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Nachbericht

Kovac & Co. freuen sich über Karetsas und werden ihm Zeit geben

Fußball-Dortmund hat anscheinend einen neuen Liebling: Konstantinos Karetsas, 18 Jahre jung, wurde am frühen Samstagabend bei seiner Auswechslung im höchst abwechslungsreichen Test gegen die AS Rom (2:2) mit viel Beifall bedacht. Der junge Grieche zeigte nicht nur ob seines Lattenkrachers, dass er ein Kracher werden kann. Das Potenzial ist da.

Trainer Niko Kovac fasste Konstantinos Karetsas an den Arm, gab ihm dann noch einen leichten Klaps und einen freundlichen Blick mit auf dem Weg auf die Bank. Der Neuzugang hatte von den Fans mehrfach Szenenapplaus erhalten. Einem Treffer stand nur die Querlatte, einer direkten Vorbereitung allein eine starke Fußabwehr des gegnerischen Torwarts (gegen Samuele Inacio) entgegen. Gleichwohl war er an beiden BVB-Toren im Spiel gegen Rom beteiligt: Vor dem 1:2 durch Julian Ryerson spielte er den vorletzten Pass, beim 2:2 durch Serhou Guirassy war er an einer Freistoß-Finte beteiligt.

„Man hat man gesehen, welche Ballsicherheit er hat“, lobte Kovac den 18-Jährigen und erfreute sich an der Tatsache, „was es bedeutet, jemanden zu haben, der ein, zwei Leute auf sich ziehen kann, dadurch andere freispielt. Und er hat ein richtig gutes Auge.“ Auch Sportdirektor Ole Book konstatierte: „Er hat viele Dinge angedeutet, viel Spielfreude reingebracht, er war torgefährlich. Es war ein gutes Spiel von ihm.“

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Karetsas taugt als Soforthilfe, keine Frage. Aber er wird keine 60 Spiele machen können in Klub und Nationalmannschaft. „Wir werden alle noch glücklich sein mit ihm, aber auch das müssen wir ganz klar sagen: Er braucht noch Zeit. Er wird mit Sicherheit nicht jeden dritten Tag 90 Minuten spielen können, das hat er nicht im Tank“, sagte Kovac und fügte hinzu: „Und wir müssen auch aufpassen, dass wir ihn nicht in eine Verletzung treiben. Aber sollte er so spielen, wie er heute gespielt hat, dann sind wir alle ganz happy.“

„Ganz happy“ war Kovac am Ende auch mit den beiden jüngsten Tests beim FC Arsenal (3:2-Sieg) und gegen AS Rom (2:2). „Also ich bin sehr zufrieden“, gab er zu Protokoll, und seine Gesichtszüge sagten nichts anderes: „Wir haben auch heute viele Chancen kreiert. Das erhöht die Chance, dass wir Spiele gewinnen.“ An der defensiven Stabilität – das betrifft nicht allein die hinterste Kette, für die in Emre Can, Waldemar Anton und Nico Schlotterbeck drei potenzielle Stammspieler nicht zur Verfügung standen – muss intensiv gearbeitet werden. Aber jeder weiß: Das ist Kovacs Kernkompetenz. Schmunzelnd an einen Reporter gewandt meinte er: „Hätten wir jetzt zu null gespielt und nur 1:0 gewonnen, hättest Du gesagt: Ja, Niko, das war wieder nichts. Aber jetzt ist es die andere Richtung …“
Boris Rupert

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