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3:1 - Borussia gewinnt das Revierderby hochverdient - Aubameyang, Sahin und Blaszczykowski treffen

Spielbericht

Derbysieg! Borussia Dortmund hat das 143. Revierderby am 10. Bundesliga-Spieltag in Gelsenkirchen mit 3:1 (1:0) gewonnen. Der BVB festigte damit Tabellenplatz zwei mit nur einem Punkt Rückstand auf Bayern München und nun schon elf Punkten Vorsprung auf den Erzrivalen aus Gelsenkirchen. Kuba sorgte nach 73 Minuten für das entscheidende 3:1.

Aus Gelsenkirchen berichtet Dennis-Julian Gottschlich
Die Zuschauer in der mit 61.673 Zuschauern ausverkauften Veltins-Arena sahen in der ersten Hälfte einen deutlich überlegenen BVB, der bereits nach 14 Minuten durch Aubameyang in Führung ging, sich aber bei Weidenfeller bedanken durfte, der einen Elfmeter von Boateng parierte (30.) und so das 1:0 bis zur Pause festhielt. In Halbzeit zwei erzielte Sahin (51.) früh das 2:0 für Borussia. Meyer schaffte den Schalker Anschlusstreffer (63.), doch Kuba sorgte für die Entscheidung zugunsten des BVB (73.)
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Ausgangslage
Borussia Dortmund reiste als Tabellenzweiter und mit zwei Siegen (1:0 gegen Hannover und 2:1 gegen Arsenal) im Rücken nach Gelsenkirchen. Nur ein Punkt trennte den BVB von Spitzenreiter Bayern München. Schalke musste hingegen unter der Woche eine 0:3-Pleite in der UEFA Champions League gegen Chelsea hinnehmen und hatte als Tabellenfünfter schon acht Punkte Rückstand auf die Borussia.

Personalien
Mit Ausnahme der verletzten Kehl, Piszczek und Gündogan konnte Jürgen Klopp sein Team in Bestbesetzung auflaufen lassen. Auch bei Schalke gab es namhafte Ausfälle: Farfan, Huntelaar, Höger und Papadopoulos. Die zunächst fraglichen Jones und Boateng waren fit: Jones saß zunächst auf der Bank, Boateng spielte von Beginn an.
Taktik
Der FC Schalke stellte dem 4-2-3-1-System der Borussia ein klassisches 4-4-2 entgegen, wobei Fuchs und Draxler auf den Außenpositionen im Mittelfeld agierten und Boateng immer wieder von der Spitze ins zentrale Mittelfeld rochierte.

Spielverlauf & Analyse
Der BVB behauptete von Beginn der Begegnung an deutlich mehr Spielanteile als die Gastgeber aus Gelsenkirchen, die zunächst darauf bedacht waren, Sicherheit ins Spiel zu bekommen, jedoch Mühe mit dem schnellen Umschaltspiel der Borussia hatten. Der BVB brachte die Defensive der Schalker schon zu Beginn der Partie ein ums andere Mal ins Schwimmen. Aubameyangs Hereingabe von der Grundlinie fand jedoch keinen Abnehmer im Zentrum (7.), und auch Reus´ strammer Schuss aus 18 Metern stellte Hildebrand im Schalker Tor nicht vor Probleme (9.).
Doch der BVB blieb am Drücker, und so war es Großkreutz, der den Ball an der rechten Seitenlinie mit hohem Einsatz ergatterte und zu Mkhitaryan spitzelte. Der Armenier nutzte eine Lücke in der indisponierten Schalker Abwehr mit einem feinen Pass in deren Rücken, wo Reus den Ball zurück ins Zentrum legte. Aubameyang stand goldrichtig und schob zum 1:0 für Borussia Dortmund ein (14.).
Auch in der Folge blieb der BVB bis zur Halbzeit die deutlich bessere Mannschaft in der Arena, nutzte die sich bietenden Chancen aber zunächst nicht: Aubameyang per Kopf (21.), Reus (22.) und Lewandowski sowie Aubameyang mit einer Doppelchance (25.), hätten auf 2:0 stellen können, scheiterten aber am besten Schalker - Hildebrand im Tor.

Auf der anderen Seite war es Weidenfeller, der bis zur 30. Minute völlig beschäftigungslos blieb, aber auf einmal im Mittelpunkt stand: Mit der ersten guten Schalker Gelegenheit stürmte Fuchs von links in den Strafraum der Borussen, wo Subotic zu spät kam und ihn zu Fall brachte. Schiedsrichter Kircher zeigte auf den Punkt. Zum fälligen Elfmeter trat Ex-Borusse und Neu-Schalker Boateng an, doch Weidenfeller parierte glänzend - die Führung der Gäste hatte weiter Bestand.
Kurz darauf hätte wieder Boateng den Ausgleich erzielen können, verzog aber aus neun Metern (31.), auf Seiten der Westfalen kam Reus vor der Pause noch per Kopf zum Abschluss, Hildebrand parierte abermals (33.).

Jürgen Klopp wechselte zur Halbzeit Durm für Schmelzer ein, der Dortmunder Überlegenheit tat dies allerdings keinen Abbruch. Schwarzgelb startete wieder mit viel Druck und kam bereits nach sechs Minuten zum hochverdienten 2:0: Mhkitaryan bediente Sahin an der Strafraumkante, und der Türke ließ sich - alle Schalker hielten gebührenden Abstand - nicht zwei Mal bitten, nahm Maß und knallte den Ball wunderschön ins rechte obere Eck des Schalker Kastens (51.).
Der FC Schalke kam danach besser in die Partie und spielte nun druckvoller in Richtung Tor der Borussen, die sich für kurze Zeit in die eigenen Hälfte drängen ließen. Keller wechselte Meyer für den glücklosen Fuchs ein (61.) - und diese Einwechslung sollte sich kurz darauf bezahlt machen: Zunächst bediente Meyer Szalai im Strafraum, der jedoch an Weidenfeller scheiterte. Der Ball prallte allerdings zurück zu Meyer, der zum 2:1-Anschlusstreffer für die Gastgeber einschob (63.).
Das blauweiße Publikum peitschte die Schalker Mannschaft mit lautstarken Gesängen nach vorne. Auf dem Feld entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem Schalke mehr und mehr auf den Ausgleich drückte und der BVB auf den entscheidenden Konter wartete, um den Gastgebern den Knockout zu versetzen.
Und dieser sollte tatsächlich auch kurz darauf folgen: Draxler verlor an der Strafraumkante der Borussia den Ball an Mhkitaryan, der blitzschnell den Konter einleitete, auf seinem Weg über den gesamten Platz vier Schalker aussteigen ließ und am gegenüberliegenden Strafraum auf den mitgelaufenen und komplett freistehenden Blaszczykowski passte - der nahm Maß und schob überlegt zum 3:1 ins untere rechte Eck ein (74.).
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Ausblick
Für den BVB heißt es kurz durchschnaufen: Erst am kommenden Freitag (1.11., 20.30 Uhr) ist der VfB Stuttgart zum 11. Bundesliga-Spieltag in Dortmund zu Gast.

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28.11.2013 16:46
Stefan Schmidt