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Aubameyang und Piszczek gleichen zum 2:2 aus.

Spielbericht Hoffenheim

Borussia Dortmund ist am 16. Bundesliga-Spieltag nicht über ein 2:2 (1:2)-Unentschieden gegen die TSG Hoffenheim hinausgekommen. Pierre-Emerick Aubameyang und Lukasz Piszczek  erzielten in einer kurzweiligen und umkämpften Begegnung den Ausgleich für den BVB, der damit einen Zwei-Tore-Rückstand egalisierte.

Aus Sinsheim berichtet Dennis-Julian Gottschlich

30.150 Zuschauer hatten den Weg in die ausverkaufte Wirsol Rhein-Neckar Arena gefunden und verfolgten in der ersten Halbzeit ein äußerst attraktives Spiel, in dem Hoffenheim durch Schipplock (18.) und Volland (28.) in Führung ging. Der BVB schaffte durch Aubameyang (44.) noch vor der Pause den Anschlusstreffer. In der zweiten Halbzeit schnürte Borussia die Gastgeber ein, kam aber durch Piszczek (67.) nur noch zum Ausgleich.

Ausgangslage
Borussia Dortmund reiste als Tabellendritter zum Elften aus Hoffenheim. Es versprach eine torreiche Partie zu werden, denn die zweitbeste (BVB/35 Tore) traf auf die drittbeste (1899/34 Tore) Offensive der Liga. In der Defensive sah dies anders aus: Die Schwarzgelben konnten mit 16 Gegentoren vor dem 16. Bundesliga-Spieltag auch die drittbeste Defensive (Bayern 7; Leverkusen 14) vorweisen. Die TSG hatte hingegen schon mehr als doppelt so viele (35) Treffer kassiert.

Personalien
Jürgen Klopp baute seine Mannschaft im Vergleich zum Spiel in Marseille um: Mitch Langerak, Lukasz Piszczek, Manuel Friedrich und Pierre-Emerick Aubameyang kamen neu ins Team und ersetzten neben dem in der Liga gesperrten Innenverteidiger Sokratis drei Spieler, die auf der Bank Platz nahmen: Roman Weidenfeller, Kevin Großkreutz und Henrikh Mkhitaryan. Hoffenheims Coach Markus Gisdol konnte auf beinahe den kompletten Kader zurückgreifen, lediglich Stefan Thesker fiel aus.

Taktik
Beide Mannschaften begegneten sich im 4-2-3-1-System, wobei Schipplock auf Seiten von 1899 den Stoßstürmer gab, Volland und Herding kamen über die Außen, Firmino agierte als Spielmacher im Mittelfeld. Bei der Borussia agierte Reus im zentralen Mittelfeld.

Spielverlauf & Analyse
Es war eine schwungvolle Partie zweier Mannschaften, die mutig nach vorne spielten und mit schnellem Kombinationsspiel versuchten, das jeweils andere Team in Verlegenheit zu bringen. So hätte Borussia bereits früh durch Reus in Führung gehen können. Sein Schuss aus elf Metern landete auch im Tor der Gastgeber, Lewandowski stand dabei jedoch im Abseits und behinderte die Sicht von 1899-Keeper Grahl, so dass der Treffer nicht zählte (10.).

Auch die nächste große Möglichkeit hatte der BVB: Nach einer schönen Kombination über Blaszczykowski und Lewandowski, die sich durch die komplette Hoffenheimer Defensive tankten, hatte wieder Reus die Führung auf dem Fuß. Die Nummer 11 musste den Ball eigentlich nur noch ins leere Tor schieben, doch Volland kam aus dem Hintergrund angerauscht und spitzelte dem Borussen das Leder im letzten Moment doch noch vom Fuß ins Toraus (16.).

Die TSG fuhr nach dieser Gelegenheit einen blitzschnellen Konter, bei dem Rudy den Ball im Mittelfeld eroberte und auf Firmino passte. Der sah die Schnittstelle in der Abwehr der Schwarzgelben und bediente Schipplock. Hoffenheims Angreifer stürmte allein auf Langerak zu, lupfte und traf zum 1:0 (18.). Kurze Zeit später hatte Polanski sogar das zweite Hoffenheimer Tor auf dem Fuß, sein Knaller aus 20 Metern landete aber glücklicherweise an der Latte (25.).

Borussia Dortmund versuchte, zurückzuschlagen und behauptete mehr Spielanteile als die Hausherren (60 Prozent Ballbesitz nach einer halben Stunde). Der BVB hätte - nachdem Sahin regelwidrig im Strafraum gehalten wurde - Elfmeter bekommen können (28.). Der Unparteiische verwehrte diesen aber.

Stattdessen kam es noch dicker für die Borussia: Firmino passte den Ball am Dortmunder Strafraum auf Rudy, der nicht entscheidend gestört werden konnte und auf den von rechts heranstürmenden Volland ablegte. Der Rechtsaußen ließ Langerak keine Chance und vollendete eiskalt im linken unteren Eck zum 2:0 (38.).

Doch der BVB steckte nicht auf, versuchte den Anschluss noch vor der Pause herbeizuführen, und es gelang – auch wenn man dabei von einem schweren Patzer von Torwart Grahl profitierte: Nach einer Ecke konnte er den Ball nicht festhalten. Lewandowski setzte nach, und Aubameyang schaltete von allen Spielern am schnellsten und hämmerte den Ball aus weniger als einem Meter über die Linie (44.). Nur noch 1:2, die Westfalen waren wieder im Spiel!

Es war in der Bundesliga das fünfte Tor nach einer Standardsituation für Borussia Dortmund in Serie, mit dem die Mannschaft in die Kabine ging. Auch nach der Pause waren die Schwarzgelben die aktivere Mannschaft und kamen durch weitere Standardsituationen zu guten Gelegenheiten: Reus zog den Ball aber aus 19 Metern am Tor vorbei (58.), Grahl parierte Aubameyangs Freistoß aus 30 Metern gut (65.).

Der BVB drückte nun immer mehr und schaffte kurz darauf den Ausgleich: Sahin flankte von links butterweich in den Strafraum, wo Piszczek hoch stieg und wuchtig aufs Tor köpfte. Grahl war zuerst zur Stelle, konnte den Ball aber nicht festhalten, so dass der Pole ihn im Nachsetzen über die Linie bugsierte (67.). Auch danach hatte die Borussia noch nicht genug, wollte das 3:2 nun erzwingen. Lewandowski scheiterte jedoch aus kurzer Distanz (71.), Mkhitaryan legte den Ball von links am Torwart, aber auch Zentimeter am rechten Pfosten vorbei (74.). Nur eine Minute später war es wieder Lewandowski, der aus 12 Metern abzog. Grahl konnte den Ball nicht festhalten. Er rutschte unter seinem Körper hindurch, aber von dort nur gegen den Pfosten (75.).

In der Schlussphase hätte Hoffenheim durch Volland wieder in Führung gehen können, er verzog aus zwölf Metern. Kurz zuvor hatte Reus die riesengroße Chance zum 2:3 vergeben, als er von links knapp am rechten Pfosten vorbeizielte (86.). Auch Schieber kam noch zu einer guten Gelegenheit (89.), aber auch er traf das Tor nicht.

Ausblick
Am kommenden Samstag (15.30 Uhr) empfängt Borussia Dortmund zum Abschluss der Hinrunde Aufsteiger Hertha BSC Berlin im ausverkauften SIGNAL IDUNA PARK.

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16.12.2013 09:04
Ulf Kullmann