Einen spektakulären Schlagabtausch mit 28 heißen Strafraumszenen lieferten sich Borussia Dortmund und Paris Saint-Germain am Mittwochabend. In Erinnerung bleibt besonders eine Szene: die Rettungstat von Niklas Süle.

In Dortmund werden traditionell nicht nur Tore bejubelt, sondern auch besondere Zweikämpfe oder Rettungstaten gefeiert wie Tore. Die Aktion von Niklas Süle in der 18. Minute riss die Fans von Sitzen und reiht sich ein in die spektakulärsten Rettungstaten der Vereinsgeschichte.

Was war geschehen? Der „kicker“ schildert die Szene in seinem Liveticker so: „Die nächste Riesenchance für Paris! Süle verschätzt sich bei einem langen Ball auf Mbappé, der so frei vor Kobel auftaucht, diesen links überläuft und dann aus etwas spitzem Winkel Richtung leeres Tor abschließt. Doch Süle hat nachgesetzt und reißt im Rutschen noch das Bein hoch – und wehrt so spektakulär noch vor der Torlinie ab.“

Und das vor den Augen von Sven „Manni“ Bender, der im April 2017 im Halbfinale des DFB-Pokals ein sicheres Tor für den FC Bayern München auf ähnliche Art mit der Fußspitze verhindert hatte. Ohne diese Tat wäre der Pokalsieg im selben Jahr nicht möglich gewesen. Und am TV schaute sicherlich Jürgen Kohler zu, der im April 1997 im Champions-League-Halbfinale sogar mehrmals einen Treffer von Manchester United verhinderte. Ohne Kohler kein Henkelpott.

Nun also Süle. Ohne seine Rettungstat möglicherweise kein Gruppensieg. „Ich kriege irgendwie noch den Fuß hoch. Das sieht spektakulär aus“, sagte Abwehrspieler bei DAZN und sagte selbstkritisch: „Ich denke, ich kann das vorher besser machen.“ Sportdirektor Sebastian Kehl lobte am späten Abend in den Katakomben des SIGNAL IDUNA PARK: „Sven Bender wurde damals lange dafür gefeiert. Ich denke, auch Niklas wird diese Geschichte jetzt noch häufiger hören. Das war überragend, wie er da die Grätsche noch ausgepackt hat.“
Boris Rupert