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BVB-Damen unterliegen Spitzenreiter Bietigheim
Die knapp 600 Zuschauer sahen einen BVB, der endlich mal wieder so auftrat, wie es sich Trainer André Fuhr gewünscht hatte. Kämpferisch, voll engagiert, in der Abwehr aggressiv. Der Stachel der drei vorangegangenen Niederlagen gegen Bietigheim saß offensichtlich tief. Nach zehn Minuten stand es 4:4 - ein absolut offener Schlagabtausch zweier gleichwertiger Mannschaften.
Doch Schwächen darf man sich gegen eine solch professionell und individuell stark besetzte Mannschaft wie Bietigheim nicht erlauben. Zwei, drei leichtsinnige Fehler und schon lagen die Gäste mit 8:4 (16.) in Front. Fuhr nahm seine erste Auszeit. Die Partie wurde in der Folge zusehends hektischer und härter. Besonders BVB-Kapitänin Alina Grijseels wurde wenig zimperlich angegangen. Fuhr sah sich genötigt, beim Stand von 6:12 (22.) seine zweite Auszeit zu nehmen. Die Probleme im Positionsangriff blieben jedoch. Bietigheim zog auf 14:9 und auf 16:9 zur Pause davon.
Im zweiten Durchgang drehte der BVB auf und verkürzte durch Zschocke, Rønning und Abdulla schnell auf 13:16 (34.), konnte jedoch nicht verhindern, dass sich Bietigheim in der Folge Tor um Tor absetzte und am Ende mit 32:24 dominierte. Wieder waren es überflüssige Fehler, mit denen sich der BVB selbst um den Lohn der Anstrengung brachte. Pech hatte in der Schlussphase Torfrau Madita Kohorst, die sich bei einer Parade (54.) schwer verletzte und vom Parkett musste.
"Ich denke, wir haben zwei gute Mannschaften gesehen, bei der eine noch etwas besser war. Wir haben ein ordentliches Spiel in einer großartigen Atmosphäre gezeigt und weniger Respekt gehabt als im Hinspiel. Schade, dass wir einige Chancen im Überzahlspiel nicht genutzt haben", kommentierte BVB-Coach André Fuhr die hochklassige Partie.
Und die knapp 600 Zuschauer in der Halle Wellinghofen bedankten sich auf ihre Weise für die tolle Vorstellung. Der Applaus wollte nach Spielschluss einfach nicht enden. Die Handballerinnen des BVB erwiesen sich als würdiger Gegner für das Topteam der Liga.
BVB: Kohorst, ten Holte; Grijseels (6/1), Zschocke (3), Sando, van Zijl (2), Moreno (2), Abdulla (4), Gutiérrez Bermejo, Freriks (1), Sasaki, van der Heijden (1), Rønning (5/4), Nordberg, Uscinowicz