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Signal Iduna Park

SIGNAL IDUNA PARK

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Einundachtzigtausenddreihundertneunundfünfzig

So viele Fans passen in den SIGNAL IDUNA PARK, Deutschlands größtes Fußball-Stadion 

Hätte man den Dortmundern vor 30 Jahren von einem Fußball-Tempel mit über 80.000 Plätzen inmitten ihrer Stadt erzählt, von einem Stadion mit Glasfassade, Rasenheizung und der größten Stehplatztribüne Europas, alle hätten ob derlei Phantastereien nachsichtig gelächelt. Heute steht an der Strobelallee mit dem SIGNAL IDUNA PARK tatsächlich Deutschlands größtes Fußballstadion. Fassungsvermögen: Exakt 81.359 Plätze. Dass dieser Gigant der Borussia beinahe finanziell das Genick gebrochen hätte, ist ein anderes, glücklicherweise seit Ende Mai 2006 gelöstes Kapitel.. 
  
Die Spielstätte an der Strobelallee, für Fans schlicht "der Tempel", von Presse, Profis und Prominenz nicht selten mit dem Attribut "schönstes Stadion der Republik" versehen, ist nach Vollendung der dritten Ausbaustufe eine der größten und komfortabelsten Arenen Europas. Ein langer Prozess der Errichtung und Umgestaltung hat mit den Umbaumaßnahmen zur FIFA WM 2006 seinen Höhepunkt erreicht. Dennoch gibt es keine Sommerpause, in der nicht gewerkelt wird im Stadion. Zehn Millionen Euro steckte der BVB allein 2012 in die Renovierung der in die Jahre gekommenen Spielstätte. So wurde nicht nur der Rasen komplett erneuert, sondern auch die Drainage in der südlichen Spielhälfte. Die Südtribüne wurde durch Stützungsmaßnahmen versteift, im Norden fanden Betonsanierungsmaßnahmen statt. Auf der Osttribüne entstanden im Bereich des früheren Presseraums sieben weitere Logen. Neue Videokameras mit beeindruckender Digitaltechnik erhöhen die Sicherheit. Insbesondere der Gästeblock und der Unterrang der "Süd" stehen unter erweiterter Beobachtung. Im Jahr zuvor wurden neue Anzeigetafeln installiert. 
  
Die Stadion-Story beginnt vor über 40 Jahren, genauer gesagt am 5. April 1965. Nach vier langen Jahren der Diskussionen um Erweiterung und Modernisierung der in die Jahre gekommenen Kampfbahn "Roten Erde" nimmt der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt "die Anregung zur Kenntnis, nicht das Stadion Rote Erde auszubauen, sondern durch Einbeziehung der beiden westlichen Übungsfelder und geringfügiger Flächen des Luftbades ein neues Fußballstadion zu errichten". Die erste Hürde auf dem Weg zu einer neuen Arena, im offiziellen Sprachgebrauch "Zwillingsstadion" genannt (weil parallel zur Roten Erde errichtet), ist genommen. 
  
 Den entscheidenden Impuls erfährt das Projekt jedoch erst, als die Stadt Köln Anfang der 1970-er Jahre auf einen Stadionneubau verzichtet, damit erst den Weg frei macht für eine Bewerbung Dortmunds für die Fußball-Weltmeisterschaft 1974 - und damit für den Bau eines neuen Stadions. Ohne die zu diesem Anlass bereit gestellten Bundes- und Landesmittel wäre das Westfalenstadion nicht zu finanzieren gewesen. 
  

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Am 2. April 1974 - neun Jahre nach dem Beschluss der städtischen Gremien - ist es dann endlich so weit: 54.000 überwiegend stehenden Besuchern bietet das Westfalenstadion im Ursprungszustand Platz. Eingeweiht wird es mit einem Freundschaftsspiel gegen Schalke 04. An seiner Faszination hat es bis heute nichts eingebüßt. Im Gegenteil. Von der "Scala des deutschen Fußballs" schwärmen Radio-Reporter, wenn sie von diesem einzigartigen Fluidum berichten: der Nähe zum Spielfeld, der Akustik durch die komplette Überdachung, gepaart mit der einzigartigen Begeisterungsfähigkeit der Fußballfreunde im Revier. All dies sorgt für knisternde Atmosphäre, die Besucher in ihren Bann zieht und von Gegnern gefürchtet wird. Bei einer Umfrage im Mai 2006 nannten die Profis der 18 Bundesliga-Vereine die Spielstätten in Hamburg (28%) und in Dortmund (27%) als ihre liebsten. 

  
Genau genommen reicht die Geschichte des SIGNAL IDUNA PARK zurück bis ins Jahr 1961. Damals befasst sich der Sportausschuss erstmals mit der Erweiterung der "Kampfbahn Rote Erde". Schon zu jener Zeit des sich anbahnenden Strukturwandels im Revier, der einsetzenden Krise bei Kohle und Stahl, sitzt das Geld ebenso wenig locker wie heute. Deshalb gehen zehn Jahre ins Land, bis der Rat der Stadt am 4. Oktober 1971 den Bau des Westfalenstadions beschließt. Schneller ist die Frage der Finanzierung nicht zu lösen gewesen. 
  
Zwar hat der Deutsche Fußball-Bund schon 1966 den Zuschlag für die Ausrichtung der WM 1974 erhalten, doch die Dortmunder Pläne für ein in konventioneller Bauweise zu errichtendes und damit rund 30 Millionen Euro teures Stadion drohen schon kurz darauf in den Schubladen zu verschwinden. Trotz der eindeutigen Ratsbeschlüsse untersucht die Verwaltung immer wieder die Möglichkeit des Ausbaus der vorhandenen Anlage in der Hoffnung, Kosten zu sparen.
  
Sportdezernent Erich Rüttel gelingt im Mai 1970 mit seinem Vorschlag, das Stadion als Fertigsystem in Palettenbauweise nach dem Vorbild der kanadischen Olympiastadt Montreal (1976) zu errichten, der entscheidende Durchbruch. Die Kosten halbieren sich, ursprünglich sind 27 Millionen Mark (knapp 14 Mio. Euro) im Gespräch. Nach Abschluss der Bauarbeiten sollten es nur sieben Millionen Mark mehr gewesen sein.
  
Bereits fünf Monate darauf, am 19. Oktober 1970, erteilt der Rat diesen Plänen grünes Licht und beschließt im darauf folgenden Jahr den Bau des Westfalenstadions. Die Kosten von 17 Millionen Euro werden zu über 80 Prozent durch Bund, Land, "Glücksspirale" und Spenden gedeckt. Die Stadt trägt von dieser Summe gerade einmal drei Millionen Mark, weil sie noch rechtzeitig erkennt, dass jenes Weltmeisterschafts-Turnier 1974 die wohl einmalige Chance bietet, eine taugliche Arena für die Zukunft zu errichten. Denn: ohne WM-Zuschlag keine Fördermittel. Zumal die provisorische Tribüne in der Südkurve der "Roten Erde" bereits Schäden aufweist und es in einem internen Papier des Planungsausschusses heißt: "Nach Abbau dieser Tribüne verringert sich das Fassungsvermögen auf 25.000 Plätze."
  
56.000 Zuschauern soll dagegen das Westfalenstadion Platz bieten. Nach Fertigstellung sind es knapp 54.000, davon allerdings nur 17.000 Sitzplätze. Dass der Großteil (47.000) der Plätze überdacht ist, wird vom damaligen Präsidenten des BVB, Heinz Günther, besonders gewürdigt. Es biete auch "dem kleinen Mann ein Dach über dem Kopf". Seinerzeit keine Selbstverständlichkeit.

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Zaire, Schottland, Schweden, Brasilien und Vizeweltmeister Holland bestreiten 1974 im Westfalenstadion ihre Vorrundenspiele - Dortmund liegt plötzlich wieder im Fußball-Fieber. Jene Begeisterung, die in den glorreichen 50-er und 60-er Jahren herrschte, flammt während der WM-Tage erneut auf und überträgt sich auch auf die Begegnungen in der zweiten Bundesliga. Nicht selten mehr als 45.000 Fans, und damit rund drei Mal so viele wie kurz zuvor noch in der "Roten Erde", pilgern plötzlich zum BVB, der von seinem neuen Stadion in hohem Maße profitiert. Zwei Jahre später, im Juni 1976, kehrt Borussia in die höchste deutsche Spielklasse zurück, feiert 1983, nach 15-jähriger Abstinenz, das Comeback auf europäischer Ebene, gewinnt 1989 den DFB-Pokal, 1995, 1996 und 2002 die Deutsche Meisterschaft, zieht in drei europäische Endspiele ein - und gewinnt eines davon, das wichtigste, 1997 gegen Juventus Turin in der UEFA Champions League.
  
Bis 1992 erleben die Besucher das Westfalenstadion 18 Jahre lang weitgehend im Originalzustand. In den folgenden 14 Jahren gibt es immer wieder einschneidende Veränderungen, fünf insgesamt. 1992 wird das Fassungsvermögen durch die Umrüstung von Steh- in Sitzplätze auf der Nordtribüne auf 42.800 Zuschauer reduziert. Im Rahmen der "Ausbaustufe eins" werden schon drei Jahre später West- und Osttribüne um einen Oberrang mit jeweils 6.000 Sitzplätzen aufgestockt. In einer zweiten Ausbaustufe kann die Kapazität 1999 auf 68.600 erhöht werden. Dabei wird die Südtribüne, das Epizentrum Dortmunder Fußballbegeisterung, auf 24.454 Plätze und somit zu Europas größter Stehplatztribüne ausgebaut. Für internationale Spiele lassen sich die Stehplätze in Sitzplätze umwandeln.
  
Am 6. Mai 2002 beginnen schließlich die Arbeiten an der Schließung und dem Ausbau der Eckbereiche. Zunächst werden im Nord- und Südbereich 15 Meter lange Bohrpfähle in die Erde gebracht und in den Ecken des späteren Treppenhauses platziert. Sie leiten die unglaubliche Last von 3.000 Tonnen pro Tribünendach auf tragfähigen Boden ab. Auf diesen Pfählen erfolgt die Fundamentierung für die Stützen und Treppenhäuser. Eine weitere hoch anspruchsvolle Ingenieurs-Aufgabe betrifft die Konstruktion der Stadionbedachung. Dabei werden die Eck-Pylone im Inneren des Stadions, die das Dach stützen und eine Sichtbehinderung für die neuen Sitzplätze im ausgebauten Eckbereich darstellen würden, durch acht außen installierte gelbe Stahlpylone ersetzt.

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Die am 13. September 2003 abgeschlossene dritte Ausbaustufe beschert nicht nur eine Erhöhung des Fassungsvermögens um rund 14.000 Zuschauer. Auch in punkto gepflegter Gastlichkeit setzt der BVB neue Maßstäbe. Mit insgesamt 3.450 Bewirtungs-Plätzen verfügt der SIGNAL IDUNA PARK auch in diesem Bereich über die größten Kapazitäten der Liga. Dennoch stimmen in Dortmund die Verhältnisse: In Relation zum Gesamtfassungsvermögen beherbergen die Gastronomiebereiche lediglich einen bescheidenen prozentualen Anteil von Besuchern.
  

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Die acht 62 Meter hohen gelben Pylone sind mittlerweile markante Ausrufezeichen in der Dortmunder Skyline. Hinzu kommen seit Dezember 2005 die bis zu 3,50 Meter hohen und von den Bundesstraßen 54 und 1 weit sichtbaren Buchstaben des neuen Namensgebers, tagsüber in schwarz sichtbar, nachts in Weiß leuchtend.
  
 Die BVB-Fans haben ihren Tempel nach dem Ausbau ohne Anlaufzeit und mit Stolz angenommen. Die fabelhaften Zuschauerrekorde der letzten Jahre sprechen eine deutliche Sprache. Ein atemberaubendes Bauwerk und phänomenale Fans - das sind die besten Voraussetzungen für viele begeisternde Fußball-Feste in der tollsten (und größten) Bude der Bundesliga, die nach WM-bedingten Umbaumaßnahmen (u.a. Entfernung der letzten Sitzschalen aus dem Jahre 1974, Rückbau der "Vortribünen") und Modernisierungen ab der Saison 2015/2016 nunmehr exakt 81.359 Zuschauern Platz bietet.
  
Nur ein einziger Fußballer sammelt in diesen 32 Jahren wirklich schlechte Erfahrungen in der "Scala" an der Strobelallee: der Braunschweiger Danilo Popivoda. Am 23. April 1977 - Würmer haben den Rasen befallen - steht Popivoda ungedeckt keine sechs Meter vor dem Borussen-Gehäuse, holt aus zum Torschuss und rutscht samt Rasen weg, der keinen Halt mehr findet in den angefressenen Wurzeln, landet auf der Nase, während der Ball vor der Linie liegen bleibt. Borussia und Braunschweig trennen sich torlos 0:0...

SIGNAL IDUNA PARK

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Anfahrt zum SIGNAL IDUNA PARK

Mit dem PKW

Aus Norden: A1 bis Kreuz Dortmund-Unna, A44/B1 Richtung Dortmund

Aus Osten: A2 bis Kreuz Dortmund-Nordost, B236 Richtung Schwerte, B1 Richtung Dortmund

Aus Süden: A45 bis Kreuz Dortmund-Süd, B54 Richtung Dortmund

Aus Westen: A40/B1 Richtung Dortmund

Parkmöglichkeiten

Rund um den SIGNAL IDUNA PARK und die Westfalenhalle stehen über 10.000 gebührenpflichtige Parkplätze zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es eine Alternative: Nutzen Sie unseren Shuttle-Service ab Uni-Gelände vom Parkplatz Otto-Hahn-Straße (A45 Ausfahrt Eichlinghofen bzw. B1 Ausfahrt Barop). Weitere Informationen über P&R Möglichkeiten gibt es hier (Quelle: Stadt Dortmund).

Mit der Bahn

ICE-Anbindung aus Osten (Berlin, Wolfsburg, Hannover, Bielefeld) und Süden (Mainz, Frankfurt, Stuttgart, Nürnberg und München). IC-Anbindung aus Norden (Hamburg und Bremen) jeweils im Stundentakt. Ab Hauptbahnhof entweder mit dem Regionalzug zum Bahnhof SIGNAL IDUNA PARK oder mit der U-Bahn bis Westfalenhalle/Stadion.

Informationen zu allen Verbindungen im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR).

Alle Informationen als PDF Zurück zur Navigation

SIGNAL IDUNA PARK - Stadionordnung

§ 1 Geltungsbereich

  1. Diese Stadionordnung dient der geregelten Benutzung und der Gewährleistung der Sicherheit des umfriedeten Geländes des SIGNAL IDUNA PARK (fortan „Stadion“) einschließlich sämtlicher Anlagen, Zu- und Abgängen des Stadions sowie den anliegenden Parkplatzflächen, die bei Veranstaltungen im Stadion den Besucherinnen und Besuchern (fortan gemeinsam: „Besucher“) zur Nutzung zur Verfügung stehen (fortan „Anlagen“). Mit Betreten des Stadions und/oder Einfahren in die Anlagen des Stadions mit dem Kfz erklärt der Besucher sein Einverständnis mit der Geltung dieser Stadionordnung, die er auch durch Aushang an den Eingängen zur Kenntnis genommen hat.

§ 2 Widmung

(1) Das Stadion dient vornehmlich der Austragung von Fußballspielen. Darüber hinaus kann die Durchführung von weiteren Sportveranstaltungen sowie sonstigen Veranstaltungen im Rahmen geltender gesetzlicher Bestimmungen zugelassen werden.

(2) Ein Anspruch der Allgemeinheit auf Benutzung des Stadions und der Anlagen besteht nur im Rahmen der in Abs. (1) geregelten Widmung. Die Nutzungsüberlassung beurteilt sich nach den geltenden privatrechtlichen Bestimmungen.

(3) Die im Einzelfall abzuschließenden Verträge über die Benutzung des Stadions richten sich nach den Bestimmungen des bürgerlichen Rechts.

§ 3 Aufenthalt

Im Stadionbereich und in den Anlagen dürfen sich nur Personen aufhalten, die ein gültiges Ticket, d.h. Tageseintritts- oder Dauerkarte, oder einen sonstigen Berechtigungsausweis (z.B. Arbeitsausweis) mit sich führen oder die ihre Aufenthaltsberechtigung für diese Veranstaltung auf eine andere Art nachweisen können. Kinder bis zur Vollendung ihres 14. Lebensjahres haben nur Zutritt in Begleitung eines Erwachsenen. Kinder bis zur Vollendung ihres 7. Lebensjahres haben - auch in Begleitung eines Erwachsenen - keinen Zutritt zu den Stehplatzbereichen des Stadions. Rollstuhlfahrer, die auf die Begleitung von Hilfspersonen angewiesen sind, haben nur Zutritt mit einer Begleitperson, die mindestens das 16. Lebensjahr vollendet hat.

(2) Die Zutrittsberechtigung gilt nur bei dem rechtmäßigen Erwerb von Tickets, d.h. Tageseintritts- oder Dauerkarten, oder sonstigen Berechtigungsausweisen. Der kommerzielle und gewerbliche Weiterverkauf von Tickets sowie die widerrechtliche Nutzung der Logo-, Kennzeichen-, Marken-, Urheberrechte und sonstigen Rechte der Borussia Dortmund GmbH und Co. KGaA sowie der mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen bei der Vorbereitung, Durchführung und/oder Abwicklung einer privaten Weitervergabe oder -veräußerung von Tickets über 15% des Originalticketpreises, insbesondere über das Internet, ist unzulässig und kann u.a. zu einer entschädigungslosen Sperrung der entsprechenden Tickets führen. Im Übrigen gelten die Allgemeinen Ticket-Geschäftsbedingungen und die AGB „Dauerkarten“ der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA.

(3) Zuschauer haben den auf dem Ticket oder Berechtigungsausweis für die jeweilige Veranstaltung angegebenen Sitzplatz oder Block im Stehplatzbereich einzunehmen. Tickets und Berechtigungsausweise sind innerhalb des Stadions und seiner Anlagen auf Verlangen der Polizei oder des Kontroll- und Ordnungsdienstes vorzuweisen. Aus Sicherheitsgründen und zur Abwehr von Gefahren sind die Besucher verpflichtet, auf Anweisung der Polizei oder des Kontroll- und Ordnungsdienstes andere Plätze, als auf dem Ticket oder Berechtigungsausweis vermerkt, – auch in anderen Blöcken – einzunehmen. Das Stadion und seine Anlagen, insbesondere die Rasenfläche, Gänge und sonstige Verkehrsräumen, dürfen nicht als Abstellfläche benutzt werden, es sei denn es besteht hierzu im Einzelfall eine vertragliche Berechtigung.

(4) Das Stadion verfügt über ein elektronisches Einlasssystem. Ein Ticket verliert somit erst nach Beendigung der Veranstaltung seine Gültigkeit; dies gilt auch für die Besitzer einer Dauerkarte oder sonstige Berechtigungsausweise hinsichtlich der Zugangsberechtigung an dem konkreten Spieltag.

(5) Für den Aufenthalt im Stadion an veranstaltungsfreien Tagen gelten die von der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA ggf. gesondert getroffenen Anordnungen und/oder Vereinbarungen.

(6) Zur Gewährleistung der Stadionsicherheit und/oder zu Zwecken der Gefahrenabwehr sowie der Strafverfolgung werden das Stadion und – teilweise auch – die Anlagen videoüberwacht. Entsprechende Aufnahmen bleiben unter Verschluss, dienen bei Eintritt von Straftaten oder Rechtsverletzungen als Beweismittel und werden den Ordnungs- und/oder Strafverfolgungsbehörden zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus nutzen die Ordnungs- und Strafverfolgungsbehörden an Spiel- und/oder Veranstaltungstagen Videoüberwachungsanlagen aus eigener Zuständigkeit zur Gefahrenabwehr und Strafverfolgung im Einklang mit den insoweit geltenden gesetzlichen Bestimmungen (z.B. PolG NRW, StPO). Bei ereignisloser Durchführung einer mittels Videokamera aufgenommenen Veranstaltung werden die Aufnahmen gemäß den geltenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen gelöscht. Verantwortliche Stelle im Sinne von § 6b Abs. 2 BDSG ist: Borussia Dortmund GmbH & Co KGaA, Rheinlanddamm 207-209, 44137 Dortmund, Telefon: 0231 / 9020-0; E-Mail: datenschutz@bvb.de.

(7) Jeder Besucher willigt unwiderruflich sowie zeitlich unbefristet für jegliche audiovisuellen Medien in die unentgeltliche Verwertung von Bild und/oder Ton seiner Person - insbesondere für Live-Übertragungen, Sendungen und/oder Aufzeichnungen - ein, die im Zusammenhang mit einer Veranstaltung erstellt werden.

§ 4 Benutzung der Parkflächen

(1) Beim Einfahren in das Stadion und/oder seine Anlagen ist der Besucher verpflichtet, den Kontroll- und Ordnungsdiensten seine Park- bzw. Zufahrtberechtigung oder seine sonstige Berechtigung unaufgefordert vorzuzeigen bzw. nachzuweisen und auf Verlangen zur Überprüfung auszuhändigen.

(2) Die Benutzung der Parkflächen erfolgt auf eigene Gefahr. Eine Bewachung, Verwahrung oder Überwachung des Kfz oder seines Inhaltes sowie die Gewährung eines fahrzeugspezifischen Versicherungsschutzes wird vom Veranstalter nicht geschuldet.

(3) Die Öffnungszeiten variieren und ergeben sich je nach Spielansetzung bzw. Veranstaltung. Etwaige Aushänge sind vom Besucher bzw. Nutzer zu beachten. Ein Anspruch auf Einhaltung bestimmter Öffnungszeiten besteht nicht. Die Höchsteinstelldauer beträgt bis zu 3 Stunden nach Spiel- bzw. Veranstaltungsende, soweit keine schriftliche Sondervereinbarung getroffen oder ein gesonderter Aushang erfolgt ist.

(4) Es muss im Schritttempo gefahren werden. Den Anweisungen der Kontroll- und Ordnungsdienste sowie Markierungen und Beschilderungen sind zu befolgen. Kfz dürfen nur innerhalb der markierten bzw. zugewiesenen Parkflächen abgestellt werden. Im Übrigen gelten die Vorschriften der StVO.

(5) Ein Aufenthalt auf dem Parkplatzgelände, der nicht im Zusammenhang mit dem Parken eines Kfz zum Zwecke des Besuchs eines Spiels oder dem anschließenden Abholvorgang steht, ist unzulässig, es sei den der Veranstalter hat für die Parkflächen im Einzelfall einer Veranstaltung einen gesonderten Nutzungszweck festgelegt. Das Campieren oder die Reinigung und/oder Reparatur von Fahrzeugen ist untersagt. Dies gilt des weiteren auch für das Einstellen von defekten Kfz, das Abstellen bzw. die Lagerung von Treibstoffen, feuergefährlicher Gegenstände jeglicher Art und von Abfällen, das Hupen, „Motor-warm-laufen-lassen“ sowie sonstige Belästigungen durch vermeidbare Abgase und Geräusche.

(6) Der Veranstalter kann auf Kosten und Gefahr des Besuchers und Nutzer der Parkfläche eingestellte Fahrzeuge umstellen und/oder entfernen lassen, insbesondere wenn (a) die Nutzungsberechtigung der Parkfläche für das Spiel bzw. die Veranstaltung abgelaufen ist; (b) ein eingestelltes Kfz durch undichten Tank oder Vergaser oder sonstige Mängel eine Gefahr darstellt; (c) ein eingestelltes Kfz nicht polizeilich zugelassen ist oder während der Dauer des Vertrages durch die Behörden aus dem Verkehr gezogen wird; (d) das Kfz unberechtigt, insbesondere auf Verkehrsflächen oder falschen Parkflächen, abgestellt wurde.

(7) Der Besucher und Nutzer der Parkfläche haftet für alle durch ihn selbst oder seine Begleitpersonen gegenüber dem Veranstalter oder Dritten schuldhaft verursachte Schäden. Dies umfasst schuldhaft herbeigeführte Verunreinigungen des Parkplatzes durch ein Verhalten, das über den zulässigen Gemeingebrauch hinausgeht. Hierzu zählt insbesondere auch das Ablagern von Müll.

(8) Eine Haftung des Veranstalters für Schäden, die durch andere Besucher oder sonstige Dritte verursacht worden sind, ist hingegen ausgeschlossen. Dies gilt insbesondere für Sachbeschädigung, Diebstahl von Wertgegenständen aus dem Kfz (z.B. Autoradio, Telefon, persönliche Wertgegenstände, Computer, Fotoausrüstung, Sportausrüstung oder ähnliches) oder auf bzw. an dem Kfz befestigte Sachen, soweit den Veranstalter kein Verschulden im Sinne von § 10 dieser Stadionordnung trifft, der im Übrigen ergänzend gilt. 

§ 5 Eingangskontrolle

(1) Jeder Besucher ist bei dem Betreten des Stadions und/oder seiner Anlagen verpflichtet, dem Kontroll- und Ordnungsdienst sein Ticket oder seinen Berechtigungsausweis unaufgefordert vorzuzeigen und auf Verlangen zur Überprüfung auszuhändigen.

(2) Der Kontroll- und Ordnungsdienst sowie die Polizei sind berechtigt, Personen – auch durch den Einsatz technischer Hilfsmittel – daraufhin zu untersuchen, ob sie die Verbote des § 7 dieser Stadionordnung einhalten und/oder ob sie aufgrund von Alkohol- oder Drogenkonsum oder wegen des Mitführens von Waffen oder von gefährlichen oder feuergefährlichen Sachen ein Sicherheitsrisiko darstellen. Die Untersuchung erstreckt sich insbesondere auf die Ober- und Beinbekleidung, das Schuhwerk sowie auf mitgeführte Gegenstände (z.B. Taschen).

(3) Personen, die ihre Aufenthaltsberechtigung nicht nachweisen können, gegen die Verbote des § 7 dieser Stadionordnung verstoßen und/oder ein Sicherheitsrisiko darstellen, können zurückgewiesen und/oder am Betreten des Stadions gehindert werden. Dasselbe gilt für Personen, gegenüber denen seitens der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA und/oder des DFB und/oder der DFL und/oder eines Vereins der DFL und/oder der UEFA und/oder der FIFA innerhalb der Bundesrepublik Deutschland ein Stadionverbot ausgesprochen worden ist. Im letztgenannten Fall ist der Veranstalter gehalten, Strafanzeige zu erstatten. Ein Anspruch der zurückgewiesenen Besucher auf Erstattung des Eintrittsgeldes besteht nicht.

§ 6 Verhalten im Stadion

(1) Innerhalb des Stadions hat sich jeder Besucher so zu verhalten, dass kein anderer geschädigt, gefährdet oder – mehr als nach den Umständen vermeidbar – behindert oder belästigt wird.

(2) Die Besucher haben den Anordnungen der Polizei, der Feuerwehr, des Kontroll-, Ordnungs- und Rettungsdienstes, des Veranstaltungsleiters, des Sicherheitsbeauftragten sowie des Stadionsprechers Folge zu leisten.

(3) Alle Auf- und Abgänge, Rettungs- und Fluchtwege sowie Fluchttüren bzw. -tore sind freizuhalten, dürfen nicht verstellt oder in sonstiger Weise in ihrer Funktion geändert werden; Fluchttüren bzw. -tore dürfen nur im Notfall geöffnet werden.

(4) Unbeschadet dieser Stadionordnung können zur Verhütung oder Beseitigung von Gefahren für Leben, Gesundheit oder Eigentum im Einzelfall die in Abs. (2) genannten Personen erforderliche Anordnungen erlassen, denen ebenfalls Folge zu leisten ist.

(5) Video- und Fotoaufnahmen durch Besucher an Spieltagen sind nur für private Zwecke und ausschließlich mit Geräten erlaubt, die nach Ausstattung und Größe offensichtlich allein für den privaten Gebrauch bestimmt sind. Eine anderweitige Nutzung dieser Aufnahmen oder eine Weitergabe der Aufnahmen über den privaten Bereich hinaus an Dritte oder eine Veröffentlichung in den Medien, insbesondere im Rahmen des Weiterverkaufs / der Weitervergabe von Tickets (z.B. auf Internetplattformen), bedarf der vorherigen ausdrücklichen Zustimmung der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA.

§ 6a Besondere Bestimmungen zur Ausübung des Hausrechtes

  1. Die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA spricht sich gegen rassistische, gewaltverherrlichende, antisemitische, nationalistische, ausländerfeindliche sowie rechts- und/oder linksextreme Tendenzen jeder Art, diesbezüglich politische Agitation und Meinungskundgebung aus. Der Veranstalter behält sich daher vor, von seinem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, (a) die links- und/oder rechtsradikalen Parteien, Vereinigungen oder Organisationen angehören und/oder (b) eindeutig der links- und/oder rechtsradikalen Szene zuzuordnen sind und/oder (c) bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische, diskriminierende, gewaltverherrlichende, diffamierende oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren, von dieser auszuschließen und/oder – auch im Vorfeld – ein örtliches Stadionverbot auszusprechen; § 8 Abs. 7 gilt entsprechend.

§ 7 Verbote

Den Besuchern des Stadions ist das Mitführen bzw. Nutzen folgender Gegenstände untersagt:

a) Gegenstände und/oder Medien mit einem rassistischen, fremdenfeindlichen, gewaltverherrlichenden, diskriminierenden sowie rechts- und/oder linksradikalen Inhalt auch dann, wenn es strafrechtlich nicht relevant ist; entsprechendes gilt insbesondere für Kleidung (z.B. mit Schriftzügen und/oder Symbolen wie: Thor Steinar, Consdaple, Borussenfront, HoGeSa (Hooligans gegen Salafisten), GnuHonnters etc.);

b) Waffen jeder Art sowie alle Gegenstände, die als Hieb-, Stoß- oder Stichwaffen geeignet sind;

c) Gegenstände, die als Waffen oder Wurfgeschosse Verwendung finden können;

d) Gassprühdosen, ätzende, brennbare, färbende Substanzen oder sonstige Gefäße mit Substanzen, die die Gesundheit beeinträchtigen;

e) Glasbehälter, Flaschen (auch PET-Flaschen), Becher, Krüge, Dosen oder sonstige Gegenstände, die aus zerbrechlichem, splitterndem oder besonders hartem Material hergestellt sind;

f) sperrige Gegenstände wie Leitern, Hocker, Stühle, Kisten, Kinderwägen, Rollatoren (das Mitführen von Rollstühlen ist nur für den Zugang zu den Blöcken 3 und 6 möglich und vorgesehen);

g) Fackeln, Wunderkerzen, Feuerwerkskörper, Leuchtkugeln, Rauchpulver, Rauchbomben, Rauchtöpfe, Rauchfackeln und/oder andere pyrotechnische Gegenstände einschließlich entsprechender Abschussvorrichtungen;

h) Fahnen- oder Transparentstangen, die länger als 1,50 Meter oder deren Durchmesser größer als 3 cm ist;

i) mechanisch und/oder elektrisch betriebene Lärminstrumente;

j) Getränke und Lebensmittel aller Art, Drogen;

k) Tiere;

l) Laser-Pointer;

m) Reisekoffer, große Taschen und Rucksäcke;

n) Fotokameras/ -apparate, Videokameras oder sonstige Ton- oder Bildaufnahmegeräte zum Zwecke der kommerziellen Nutzung oder Veröffentlichung sowie Zubehör (z.B. Fotokoffer, Stative und insbesondere Tele- bzw. Wechselobjektive), sofern keine Zustimmung des Veranstalters im Sinne des § 6 Abs. 5 der Stadionordnung vorliegt;

o) Gegenstände, die geeignet und/oder dazu bestimmt sind, die Feststellung der Identität zu verhindern.

(2) Verboten ist den Besuchern weiterhin, im Stadion und/oder in den Anlagen:

a) Äußerungen, Gesten und/oder ein äußeres Erscheinungsbild, die bzw. das nach Art und Inhalt objektiv geeignet sind, Dritte zu diffamieren, insbesondere aufgrund von Hautfarbe, Religion, Geschlecht, sexueller Orientierung, Abstammung bzw. ethnischer Herkunft; dies beinhaltet insbesondere das Verbot, rassistische, fremdenfeindliche, gewaltverherrlichende, diskriminierendes sowie rechts- und/oder linksradikale Parolen zu äußern oder zu verbreiten oder Tattoos und/oder Körperschmuck, die bzw. der Schriftzüge oder Symbole mit eindeutiger rassistischer, fremdenfeindlicher, gewaltverherrlichender, diskriminierender sowie rechts- und/oder linksradikaler Tendenz aufweisen bzw. aufweist, zur Schau zu stellen oder allgemein sichtbar zu tragen;

b) nicht für die allgemeine Benutzung vorgesehene Bauten und Einrichtungen, insbesondere Fassaden, Zäune, Mauern, Umfriedungen der Spielfläche, Absperrungen, Beleuchtungsanlagen, Kamerapodeste, Bäume, Masten aller Art und Dächer zu besteigen oder zu übersteigen;

c) Bereiche, die nicht für Besucher zugelassen sind (z.B. das Spielfeld, den Innenraum, die Funktionsräume), zu betreten;

d) mit Gegenständen oder Flüssigkeit aller Art auf die Sportflächen oder die Besucherbereiche zu werfen;

e) Feuer, Feuerwerkskörper, Leuchtkugeln, Rauchpulver, Rauchbomben, Rauchtöpfe, Rauchfackeln und/oder andere pyrotechnische Gegenstände einschließlich entsprechender Abschussvorrichtungen zu entzünden, abzubrennen und/oder abzuschießen;

f) ohne Erlaubnis Eintrittskarten zu verkaufen;

g) bauliche Anlagen, Einrichtungen oder Wege zu beschriften, zu bemalen oder zu bekleben;

h) außerhalb der Toiletten die Notdurft zu verrichten oder das Stadion in anderer Weise, insbesondere durch das Wegwerfen von Sachen zu verunreinigen (bei Zuwiderhandlung wird eine pauschale Reinigungsgebühr in Höhe von € 50,00 erhoben; vgl. § 8 Abs. 3);

i) Wege und Flächen zu befahren, soweit keine besondere Erlaubnis besteht;

j) das Präsentieren von (rechtswidrig erlangten) Fanartikeln/Fanutensilien jeglicher Art der gegnerischen Mannschaft;

k) Gegenstände in einer Art und Weise zu nutzen, welche die Feststellung der Identität verhindern (Vermummungsverbot).

(3) Ein Verstoß gegen die vorstehenden Verbote liegt auch dann vor, wenn ein Besucher zu einer verbotenen Handlung eines anderen Besuchers Beihilfe leistet oder einen anderen Besucher zu einer verbotenen Handlung anstiftet oder diesen hierbei unterstützt.

(4)  Es ist ebenfalls verboten, sich im Stadion und/oder den Anlagen des Stadions bei Veranstaltungen im Sinne dieser Stadionordnung mit mehreren Personen mit erkennbarem Willen auf Störung des öffentlichen Friedens oder Störung der planmäßigen Durchführung der Veranstaltung zu einem gemeinschaftlichen Handeln zu versammeln.

(5) Gewerbliche Betätigung, die Verteilung oder der Verkauf von Zeitungen, Zeitschriften, Drucksachen, Werbeprospekten o.ä. sowie Sammlungen oder die Lagerung von Gegenständen ist innerhalb des Stadions nur mit vorheriger ausdrücklicher und schriftlicher Erlaubnis der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA oder des jeweiligen Veranstalters gestattet.

(6) Im gesamten Südtribünen-Bereich (S/W, Süd, S/O) des Stadions ist ein Zutritt in gegnerischer Fankleidung und in ausschließlich vom Gastverein genutzten Bereichen (Nord, N/O) ist ein Zutritt in BVB-Fankleidung untersagt.

§ 8 Zuwiderhandlungen

(1) Personen, die gegen die Vorschriften der Stadionordnung verstoßen, kann unbeschadet weiterer Rechte der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA ohne Entschädigung der Zutritt zum Stadion verweigert und/oder können aus dem Stadion verwiesen werden. Dasselbe gilt für Personen, die erkennbar unter Alkohol- oder Drogeneinwirkung stehen.

(2) Gegen Personen, die durch ihr Verhalten innerhalb oder außerhalb des Stadions im Zusammenhang mit einer Veranstaltung die Sicherheit und Ordnung der Veranstaltung beeinträchtigen oder gefährden, kann unbeschadet weiterer Rechte der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA ohne Entschädigung ein Stadionverbot ausgesprochen werden. Dieses Stadionverbot kann unter Beachtung des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit auf das Stadion beschränkt oder bundesweit ausgesprochen werden. Es gelten die Richtlinien des DFB zur Verbesserung der Sicherheit bei Bundesspielen sowie des DFB-Ausschusses für Sicherheitsangelegenheiten zur einheitlichen Behandlung von Stadionverboten in ihrer jeweiligen aktuellen Fassung.

(3) Bei schuldhafter Zuwiderhandlung gegen § 6 Absatz 1 und 5, § 6a und § 7 der Stadionordnung ist der Verletzer verpflichtet, an die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA eine in das billige Ermessen von Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA gestellte Vertragsstrafe zu zahlen, die nach Grundsätzen der Verhältnismäßigkeit bestimmt und festgesetzt wird. Der Verletzer ist in diesem Fall berechtigt, die Höhe der Vertragsstrafe durch das örtlich und sachlich zuständige Gericht überprüfen zu lassen. Im Falle einer schuldhaften Zuwiderhandlung ist der Besucher insbesondere verpflichtet zur Zahlung einer Vertragsstrafe an den Veranstalter in Höhe von

-      50,00 € bei einem Verstoß gegen § 7 Absatz 2 lit. g) und h);

-      bis zu 500,00 € bei einem Verstoß gegen § 7 Absatz 2 lit. a) bis d), f), j) und k);

-      bis zu 1.500,00 € bei einem Verstoß gegen § 6 Absatz 5 und § 7 Absatz 2 lit. e) der Stadionordnung.

Weitere darüber hinaus reichende Schadenersatz-, Unterlassungs- oder sonstige vertragliche Ansprüche bleiben unberührt.

(4) Der Veranstalter, hier insbesondere der Ordnungsdienst, ist angewiesen und berechtigt, Zuschauer, die gegen § 7 Abs. 6 dieser Stadionordnung verstoßen, aus dem benannten Bereich zu entfernen oder aus dem Stadion zu verweisen; wobei dem Besucher – soweit dies bei einer nicht ausverkauften Veranstaltung im Einzelfall möglich ist – ein anderer geeigneter Platz im Stadion als milderes Mittel zugewiesen werden soll.

(5) Besteht der Verdacht einer strafbaren Handlung oder einer sonstigen Ordnungswidrigkeit, so kann Anzeige erstattet werden.

(6) Verbotenerweise mitgeführte Sachen und/oder Gegenstände werden sichergestellt und – soweit sie für ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren nicht benötigt werden – nach dem Wegfall der Voraussetzungen für die Sicherstellung gegen Erstattung der durch die Sicherstellung sowie Rückgabe entstandenen Kosten zurückgegeben oder spätestens nach Ablauf von vier Wochen nach der Veranstaltung auf Kosten des Besuchers vernichtet. Der Veranstalter haftet nicht für den Verlust oder die Beschädigung von sichergestellten Gegenständen.

(7) Maßnahmen nach § 6a sowie § 8 Abs. (1) bis (6) schließen Ansprüche (z.B. Rückerstattung von Eintrittsgeldern) gegen die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA und/oder gegen den jeweiligen Veranstalter aus.

(8) Sollte die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA aufgrund Zuwiderhandlungen von Besuchern gegen diese Stadionordnung durch Verbände wie insbesondere die FIFA, die UEFA, den DFB oder die DFL auf Schadensersatz und/oder auf Leistung einer Geldstrafe in Anspruch genommen werden, ist der zuwiderhandelnde Besucher regresspflichtig.

§ 9 Hausrecht / Aufsicht / Fundsachen

(1) Das Haus- und Aufsichtsrecht üben grundsätzlich die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA und ihre Bediensteten und Erfüllungsgehilfen sowie bei Veranstaltungen zusätzlich die Polizei, der Kontroll- und Ordnungsdienst sowie ggf. der seitens der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA ermächtigte jeweilige Veranstalter aus.

(2) Aufgefundene Wertgegenstände können bei Fußballveranstaltungen der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA im Fundbüro Nord, Ebene 1 (Büro des Ordnungsdienstes) abgegeben werden. Die Aufbewahrungsfrist für Fundsachen beträgt sechs Monate ab Anzeige des Fundes; im Übrigen gelten die gesetzlichen Bestimmungen.

§ 10 Haftung

 (1) Das Betreten und Benutzen des Stadions und/oder seiner Anlagen erfolgt auf eigene Gefahr. Die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA haftet - soweit zulässig - für Personen- und/oder Sachschäden nur bis zur Höhe der versicherten Risiken.

(2) Schadensersatzansprüche - gleich aus welchem Rechtsgrund - sowie die Haftung für indirekte Schäden und im Zeitpunkt des Vertragsschlusses unvorhersehbare Schäden sind ausgeschlossen, soweit der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA, seine gesetzlichen Vertreter und/oder Erfüllungsgehilfen nicht vorsätzlich oder grob fahrlässig gehandelt haben.

(3) Die vorstehenden Beschränkungen gelten nicht für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie in den Fällen in denen Kraft Gesetzes oder in den Fällen einer schuldhaften Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) zwingend gehaftet wird. Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglichen und auf deren Einhaltung der Vertragspartner regelmäßig vertraut und vertrauen darf.  

(4) Unfälle und/oder Schäden sind der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA unverzüglich zu melden.

§ 11 Schlussbestimmungen

(1) Neben den Bestimmungen dieser Stadionordnung gelten die weiteren Bestimmungen des Veranstalters (z.B. die ATGB und/oder AGB „Dauerkarten“), die einschlägigen Bestimmungen der nationalen und/oder internationalen Verbände (z.B. DFB, DFL, UEFA und/oder FIFA) und ergänzend Deutsches Recht unter Ausschluss der kollisionsrechtlichen Bestimmungen (IPR) und des UN-Kaufrechts (CISG).

(2) Sollte eine Bestimmung dieser Stadionordnung ganz und/oder teilweise ungültig sein oder werden, wird hierdurch die Gültigkeit der übrigen Bestimmungen nicht berührt. Die unwirksame Bestimmung bzw. der unwirksam Teil einer solchen Bestimmung ist durch eine wirksame Bestimmung zu ersetzen, die in ihren wirtschaftlichen Auswirkungen der zu ersetzenden Bestimmung möglichst nahe kommt. Entsprechendes gilt für die Ausfüllung von Regelungslücken.

 
Stand: November 2014
 
Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA
 

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