Matthias Röben, verantwortlich für Bildung und Persönlichkeitsentwicklung im NLZ, schaut sich die BVB-Spielerwand im Jugendhaus an.

Das BVB-Jugendhaus des Nachwuchsleistungszentrums

22 Hochbegabte Fußballer finden hier ein neues Zuhause

Sie kommen aus allen Ecken Deutschlands – und der Welt. Junge Fußballer, hochtalentiert, hochambitioniert. Sie alle verfolgen ein großes Ziel, sie wollen Fußball-Profi werden. Dafür verlassen sie ihre Familien und ihre Freunde.

Das moderne, bestens ausgestattete Jugendhaus im Nachwuchs-Leistungszentrum in Brackel ist das neue Zuhause von 22 hochbegabten Fußballern. Wenn die Jungs die Tür öffnen und mit dem hinteren Bein noch im Hausflur stehen, steht das vordere fast schon auf dem Trainingsplatz. Kurze Wege, den großen Traum, das große Ziel direkt vor Augen.

Doch sie leben nicht in einer Komfortzone. „Wir wollen keine kleinen Prinzen in bunten Fußballschuhen entwickeln“, sagt Geschäftsführer Sport Lars Ricken und verrät: „Es ist ein gehöriger Aufwand, den die Jungs betreiben müssen. Im Prinzip haben sie zwei Jobs: Fußball und Schule. Sie stehen oft um 6 Uhr auf und haben um 20.30 Uhr Feierabend – in der Regel fünfmal pro Woche. Das ist kein Spaß.“

In den letzten Jahren seit dem Bau des Jugendhauses haben sehr viele Jugendliche durchlaufen. Jedes Jahr ziehen einige aus, weil sie den Klub wechseln oder ein eigenes Zuhause gefunden haben. Jedes Jahr kommen neue Bewohner hinzu. Eine Patchwork-Familie auf Zeit. Eine Fußball-Zweckgemeinschaft. Vertrauen, Verlässlichkeit und gegenseitiger Respekt sind die Grundlage dieses Zusammenlebens. Damit eine solch große Gemeinschaft funktioniert, müssen Regeln her und Grenzen abgesteckt werden. 

Damit sie lernen, gegen Widerstände anzukämpfen, sich als Persönlichkeit zu entwickeln und Problemlösungen selbstständig anzugehen. Was ihnen dann auch auf dem Spielfeld zu Gute kommt. Bei den BVB-Pädagogen befinden sich die Jungs in besten Händen.