Menschenrechte in der Wertschöpfungskette
Der BVB berührt als einer der größten Arbeitgeber in der Region, als Leistungszentrum für Fußballer und Fußballerinnen, durch seine gesellschaftliche Strahlkraft sowie durch die zahlreichen geschäftlichen Beziehungen zu Geschäftspartnern viele Interessen. Durch die Komplexität mit Blick auf das geschäftliche, sportliche sowie gesellschaftliche Handeln kann es im Rahmen der Aktivitäten neben vielen positiven Auswirkungen auch zu negativen menschenrechtlichen Auswirkungen auf unterschiedliche Personengruppen kommen. Potenziell und tatsächlich können diese sowohl auf, neben und rund um den Platz als auch in den vor- und nachgelagerten Wertschöpfungsketten des BVB entstehen.
Es ist unser Anspruch, diese negativen Auswirkungen zu verhindern, zu vermeiden, zu minimieren und aktiv gegen jegliche Form der Diskriminierung sowie menschenverachtender Einstellung und Verhaltensweisen einzustehen. Dies gilt ebenso für jede Form von Gewalt, unabhängig ob sie körperlicher oder seelischer Art ist. In der Nachhaltigkeitsstrategie hat der BVB daher den Schutz der Menschenrechte seiner Anspruchsgruppen verankert.
Borussia Dortmund ist durch unmittelbare Tätigkeiten und vertragliche Beziehungen in einen rechtlich definierten Rahmen eingebunden, der der Wahrung und dem Schutz der Menschenrechte dient. Die wesentlichen menschenrechtlichen Risiken manifestieren sich vorrangig innerhalb der Lieferketten, etwa bei der Beschaffung von Trikots, Ausrüstung und Merchandising-Artikeln. In solchen Fällen kann nicht ausgeschlossen werden, dass Produktionsbedingungen nicht den internationalen Standards entsprechen. Besonders in Ländern mit schwachen Kontrollsystemen kann es zu Verletzungen grundlegender Rechte kommen.
Borussia Dortmund bekennt sich klar und deutlich zur Achtung der Menschenrechte. So fördert der BVB als Mitglied die zehn Prinzipien des UN Global Compact in den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung. Detailliert dokumentiert findet sich unsere Haltung insbesondere in der Grundsatzerklärung zu den Menschenrechten (Menschenrechtspolicy).
Neben den Grundsatzdokumenten helfen uns konkrete Maßnahmen und Meldewege dabei, Menschenrechte zu schützen und eine Verletzung dieser zu vermeiden.
Ausgewählte Maßnahmen
Interne Nutzung einer Lieferantenplattform mit Risikoanalysen zu Land und Branche sowie Tracking der Lieferanten.
GOTS-Zertifizierung der BVB Merchandising GmbH zur Schaffung von Transparenz im Sektor Baumwolle.
Risiko-Selbstauskünfte der Lieferanten sowie eine Guideline für nachhaltige Beschaffung.
Definierte Ablaufpläne im Falle der Identifikation einer Menschenrechtsverletzung.
Verweis auf das Hinweisgebersystem für alle Anliegen.