Vorbericht
„Wir wollen dominieren“ – Mit zwei Rückkehrern gegen Heidenheim
Es war die erste Länderspielpause für Nuri Sahin als Cheftrainer von Borussia Dortmund, dem BVB-Trainer standen nur fünf seiner Profis zur Verfügung. „Das war schon komisch, ich will die Jungs endlich wieder zusammen haben“, so Sahin, der trotzdem zufrieden mit den vergangenen zwei Wochen ist: Neben Niklas Süle, Julian Brandt, Felix Nmecha, Serhou Guirassy und Yan Couto standen dem 36-Jährigen auch Spieler der U23 zur Verfügung. „Da muss ich ein Riesenlob an die Jungs aussprechen, die haben das Trainingsniveau extrem hochgehalten.“
Die schwarzgelben Nationalspieler erwartet Sahin bei den beiden Einheiten am Mittwoch zurück auf dem Platz. Nicht mit dabei sein wird allerdings Gio Reyna, der sich im Training mit der US-amerikanischen Nationalmannschaft eine Muskelverletzung zugezogen hat. „Das wird leider ein paar Wochen dauern“, erklärte Sahin zur Frage nach der Rückkehr von Reyna. Auch Nico Schlotterbeck, der nach seiner Gelb-Roten Karte gegen Bremen gesperrt ist, wird dem BVB nicht zur Verfügung stehen. Gute Nachrichten gibt es dagegen von Serhou Guirassy und Yan Couto. „Serhou macht einen hervorragenden Eindruck im Training, ich bin froh, dass er wieder dabei ist“, sagte Sahin über Guirassy, der gegen Heidenheim vor seinem Debüt für den BVB steht. Auch Couto ist wieder eine Option, nachdem der Brasilianer aufgrund von Knieproblemen nicht zur Nationalmannschaft reisen konnte. „Er ist damit sehr professionell umgegangen“, erklärte Sahin, „er musste hier die Reha machen und hat seit dieser Woche wieder komplett mit uns trainiert“.
Wer nach der Länderspielpause am Freitagabend in der Startelf stehen wird, will Sahin nach dem Abschlusstraining am Donnerstag entscheiden – eins steht aber fest: „Wir brauchen die komplette Frische, um gegen Heidenheim zu gewinnen.“ Denn während 15 Borussen für ihre Nationalmannschaften im Einsatz waren, hatte Heidenheims Trainer Frank Schmidt, der mit seinem Team nach einem 2:0-Sieg über Aufsteiger St. Pauli und einem 4:0-Heimsieg gegen Augsburg an der Tabellenspitze thront, all seine Spieler beisammen. „Den Vorteil hatten wir nicht“, so Sahin. „Dafür haben wir aber Heimvorteil.“
Dass das Spiel gegen Heidenheim, die nach einer starken Spielzeit 2023/24 in dieser Saison an der Europa Conference League teilnehmen, kein Selbstläufer wird, ist Sahin bewusst. „Sie haben eine eingespielte Mannschaft, die sich nicht zu schade ist zu verteidigen“, so der BVB-Trainer, der die Heidenheimer vor allem wegen ihrer vielen Facetten schätzt. „Sie haben mit Paul Wanner außerdem einen Unterschiedsspieler bekommen, der nochmal spielerische Klasse reinbringt“. Der Neuzugang vom FC Bayern München hat in seinen ersten vier Pflichtspielen für die Heidenheimer bereits vier Treffer erzielt. „Sie wissen, wo ihre Stärken liegen – wir wissen, dass wir darauf vorbereitet sind.“
Das Ziel ist für Sahin klar: Die Borussen wollen nach dem Auftaktsieg gegen Frankfurt und dem Unentschieden in Bremen am Freitagabend die nächsten drei Punkte einfahren. „Wir spielen bei uns zuhause – wir wollen uns auf uns fokussieren, unser Spiel durchbringen und dominieren.“
Nina Bargel-Neuhaus
BVB-TV by 1&1: Die Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Heidenheim
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