Borussia Dortmunds U23 bestreitet am Sonntagabend (19:30 Uhr) die Abschluss-Partie des 17. Spieltags in der 3. Liga: Zu Gast in der Roten Erde ist der ehemalige Deutsche Meister TSV 1860 München.

An das bislang letzte Duell mit den Löwen dürften sich die Schwarzgelben noch gern zurückerinnern: Ende März gewann die wie entfesselt aufspielende U23 an der Grünwalder Straße mit 4:1. Trainer Jan Zimmermann hätte sicher nichts dagegen, wenn sich die Geschichte diesmal wiederholen würde. Allerdings betont der Coach: „Es wird ein enges Spiel. 1860 hat deutlich mehr Qualität als es der aktuelle Tabellenplatz aussagt.“ Augenzwinkernd fügt der Coach hinzu: „Das gilt für uns aber auch.“ München steht aktuell mit 20 Zählern auf dem 14. Platz in der Tabelle, die U23 rangiert mit einem Punkt mehr direkt davor.

Zimmermann muss vor dem Duell einmal mehr seine Startelf umbauen. Falko Michel fehlt gelbgesperrt, Hendry Blank aufgrund seiner Gelb-Roten Karte in Aue. Marcel Lotka muss rotgesperrt noch zwei weitere Partien aussetzen. Dafür ist Samuel Bamba wieder einsatzbereit. „Wir haben einige personelle Engpässe“, konstatiert der Dortmunder Coach, der sich aber kämpferisch gibt: „Wir wollen bis zur Winterpause noch so viele Zähler wie möglich holen, um uns in eine gute Ausgangsposition zu bringen. Zuhause gegen 1860 wollen wir natürlich drei Punkte einfahren.“

In der zurückliegenden Trainingswoche zeigte sich derweil einmal mehr die enge Verzahnung der U23 mit dem Bundesliga-Team und der U19. So trainierten die Spieler, die nicht für den Champions-League-Kader in Mailand nominiert wurden, bei der U23. Dies erleichterte Zimmermann die Arbeit, konnte er doch mit einer größeren Trainingsgruppe arbeiten. Denn Hendry Blank saß wiederum in Mailand auf der Bank der Profis, auch Abdoulaye Kamara reiste mit in die Lombardei und spielte für die U19 in der UEFA Youth League. BVB-Trainer Edin Terzic und Zimmerman stehen in enger Abstimmung. Nominierungen seiner Spieler ins Bundesliga-Team sind für den U23-Trainer besondere Auszeichnungen für die Talente – und damit auch für die Arbeit des Trainerteams. 
Daniel Mertens