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4:0 - Borussia stutzt den Adlern die Flügel

Bundesliga

Borussia feiert den ersten Heimsieg des Jahres! In einer dominanten Partie gegen Eintracht Frankfurt konnte der BVB klar überzeugen, ließ Frankfurt kaum eine Chance, und gewann so das zweite Spiel innerhalb von fünf Tagen gegen die Eintracht. Am Ende stand es 4:0 (2:0) für die Schwarzgelben.

Es berichtet Dennis-Julian Gottschlich

80.100 Zuschauer im nicht ganz ausverkauften SIGNAL IDUNA PARK sahen eine drückend überlegene Borussia in beiden Durchgängen. Aubameyang (10./21.) brachte die Schwarzgelben schon vor der Pause mit 2:0 in Führung, die Lewandowski kurz nach Wiederanpfiff per Elfmeter auf 3:0 hochschraubte (47.). Danach gab es einen wahren "Traumeinstand": Milos Jojic kam nach 67 Minuten zu seinem Bundesligadebüt und erzielte nach gerade 17 Sekunden auf dem Platz mit dem 4:0 sein erstes Bundesligator.

Ausgangslage
Dritter gegen Zwölfter. Borussia Dortmund holte in der Rückrunde sieben der neun möglichen Punkte und gewann in der Bundesliga gegen keinen Klub so häufig wie gegen die Eintracht (38 Mal), die aus den letzten vier direkten Duellen nur einen Punkt mitnahm.

Personalien
Hummels, Subotic, Gündogan, Blaszczykowski und Reus fehlten weiterhin beim BVB, Bender saß nach überstandener Verletzung immerhin auf der Bank. Jürgen Klopp ließ seine Mannscahft in der selben Startformation auflaufen, die Frankfurt fünf Tage zuvor im Pokal geschlagen hatte. Die Eintracht musste auf Schwegler, Celozzi, Kittel und Stendera verzichten, auch Zambrano und Rode traten die Reise nach Dortmund nicht an. Außerdem fehlten den Hessen Flum und Barnetta.

Taktik
Die Gäste blieben beim 4-3-1-2 und agierten aus der gleichen Grundordnung am Dienstag, allerdings deutlich defensiver ausgerichtet. Bei Ballbesitz wurden die Spitzen Rosenthal und Aigner von Meier "überholt", der dann häufig in vorderster Front agierte.

Spielverlauf & Analyse
Borussia Dortmund nahm direkt Fahrt auf, kombinierte munter in Richtung des Frankfurter Tores und ließ die Eintracht nicht zur Entfaltung kommen. Die erste große Chance hatte Mhkitaryan bereits nach neun Minuten, als er aus 12 Metern rechts im Strafraum abzog, sein Schuss aber kurz vor der Linie in höchster Not von Djakpa geklärt werden konnte. Lewandowski hatte sich zuvor toll auf links durchgesetzt und den Armenier bedient.

Nur wenige Sekunden später war es wieder Mkhitaryan der glänzte – diesmal als Vorbereiter. Er luchste Jung den Ball im Spielaufbau ab, zog in Richtung Strafraum und flankte auf Aubameyang im rechten Teil des Sechzehners. Der Gabuner blieb eiskalt und netzte volley zur 1:0-Führung für die Schwarzgelben ein (10.).

Der BVB blieb auch nach der Führung am Drücker und versuchte, schnell das nächste Tor nachzulegen. Dies gelang auf Anhieb, und so war früh für klare Verhältnisse im SIGNAL IDUNA PARK gesorgt: Diesmal verlängerte Friedrich einen Eckball mit dem Kopf auf das Tor von Trapp. Der konnte den Ball nicht festhalten und ließ ihn vor die Füße von Aubameyang springen, so dass ihn die Nummer 17 ohne Probleme zum 2:0 ins Tor schieben konnte (21.).

Die Hessen konnten der Dominanz der Westfalen bis zum Pausenpfiff wenig entgegensetzen. Einzig erwähnenswerte Gelegenheit blieben ein hart geschossener Freistoß von Djakpa, den Weidenfeller aber mit den Fäusten klären konnte (30.), und zwei turbulente Szenen nach Eckbällen, die jeweils Sokratis vereitelte. Auf Seiten der Schwarzgelben zog Großkreutz sechs Minuten vor der Halbzeitpause aus 17 Metern ab, verfehlte das Tor aber knapp (39.). Im nächsten Spielzug bediente der „Dortmunder Jung“ dann Lewandowski im Strafraum, der im Abschluss denkbar knapp an Trapp scheiterte. Nach der darauf folgenden Ecke sprang Sokratis am höchsten, köpfte den Ball aber Millimeter neben den rechten Torpfosten (43.).

Die Zuschauer im Stadion hatten nach der Pause soeben wieder ihre Plätze eingenommen, da zappelte der Ball auch schon zum dritten Mal im Netz der Frankfurter: Lewandowski hämmerte das Spielgerät mit knallharten 121 km/h vom Elfmeterpunkt zum 3:0 in die Maschen (47.), nachdem Djakpa den Polen zuvor im Strafraum unterlaufen und zu Fall gebracht hatte. Schiedsrichter Sippel entschied auf Strafstoß. Es war Lewandowskis erstes Tor im bereits fünften Spiel gegen Frankfurt.

Wer dachte, die Schwarzgelben würden diesen komfortablen Vorsprung nun verwalten, lag falsch. Auch in der Folge spielte nur ein Team im SIGNAL IDUNA PARK – Borussia Dortmund. Zunächst hätte Schmelzer nach einem blitzschnellen Konter über Aubameyang und Piszczek das 4:0 besorgen können, doch Trapp kratzte seinen Kopfball im letzten Moment von der Linie (52.). Dann war es Großkreutz, der von links in den Strafraum einbrach, den herausgeeilten Eintracht-Keeper umkurvte und abzog. Doch auch hier war ein Frankfurter Abwehrspieler zur Stelle und schmiss sich in höchster Not in den Ball, um ihn ins Aus zu lenken (54.).

Die schönste Geschichte dieser Begegnung wurde in der 67. Minute geschrieben: Jürgen Klopp schickte Neuzugang Milos Jojic zu seinem Bundesligadebüt für Henrikh Mkhitaryan auf den Platz. Noch während Stadionsprecher „Nobby“ Dickel den Serben über die Lautsprecher begrüßte, machte dieser sich auf den Weg in Richtung Frankfurter Tor. Großkreutz zog in diesem Moment aus gut 16 Metern ab, Trapp konnte den Ball abermals nicht festhalten, und Jojic – gerade 17 Sekunden auf dem Platz – staubte aus acht Metern zum 4:0 ab. Wahnsinn in Schwarzgelb!!

Ausblick
Am kommenden Samstag (22.2., 15.30 Uhr) tritt der BVB in der Bundesliga beim Hamburger Sportverein an.

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17.02.2014 09:53
Ulf Kullmann