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Dennis Gentenaar - mehr als nur ein Ersatztorhüter

Am Samstag Nachmittag fällt der letzte Vorhang. Für Dennis Gentenaar wird die Partie gegen Eintracht Frankfurt der letzte Auftritt im SIGNAL IDUNA PARK sein. Der 30-Jährige wird Borussia Dortmund nach nur einer Saison wieder verlassen. Während der BVB einen der besten "Ersatztorhüter" verliert, die er jemals in seinen Reihen hatte, darf sich Ajax Amsterdam ab Juli auf einen richtig guten Keeper freuen. "Dennis ist ein hervorragender Torwart", bekräftigt auch Co-Trainer Dick Voorn. Und Sportdirektor Michael Zorc ergänzt: "Wir lassen ihn nur ungern ziehen, aber es ist Dennis´ Wunsch, den Vertrag nicht zu verlängern."

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Präsentiert sich seit Wochen in Topform: Dennis Gentenaar. In Hannover rettete er dem BVB mit seinen Paraden den 2:1-Sieg.

Dennis Gentenaars Wechsel ist bedauerlich, da der erste Niederländer beim BVB seit Alfred Nijhuis stets loyal gegenüber Stammkeeper Roman Weidenfeller gewesen ist und sich darüber hinaus auch als dessen Vertreter einen glänzenden Ruf erworben hat: Als sich Weidenfeller Anfang März einer Meniskus-Operation unterziehen lassen musste, war Gentenaar zur Stelle, sprang in die Bresche und machte seine Sache gut.
Das kicker-Sportmagazin bewertete seine bis heute acht Auftritte im Durchschnitt mit der Note 2,63. Die Bundesliga-Datenbank von IMP führte ihn mit über 82,2 Prozent abgewehrter Bälle gar als zweitbesten Torhüter hinter Sascha Kirschstein vom Hamburger SV (84,2). "Es ist schön, Lob zu bekommen oder von diesen Daten zu hören. Es ist die Bestätigung für meine Arbeit - mehr aber auch nicht. Ich versuche schließlich immer, mein Bestes zu geben", sagt Gentenaar.
Bereits vor seinem Wechsel im Sommer 2005 von NEC Nijmegen zum BVB galt Gentenaar als einer der besten Keeper in der niederländischen Ehrendivision. 2003 wurde er in Holland sogar zum "Torhüter des Jahres" gewählt. Seine Karriere begann er im Alter von fünf Jahren bei ZOW Nijmegen. Nach einer Saison als Stürmer entschied er sich, in Zukunft besser zwischen den Pfosten zu stehen, als den Ball zwischen selbige zu schießen. "Als Feldspieler muss man eine hohe Laufbereitschaft zeigen. Das war damals nicht mein Fall", so Gentenaar. Im Alter von neun Jahren wechselte er zu NEC Nijmegen. Dort stand er 20 Jahre (!) unter Vertrag, ehe er sich für die Dortmunder Borussia entschied.
www.bvb.de:Dennis, ab Juli stehst Du bei Ajax Amsterdam in der niederländischen Ehrendivision unter Vertrag. Wie fällt Dein Rückblick auf die Zeit in Dortmund aus?
Dennis Gentenaar:"Es war eine phantastische Zeit, die aber viel zu schnell vergangen ist. Ich habe manchmal das Gefühl, dass es jetzt erst richtig los geht, dabei steht die Saison kurz vor dem Ende. Ich habe hier viel gelernt und bin froh, dass ich - nachdem ich von einem ziemlich kleinen Verein gekommen bin - mein Können auch bei einem Klub wie Borussia Dortmund zeigen konnte."

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Gentenaar spielt in der kommenden Saison bei Ajax Amsterdam - und vielleicht sogar in der Champions League.

www.bvb.de: Haben sich alle Deine Erwartungen beim BVB erfüllt?
Gentenaar:"Eigentlich hatte ich gar keine speziellen Erwartungen. Sportlich waren die Rollen ja klar verteilt. Ich wusste bei meinem Wechsel zur Borussia, dass ich nur zweiter Torwart sein werde. Ich hatte nicht damit gerechnet, überhaupt zu spielen. Dass es nun so viele Einsätze geworden sind, freut mich sehr. Insofern sind meine Erwartungen sogar übertroffen worden."
www.bvb.de:Kannst Du Dich noch an Deinen ersten Tag hier in Dortmund erinnern?
Gentenaar:"An den ersten Tag nicht, aber an das erste Training. Damals haben wir im Kreis gespielt, und ich wäre dabei beinahe verrückt geworden. Ich stand die ganze Zeit in der Mitte - das war schlimm. Die Mannschaft hat sich einen Spaß daraus gemacht und immer ´Willkommen in Deutschland, willkommen in Deutschland´ gerufen."
www.bvb.de:Trotz diverser Späße der Mannschaft: War der Wechsel zum BVB für Dich und Deine Karriere förderlich?
Gentenaar:"Auch im Nachhinein war es ein richtiger Schritt. Wenn ich in Nijmegen geblieben wäre, hätte ich wahrscheinlich nie ein Angebot von Ajax Amsterdam erhalten. Früher hieß es immer, ich würde sowieso nie den Verein wechseln. Aber beim BVB habe ich gezeigt, dass ich auch andere Herausforderungen annehmen und auch bei anderen Klubs bestehen kann."
www.bvb.de: "Eine neue Herausforderung" - ist das auch der Grund, warum Du wieder den Verein wechselst?
Gentenaar:"Im Prinzip schon, wobei die Rollen bei Ajax eigentlich ähnlich verteilt sind wie hier beim BVB. Ich bin die Nummer zwei hinter Maarten Stekelenburg. Aber ich werde probieren, dort mehr Spiele machen zu können. Leicht wird es aber nicht. Denn Maarten hat zuletzt sehr gute Leistungen gezeigt und fährt sogar mit zur Weltmeisterschaft."
www.bvb.de: Im Februar hast Du Deinen Wechsel verkündet. Hattest Du auch Anfragen aus der Bundesliga?
Gentenaar:"Nein, nur aus Holland."

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Dennis Gentenaar ist immer für einen Spaß zu haben.

www.bvb.de: Welche Ziele hast Du Dir noch mit Ajax gesetzt?
Gentenaar:"Fußballer-Karrieren sind kurz. Ich will unbedingt einmal einen Titel gewinnen. Mit Amsterdam rechne ich mir gute Chancen aus. Auch die Teilnahme an der Champions League wäre ein tolles Erlebnis."
www.bvb.de:Zurück zum BVB: Was sind Deine drei schönsten Erinnerungen an diese Saison?
Gentenaar:"Als erstes geht mir die Südtribüne durch den Kopf. Ich konnte mir diese Kulisse vor meinem ersten Einsatz ja 23 Mal von der Bank aus ansehen. Vor 25.000 Menschen im Tor zu stehen, war etwas unbeschreiblich Schönes. Als zweites fällt mir in diesem Zusammenhang auch mein erstes Bundesligaspiel für den BVB gegen Mainz ein. Das 1:1 war zwar nicht so toll, aber mit meinem Debüt war ich zufrieden."
www.bvb.de:Und Erinnerung Nummer drei?
Gentenaar:"Unser 4:2-Sieg in Hamburg. Ich habe zwar gar nicht im Tor gestanden, aber das war einfach ein wahnsinniges Fußballspiel. Wir haben geführt, lagen zurück und haben doch noch gewonnen. In diesem Spiel war alles drin."
www.bvb.de:Nach dem Erfolg in Hamburg durfte der BVB noch auf den UEFA-Cup hoffen. Nach dem 2:1 in Hannover ist zumindest noch der UI-Cup drin. Wie fällt Dein Saisonfazit aus?
Gentenaar:"Es war mehr für uns drin. Das ist schade. Aber wir mussten vielleicht auch die Quittung dafür zahlen, dass wir eine extrem junge Mannschaft haben. Es war von vornherein klar, dass die Konstanz nicht vorhanden ist und Rückschläge kommen würden. Und trotzdem: Wir hätten mehr erreichen können."
www.bvb.de:Wie beurteilst Du die Zukunft von Borussia Dortmund?
Gentenaar:"Die Perspektive ist sehr gut. Der BVB hat sehr viele junge und vor allem gute Spieler. Ich bin sicher: Die Aussichten für Borussia Dortmund sind mehr als gut." Das Gespräch führte Constantin Blaß

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