Es ist ein Endspiel vor dem großen Champions-League-Finale, aber für das BVB-Nachwuchs-Leistungszentrum ein ebenfalls bedeutsames. Denn Borussias U19 hat am Donnerstag um 15:30 Uhr in Oberhausen im Finale der Deutschen A-Junioren-Meisterschaft gegen den aktuellen DFB-Pokalsieger TSG Hoffenheim die große Chance, nicht nur als erster deutscher Verein das „Nachwuchs-Double“ (Meister U17 und U19) zu gewinnen, sondern auch mit Rekordmeister VfB Stuttgart (10 Titel) gleichzuziehen. 

Das Finale hätte eigentlich in Dortmund stattfinden sollen, denn das Heimrecht war dem Sieger aus dem Halbfinal-Duell BVB gegen Hertha BSC zugelost worden. Weil die UEFA im Zuge der anstehenden Europameisterschaft sowohl den SIGNAL IDUNA PARK als auch das Stadion Rote Erde als „Hausherr“ übernommen hat, muss die U19 – wie schon vorher die B-Junioren bei ihrem Endspielsieg gegen Bayer Leverkusen – nach Oberhausen ausweichen.

„Wir hoffen, dass uns viele Fans ins Niederrheinstadion begleiten und dieses Finale zu einem echten Heimspiel werden lassen. Die Jungs haben sich das nach einer herausragenden Saison verdient“, sagt Trainer Mike Tullberg, der Hoffenheim in der Favoritenrolle sieht, aber gleichzeitig betont, „dass wir uns in der Position des Underdogs ganz wohlfühlen“. Eintrittskarten zum Preis von 5 bis 10 Euro gibt es im Vorverkauf im Ticketshop von RW Oberhausen, dazu werden auch die Tageskassen geöffnet sein. Für die BVB-Fans stehen Sitzplätze auf der STOAG-Tribüne in den Blöcken A bis D sowie Stehplätze im Emscherblock 4 zur Verfügung. Das Stadion wird um 14 Uhr geöffnet. Jetzt Tickets sichern!

Die U19-Teams beider Vereine standen sich bereits im Jahr 2016 gegenüber. Borussia gewann damals das packende Finale in Hoffenheim mit 5:3. Im Tor der Gastgeber stand ein gewisser Gregor Kobel, heute die Nummer eins der BVB-Profis. Trainer der Schwarzgelben war Hannes Wolf, aktuell beim Deutschen Fußball-Bund Direktor für Nachwuchs, Training und Entwicklung. Zum Team gehörten u. a. Felix Passlack, Amos Pieper, Jacob Bruun Larsen und Dzenis Burnic. 

Kjell Wätjen will „offene Rechnung begleichen“

Danach qualifizierten sich die Borussen mit Ausnahme der Saison 2017/18 (Hertha BSC gegen Schalke) für jedes Meisterschafts-Endspiel und zogen jetzt unter der Leitung von Mike Tullberg zum dritten Male in Folge ins Finale ein. 2022 bezwangen die Dortmunder Jungs Hertha BSC in Berlin mit 2:1 und 2023 unterlagen sie nach einem Verlängerungs-Krimi dem FSV Mainz mit 2:4.

Die für ihre nachhaltige Nachwuchsarbeit bekannte TSG Hoffenheim, Deutscher A-Junioren-Meister von 2014 (5:0 gegen Hannover 96), hat die Schwarzgelben in dieser Saison in der ersten Runde des DFB-Pokals mit 6:0 bezwungen. Diese Niederlage schmerzt die Spieler noch heute. „Es war auch ein Saisonziel, eine Möglichkeit zu erhalten, für dieses Spiel, das wir echt verhauen haben, Revanche nehmen zu können. Diese offene Rechnung wollen wir jetzt im Finale begleichen“, hatte Mittelfeldspieler Kjell Wätjen angekündigt, nachdem der BVB in Berlin mit einem Sieg im Elfmeterschießen gegen Hertha BSC ins Endspiel eingezogen war.

Die Chance ist jetzt da – und gleichzeitig die Möglichkeit, der Erfolgsstory, die Borussias Nachwuchs-Leistungszentrum seit Jahren schreibt, ein weiteres Kapitel hinzuzufügen. (wiwi)

Das Finale wird bei Sky übertragen. Wer in Oberhausen dabei sein will, kann hier im Online-Ticketshop Karten kaufen.