Nach dem Pokalspiel in Stuttgart äußerten sich Cheftrainer Edin Terzic, Sportdirektor Sebastian Kehl sowie Emre Can und Gregor Kobel. Die Stimmen zum Spiel.

Edin Terzic (im ZDF): „Wir haben viel zu viele Fehler gemacht und Bälle verloren in Zonen, in denen man sie nicht verlieren darf. Dadurch wuchsen Unzufriedenheit und Verunsicherung. Wir hatten nur eine kurze Phase rund um die 60. Minute, kurz vor und nach dem Abseitstor, in der wir aggressiv waren und Druck entwickeln konnten. Das war nicht gut genug. Wir wollten ins Finale nach Berlin; das haben wir nicht geschafft. Wir haben nicht ansatzweise das zeigen können, was wir uns vorgenommen haben. In drei Tagen haben wir das nächste schwere Spiel vor der Brust.“

Sebastian Kehl (in der Mixed Zone): „Es gab heute eine taktische Anpassung, die in vielen Bereichen funktioniert hat. Wir wollten aus der Fünferkette durchschieben ins Mittelfeld und aus einer stabilen Kompaktheit kontern. Die Ballverluste haben nichts mit Taktik zu tun. In Ballbesitz war das zu wenig Fußball. Wir müssen den Jungs wieder das Selbstvertrauen verschaffen. Wir haben noch wichtige Spiele und noch was vor bis zur Weihnachtszeit. Gegen Leipzig müssen wir eine bessere Leistung bringen, um da zu bestehen.“

Gregor Kobel (in der Mixed Zone): „Wir waren mit Ball und gegen den Ball die schlechtere Mannschaft. Stuttgart hatte mehr vom Spiel, hatte mehr Chancen und hat verdient gewonnen. Wir sind zu wenig aktiv und weniger scharf als Stuttgart oder Leverkusen. Wir müssen als Borussia Dortmund dominanter auftreten! Es tut unfassbar weh, dass wir in diesem Jahr wieder eine große Chance ausgelassen haben, weil viele gute Bundesligisten raus sind. Es ist der kürzere Weg, den Pokal zu gewinnen. Dass wir das so aus den Händen geben, frustriert sehr. Es ist extrem wichtig, dass wir am Samstag punkten, wenn man auf die Konstellation in der Bundesliga guckt. Wir müssen aufpassen, dass wir den Anschluss nicht verlieren, dass wir in die Champions League kommen!“

Emre Can (im ZDF): „Es hat vorne und hinten gefehlt. Wir waren in den Zweikämpfen nicht stark genug. Es war fußballerisch eine Katastrophe. So kann es nicht weitergehen. Wir sind Dortmund, da muss mehr kommen. Es geht um das Fußballerische, da Lösungen zu finden. Und das Anlaufen war sehr, sehr schlecht. Wir müssen mehr Intensität im Spiel haben. Das muss von der Mannschaft, von jedem Einzelnen kommen. Die Saison ist noch lang, wir werden nicht aufgeben, wir werden weitermachen.“