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Spielbericht

BVB-Damen überzeugen bei Heimsieg gegen Zwickau

Die Handballerinnen des BVB haben nach vierwöchiger Bundesliga-Pause am Samstagabend einen 35:28 (20:13)-Erfolg gegen BSV Sachsen Zwickau gefeiert.

Personalien: BVB-Coach Henk Groener musste auf Linksaußen Zoë Sprengers verzichten, die sich im Viertelfinal-Rückspiel der European League gegen Nantes eine Knochenprellung zugezogen hatte. Erstmals zum Einsatz in der Bundesliga kam die erst 16-jährige B-Jugendspielerin Lara Egeling.
Spielverlauf: 635 Fans bereiteten der Mannschaft einen lautstarken Empfang in der Halle Wellinghofen. Nach den tollen Auftritten im Europapokal ist der Zuschauerzuspruch bei den Heimspielen deutlich größer geworden als zu Beginn der Saison. Eine Kulisse, die auch die Gäste aus Zwickau anscheinend als Ansporn ansahen. Nach vier Spielminuten hieß es 4:3 für den BVB. Zwickau zeigte sich als ein Gegner, der spielerische Defizite mit kämpferischem Einsatz wettmachte.

Das gelang allerdings nicht auf Dauer. Als Lena Hausherr nach zwölf Minuten auf 7:5 erhöhte und kurz darauf Dana Bleckmann das 8:5 erzielte, schien der Bann gebrochen. Sicherlich auch ein Verdienst der ebenso konzentrierten wie zugreifenden BVB-Abwehr, die insbesondere die Slowenin Ema Hrvatin neutralisierte. Die 23-Jährige, normalerweise Dreh- und Angelpunkt und beste Torschützin ihres Teams, blieb nur eine Zuschauerrolle mit zwei Treffern im ersten Durchgang. Lisa Antl und Harma van Kreij im Innenblock lieferten großartige Arbeit ab.

Da der BVB nicht nachließ in seinen Bemühungen, ging es mit einem 20:13 in die Pause. Ein Zeichen für Henk Groener, allen Spielerinnen nach dem Seitenwechsel Einsatzzeiten zu geben. Zumal die zweite Halbzeit mit einem Schock für den BVB begonnen hatte: Keine zwei Minuten waren gespielt, da verletzte sich Kapitän Alina Grijseels an der linken Hand und wurde zur Behandlung in die Kabine gebracht. Unter Applaus der Fans verließ sie das Parkett.

Nach der Pause teilten sich Sophie Moth und Madita Kohorst die Zeit im Tor. Frida Rønning glänzte nach schöner Einzelleistung mit dem Treffer zum 21:13. Und auch Rechtsaußen Maraike Kusian nutzte das Vertrauen des Trainers und setzte sich mit drei Treffern in Szene. Haruno Sasaki erhöhte in der 40. Minute per Siebenmeter auf 25:15. Zehn Minuten später hieß es 29:21. Zoe Stens war es vorbehalten, mit dem Treffer zum 35:28-Endstand 60 Sekunden vor Abpfiff den guten Auftritt des BVB zu vollenden.

Trainer Henk Groener: „Das war wieder eine tolle Atmosphäre in der Halle. Im Verlauf der ersten Hälfte kamen wir immer besser ins Spiel. Die 20 Tore bis zur Pause waren die Grundlage zum Sieg. Danach haben wir zu viele leichte Fehler gemacht, hatten Probleme im Spiel Sieben-gegen-sechs. Insgesamt bin ich aber zufrieden, nach der kurzen Vorbereitungszeit einen guten Start in die Endphase der Saison gezeigt zu haben.“

Ausblick: Das Programm der kommenden Wochen hat es in sich. Nach der Aufgabe am kommenden Samstag (22. April) beim Schlusslicht Waiblingen warten die Spitzenspiele bei Verfolger TuS Metzingen (26. April) und gegen den Tabellenführer aus Bietigheim (29. April).

BVB Handball-Damen: Moth, ten Holte, Kohorst; Grijseels (4/2), Kusian (3), Antl (6), van Kreij (3), Ossenkopp (1), Sasaki (3/1), Olsson, Rønning (4), Stens (1), Hausherr (5), Egeling, Bleckmann (4), Garovic (1)

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