Nachbericht
Reaktionen: „Das muss die Benchmark sein“
Nuri Sahin (bei Prime): „Natürlich freue ich mich extrem, aber ich kann auch das Spiel in Stuttgart einordnen – und das heute. Am meisten glücklich macht mich, wie die Jungs vorne gearbeitet haben. Solche Tore fallen, wenn du vorne so anläufst. Das haben wir in Stuttgart gar nicht hinbekommen. Mit dem Tempo und mit der Qualität vorne sind wir schwer zu schlagen. Dieses Durchdecken, dieser Wille, die Bälle zu gewinnen, muss die Benchmark sein. Wir haben in unserer berühmt-berüchtigten Entwicklung Schritte gemacht.“
Sebastian Kehl (in der Mixed Zone): „Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht. Die erste Halbzeit war berauschend. Die Energie, die die Mannschaft auf den Platz gebracht hat, war bemerkenswert. Sie hat konsequent nach vorne gespielt, sich durch das 1:1 nicht aus der Bahn werfen lassen, mutig nach vorne verteidigt. Alle Zuschauer werden mit einem breiten Grinsen nach Hause gehen. Wir sollten das Gefühl zulassen, dass wir in diesem Stadion große Siege einfahren können. So ein Spiel tut uns allen gut. Wir wissen, wie schwer es am Samstag wird bei Union Berlin. Mit so einer Leistung werden wir am Wochenende auch gewinnen, aber wenn wir einen Schritt weniger machen, wird es schwierig.“
Emre Can (bei Prime): „Das perfekte Spiel gibt es nicht, aber heute war es sehr, sehr gut. Es war eine super Energie auf dem Platz. Es war stark, wie wir angelaufen sind. Das muss der Standard sein, das muss unser Anspruch sein. So müssen wir Fußball spielen. Beim Elfmeter war ich mir sicher, dass ich den mache. Beim Gegentor will ich eigentlich klären, aber der Ball rutscht mir ab. So wie wir zurückgekommen sind, war einfach geil. So wie Karim nicht nur heute mit und gegen den Ball gespielt hat, war klasse. Er macht Riesenfortschritte, spielt erwachsener, spielt zielstrebiger.“
Gregor Kobel (in der Mixed Zone): „Wir haben gut gespielt und uns belohnt. Wir hatten schon im letzten Spiel gute Sachen, vor allem in der zweiten Halbzeit. Heute haben wir es fast über das ganze Spiel durchgezogen. Es ist superschön, in der Champions League so hoch zu gewinnen.“
Karim Adeyemi (bei Prime): „Für mich ein sehr besonderes Spiel – erster Hattrick – und für die Mannschaft – sieben Tore – auch. Ich hatte mir viel vorgenommen, hatte einen guten Start und fast jeder Schuss war ein Treffer. Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht. In den nächsten Spielen müssen wir von der ersten Minute da sein, konzentriert bleiben und unsere Chancen genauso nutzen. Dann wird es gut laufen. Ich musste raus: ein bisschen Oberschenkel. Ich hoffe, dass es nicht so schlimm ist. Schauen wir, was morgen passiert. Hoffentlich bin ich schnell wieder da.“
Felix Nmecha (in der Mixed Zone): „Wir haben den Matchplan sehr gut ausgeführt. Wir waren ruhig am Ball und hatten gleichzeitig gute Tempowechsel. Karim macht drei Tore für uns, Guirassy zwei – und alles läuft für uns. Der Trainer hat uns in der Halbzeitpause gepusht, dass wir nicht langsamer werden. Für mich ist es ein sehr gutes Gefühl, wenn man Tore macht. Wir haben es als Mannschaft sehr gut gemacht, und ich bin froh, dass ich meinen Anteil leisten konnte. Diese Leistung muss unser Maßstab sein. Wir haben lange nicht so ein Spiel gehabt, in dem wir sieben Tore schießen.“
Pascal Groß (bei Prime): „Wir haben richtig guten Fußball gezeigt, unser bestes Spiel in dieser Saison, und verdient gewonnen. Mein erstes Champions-League-Heimspiel in diesem Stadion hat Riesenspaß gemacht. Für uns kommt es jetzt darauf an: Wie konstant können wir das zeigen? Zuhause sind unsere Ergebnisse bisher gut. Samstag geht es nach Berlin. Da wollen wir weitermachen.“
Matthias Sammer (bei Prime): „Sie haben heute Abend Maßstäbe gesetzt. Strukturiertes Anlaufen, bei Ballgewinn schnelles Umschalten auf die schnellen Spitzen. Borussia Dortmund war über fast die komplette Spielzeit konzentriert. Für mich setzt so ein Spiel immer Maßstäbe. Aber ich habe im Hinterkopf: Union Berlin am Samstag, der Alltag kommt – wie gehen die Spieler damit um? Du kannst auch schlecht spielen, aber dann musst du es kontrollieren. Das ist der nächste Schritt, den Borussia Dortmund gehen muss.“
Aufgezeichnet von Boris Rupert