Die Handballerinnen von Borussia Dortmund konnten sich im Spitzenspiel gegen die HSG Bensheim/Auerbach mit 31:28 (15:13) durchsetzen. Der BVB überragte in der Sporthalle Wellinghofen mit einer beeindruckenden Defensivleistung und einer starken Tess Lieder im Tor.

Ausgangslage: Nach der knappen 25:26-Niederlage vor fünf Tagen in Blomberg erwartete die Borussinnen mit der HSG Bensheim/Auerbach das zweite Spitzenspiel binnen einer Woche. Ursprünglich war die Partie gegen die Hessinnen für den 17. Januar angesetzt, musste aber aufgrund einer Unwetterwarnung verschoben werden. 

Personalien: Dana Bleckmann und Lena Degenhardt fehlten weiterhin aufgrund ihrer Kreuzbandrisse. Alicia Stolle saß auf der Bank, kam aber nach ihrer Knochenstauchung noch nicht zum Einsatz. Carmen Campos Costa fehlte dagegen krankheitsbedingt.

Spielverlauf: Bereits zu Beginn wurde deutlich, welche Bedeutung dieses Spiel für beide Teams hatte. Eine gewisse Nervosität war sowohl bei dem BVB als auch bei den Gästen aus Bensheim spürbar. Nach einem frühen Rückstand, war es Lena Hausherr, die in der sechsten Spielminute den wichtigen Anschlusstreffer zum 1:2 erzielte. Trotz 4:3-Rückstand gelang es Schwarzgelb Kontrahentin Kim Naidzinavicius unter Kontrolle zu halten. Die Dortmunder Abwehr, mit einer starken Tess Lieder im Kasten, stand sicher und griff beherzt zu. 

Harma van Kreij, zuletzt wegen einer Handverletzung geschwächt, erzielte das 7:5 (15.), drei Minuten später erhöhte Lisa Antl, nach einem schönen Anspiel von Frida Rønning vom Kreis, auf 9:5. Aufgrund mehrerer ungenutzten Chancen seitens der Gäste nahm HSG-Trainerin Heike Ahlgrimm eine Auszeit. Fünf Minuten vor der Pause verkürzte Kim Naidzinavicius per Siebenmeter auf 11:12. Wenige Sekunden später egalisierte Lisa Friedberger zum 12:12.

Im weiteren Spielverlauf parierte Tess Lieder Chance um Chance. Im Angriff erhöhten die starke Harma van Kreij (vier Tore bis zur Pause), Emma Olsson und die schnelle Frida Rønning auf 15:13 zur Pause. Henk Groener durfte mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden sein.

Der BVB gab nach Wiederanpfiff den Ton an und erhöhte nach vier gespielten Minuten durch Lisa Antl auf 19:16 (34.). In der Folge entwickelte sich ein furioses Spiel, in dem der BVB dank eines Konters durch Haruno Sasaki mit vier Toren in Führung ging (23:19). In der Schlussphase öffnete Bensheim die Abwehr. So gelang es Zoë Sprengers, von links auf 26:21 zu erhöhen (48.). Fünf Minuten vor Abpfiff konnte BVB-Torhüterin Sarah Wachter eine Chance von Amelie Berger parieren. In der letzten Spielminute hielt Wachter erneut einen Ball, diesmal von Kim Naidzinavicius, und sicherte so den knappen 31:28-Sieg. 

Trainer Henk Groener: „Ich bin stolz auf die Mannschaft, denn wir haben trotz des Ausfalls von Carmen eine tolle Leistung gezeigt. Wir haben gekämpft, viele Angriffe geduldig ausgespielt und unsere Chancen genutzt. Die Punkte haben wir dringend gebraucht im Kampf um einen internationalen Platz.“

Lisa Antl: „Das Ergebnis macht mich wirklich stolz. Wir haben die letzten Kräfte mobilisiert, um den Ausfall von Carmen zu kompensieren.“

Ausblick: Am kommenden Samstag empfängt die Mannschaft von Henk Groener den abstiegsbedrohten Tabellenzwölften HSV Solingen-Gräfrath. Anwurf ist um 19 Uhr. 

Handball-Damen: Lieder, Wachter; Hausherr (1), Sprengers (7/1), Kusian (1), Antl (5), van Kreij (5), Stolle, Ossenkopp (1), Sasaki (6), Olsson (1), Rønning (4), Schwarz