehen. Wir haben in dieser Champions-League-Saison hervorragende Spiele abgeliefert und wir haben den Glauben, dass wir das am Wochenende auch schaffen können. Es ist zwar Real Madrid, aber es ist nur ein Spiel.“

… Real Madrid:
„Madrid ist eine Mannschaft, die in der Liga nur einmal verloren hat, die auch in der Champions League unglaublich erfolgreich war, sehr viele Tore geschossen hat, zweikampfstark ohne Ende. Sie werden eine Menge Stärken und vor allem Erfahrung mitbringen. Sie werden genau diese Erfahrung in so einem Finale einbringen, darauf müssen wir vorbereitet sein. Wir werden unsere Stärken einbringen, wir haben Real Madrid sehr gut analysiert. Wir werden einen guten Matchplan brauchen.“

… die Herangehensweise:
„Wir müssen eine gewisse Leichtigkeit und Spaß behalten, auch Kreativität wird in diesem Spiel notwendig sein. Wir müssen viel investieren, das ist klar. Wir müssen mehr tun, wir müssen es mehr wollen als Real Madrid. Unsere Jungs freuen sich wirklich sehr darauf und werden vorbereitet sein.“

… zwei Wochen Pause nach dem letzten Bundesliga-Spiel:
„Wir haben die Situation angenommen und versucht, sie mit einem strukturierten Trainingsplan auf unsere Art und Weise zu lösen. Ich vergleiche es mit einer Länderspielpause. Da hat man auch mal ein Wochenende frei. Es ist nicht so ein langer Zeitraum. Natürlich merkt man, dass die Jungs loslegen wollen. Alle Themen drumherum sind abgehandelt, es gibt nur noch ein Thema. Das ist dieses Finale am Samstag.“ 

… Marco Reus:
„Ich wünsche ihm nach all den emotionalen Tagen, dass wir am Samstag auch für ihn diesen Titel holen. Es ist sein letztes Spiel für Borussia Dortmund. Es wäre eine coole Geschichte, wenn er am Ende auch noch das Siegtor schießt. Warum denn nicht?“ 

… das Wiedersehen mit Jude Bellingham:
„Das ist eine verrückte Geschichte, man hätte sie fast nicht besser schreiben können. Dass Jude seinen Weg in Madrid geht, war uns allen bewusst, weil wir ihn sowohl als Spieler als auch als Persönlichkeit sehr gut kennen und wussten, dass er alles dafür tun wird, auch mit diesem Klub erfolgreich zu sein. Er ist dort in ein sehr ambitioniertes Umfeld gekommen und konnte trotzdem seinen Stempel auch in dieser Saison aufdrücken. Er wird sich riesig freuen, uns zu sehen. Aber wir wissen auch, wie er tickt. Er wird alles dafür tun, dass Real Madrid dieses Spiel gewinnt. Er kann in solchen Spielen auch sehr unangenehm sein.“
Aufgezeichnet von Christina Reinke