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21.08.23

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„Attraktivität und Strahlkraft haben in der Pandemie nicht gelitten“

Borussia Dortmund hat im Geschäftsjahr 2022/23 eine Bruttokonzerngesamtleistung in Höhe von 515,4 Mio. Euro erwirtschaftet. Das entspricht einem Zuwachs von 12,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr (456,9 Mio. Euro). Erstmals nach Ausbruch der Covid-19-Pandemie schreibt die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA wieder schwarze Zahlen. Das Konzernergebnis für das abgelaufene Geschäftsjahr schließt mit einem Plus in Höhe von 9,6 Mio. Euro ab.

Die Kernbotschaft, die die Geschäftsführung anlässlich der Bilanzpressekonferenz für die Zahlen des Geschäftsjahres 2022/23 übermittelte, lautet: Borussia Dortmund hat die Folgen der Pandemie erfolgreich bewältigt, wächst wieder, schreibt schwarze Zahlen und arbeitet daran, dem Aufsichtsrat im kommenden Jahr für das Geschäftsjahr 2023/24 wieder eine Dividenden-Ausschüttung vorschlagen zu können.

„Wir haben die Jahre der Finsternis hinter uns gelassen“, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Hans-Joachim Watzke, und fügte hinzu: „Drei Corona-Jahre haben uns über 150 Millionen Euro gekostet, weil man uns das Geschäftsmodell entzogen hat.“ Zum nun erreichten Gewinn in Höhe von 9,6 Millionen Euro nach Steuern sagte er: „Das ist ein positives Signal.“

Nach Wegfall aller pandemiebedingten Restriktionen sowie dem Start eines Pilotprojekts der UEFA, das erstmals seit 25 Jahren testweise wieder Stehplätze bei Europapokalspielen erlaubt, konnte der BVB den SIGNAL IDUNA PARK in der Saison 2022/23 bei allen Heimspielen (17 in der Bundesliga, vier in der UEFA Champions League) voll auslasten und erzielte in der Bundesliga den höchsten Zuschauerschnitt überhaupt (81.228). Direkte Folge waren deutlich gestiegene Erlöse in den Bereichen Ticketing (+20,8 Mio. Euro) und Conference, Catering, Sonstige (+15,6 Mio. Euro).

Die Konzernumsatzerlöse addieren sich auf 418,2 Millionen Euro, „das sind 18,9 Prozent mehr als im Vorjahr“ und bedeuten „ohne Transfers gerechnet den höchsten Umsatz der BVB-Geschichte“, erläuterte Geschäftsführer Thomas Treß. „Wir haben etwas geschafft, an das wir vor drei Jahren nicht so schnell geglaubt haben“, so Treß: „Unser Geschäftsmodell ist komplett wieder zurück nach Wegfall der Corona-Beschränkungen. Das Sponsoring ist auch während der Pandemie in jedem Jahr gewachsen.“ Hier verbuchte Borussia Dortmund einen Zuwachs um 16,2 Mio. auf 142,3 Millionen Euro. Treß: „Die Attraktivität, Bedeutung und Strahlkraft von Borussia Dortmund haben in der Pandemie nicht gelitten.“

Einen Rückgang musste der BVB – ebenso wie alle anderen 17 Klubs der Fußball-Bundesliga – indes bei der Vermarktung der Auslands-TV-Rechte hinnehmen. Hier lag die Ausschüttung für den BVB bei rund 15 Mio. Euro und ist damit nur noch rund halb so hoch wie vor Corona. „Es ist dringend notwendig, die Bundesliga strategisch weiterzuentwickeln“, betonte Thomas Treß.

Für das laufende Geschäftsjahr kündigte die Geschäftsführung an, die Gewinnrücklage sowie Teile der Kapitalrücklage aufzulösen, um diese mit den aufgelaufenen Verlustvorträgen der drei Pandemie-Jahre zu verrechnen, „damit wir künftig wieder fähig sind, eine Dividenden-Ausschüttung vorzuschlagen“, so Watzke. (br)

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