Der Countdown für das Champions-League-Finale 2024 läuft. In vier Tagen trifft Borussia Dortmund im Londoner Wembley-Stadion auf Real Madrid (live im ZDF und bei DAZN). Im Rahmen des „UEFA Open Media Day“ waren am Dienstag internationale Journalisten nach Dortmund gekommen und haben bei einer Pressekonferenz BVB-Trainer Edin Terzic ihre Fragen gestellt.

So voll war der Pressekonferenzraum am Trainingsgelände in Dortmund-Brackel lange nicht. Mehr als 150 Journalisten und 25 TV-Sender aus aller Welt hatten sich auf den Weg nach Dortmund gemacht, um das Vormittagstraining zu verfolgen und im Anschluss den BVB-Profis ihre Fragen zu stellen. „Wir merken das. Aber das ist es, was wir haben wollen: dass wir noch etwas Großes erreichen können“, sagte Trainer Edin Terzic angesprochen auf den Medientrubel im Rahmen einer Pressekonferenz, die den Abschluss der Medienarbeiten am Dienstag bildete. „Wir respektieren die Side-Show, aber der Fokus liegt weiterhin auf dem Spiel, das auf uns wartet. Wir haben eine gute Energie in der Gruppe und den Glauben, dass wir Großartiges erreichen können.“ Der klare Auftrag sei: „Es ist egal, was von außen auf uns zukommt. Was uns so stark gemacht hat, besonders in der Champions League, ist das, was wir beeinflussen können. Das wollen wir am Samstag so zeigen, dass es sehr erfolgreich wird.“

Große Bühne am Samstag

Der Trubel in Brackel ist nur ein kleiner Vorbote der großen Bühne am Samstag. Darauf angesprochen sagt Terzic: „Es geht nicht um die Ausgangslage, nicht um das, was neben dem Platz auf uns wartet. Es geht um das Spiel. Wir sind da, um das Spiel zu spielen. Der Weg zum Champions-League-Titel führt über das Finale. Wir wollen alles investieren, um den Pott nach Dortmund zu holen. Es ist viel zu lange her. Wir waren lange nicht so nah dran wie jetzt.“ Zweimal hatte der BVB zuvor ein Finale erreicht: 1997 holte Schwarzgelb den Titel, 2013 verlor die Mannschaft das Endspiel.

Trotz der Bedeutung des Spiels und der großen Aufmerksamkeit hat das Trainerteam versucht, so wenig wie möglich am Training und den Abläufen zu verändern. Zwischen dem letzten Bundesliga-Spieltag und dem Champions-League-Finale lag ein Wochenende ohne Pflichtspiel, ähnlich wie bei einer Länderspielpause. „Es war genau ein Wochenende, das wir überbrücken mussten. Diese Zeit haben wir nach dem Einzug ins Finale geplant“, so Terzic. „Wir haben uns entschieden, dass wir dreimal den gleichen Rhythmus haben wollen. Dementsprechend haben wir es in den letzten drei Wochen sehr ähnlich gehalten, von der Intensität, von den Inhalten, wie wir uns auf das Spiel vorbereiten.“ Jetzt kommen Mannschaft und Trainer in die letzten Züge der Vorbereitung, bevor es dann nach London geht. Und auch da laufen die Planungen nicht anders als bei anderen Auswärtsspielen in der UEFA Champions League: Am Vortag reisen die Profis an und absolvieren eine Trainingseinheit im Stadion. Am Vormittag des Spieltags ist eine kurze Einheit zum Anschwitzen angesetzt, bevor am Abend der Ball gegen Real Madrid rollt.

Der absolute Champion wartet

„Unser Ziel ist es, die Champions League zu gewinnen, und dazu muss man die Champions schlagen. Jetzt wartet der absolute Champion in der Geschichte und besonders in diesem Wettbewerb auf uns“, sagt Terzic. Die Madrilenen haben mehr Erfahrung mit Endspielen: 14-mal hat der spanische Rekordmeister bereits in der Champions League triumphiert, allein fünfmal in den vergangenen zehn Jahren konnte Real den Titel gewinnen. „Aber das zählt alles nicht. Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass in einem Spiel alles möglich ist. Wenn jemand gezeigt hat, dass man in einem Spiel viel erreichen kann, waren wir das, besonders in dieser Saison, besonders in diesem Wettbewerb.“ Es sei an der Zeit, dass Reals Serie reißt: „Acht Champions-League-Finals in Folge haben sie nicht verloren. Wichtig ist, was im nächsten passiert und dafür sind wir verantwortlich.“
Christina Reinke

BVB-TV by 1&1: Die Pressekonferenz mit Edin Terzic