Stage Image Alternative Text

Nachricht

Start in die U19-Nachwuchsliga – große Spiele, spannende Gegner

Mit dem schweren Auswärtsspiel in Leipzig startet Borussia Dortmunds U19 am Samstag (01.02.) in die Premierensaison der Hauptrunde der DFB-Nachwuchsliga. 

Ziel des Teams um Kapitän Robin Lisewski ist die Qualifikation für die K.o.-Spiele um die Deutsche Meisterschaft. Dafür müsste der BVB in der Gruppe D (Gegner: Leipzig, Karlsruher SC, Union Berlin, FSV Mainz 05, SpVgg Unterhaching) einen der ersten vier Plätze belegen. 

Die Deutsche Meisterschaft wird erstmals in diesem Modus ausgespielt, nachdem 21 Jahre lang vier A-Junioren-Bundesligen der Endrunde vorgeschaltet waren. Die Liga-Reform gehört zu den wichtigsten strategischen Veränderungen, die der frühere BVB-Nachwuchstrainer Hannes Wolf in seiner Funktion als DFB-Direktor Nachwuchs, Training und Entwicklung angestoßen hat.

Ab dem kommenden Wochenende spielen 24 Mannschaften, die über acht Vorrundengruppen in die Liga A eingezogen sind, in vier Gruppen die 16 Teilnehmer an der einfachen K.o.-Runde zur Deutschen Meisterschaft aus. Auf die Dortmunder Jungs warten weite Fahrten und spannende Duelle zum Teil gegen Mannschaften, auf die noch nie ein BVB-U19-Team in einem Pflichtspiel getroffen ist (Karlsruhe, Union Berlin, Unterhaching). Das sind Borussias  Gegner:

  • Leipzig (Hinspiel 1. Februar, 12 Uhr; Rückspiel in Dortmund 9. März, 11 Uhr)

Die von Sebastian Heidinger trainierten Sachsen belegten in der Vorrundengruppe B den zweiten Platz hinter dem Chemnitzer FC, aber vor Top-Favorit Hertha BSC Berlin. Die Mannschaft zeichnet eine stabile Defensive aus. Bekanntester Spieler ist Angreifer Robert Ramsak, der mit der deutschen U17-Nationalmannschaft Europa- und Weltmeister geworden ist. Weitere aktuelle DFB-Nationalspieler sind Nuha Jatta (U 19) sowie Fernando Dickes und Viggo Gebel (U 18). Die Leipziger belegten in der Tabelle der UEFA Youth League mit nur einem Sieg gegen den FC Liverpool (3:1) Rang 32 und schieden aus.

  • Karlsruher SC (Hinspiel in Dortmund Samstag, 8. Februar, 11 Uhr; Rückspiel 23. März, 11 Uhr)

Die größte Überraschung der stark besetzten Vorrundengruppe D: Denn die U19 des Zweitligisten sicherte sich den ersten Platz überlegen mit 35 Punkten und 42:11 Toren vor Eintracht Frankfurt (28 Punkte) sowie dem ebenfalls hoch eingeschätzten FSV Mainz 05 (26). „Dieser Jahrgang hat im vergangenen Jahr schon in der Rückrunde der Bundesliga Süd neun von 13 Spielen gewonnen und gemerkt, dass er als Jung-Jahrgang erfahrenere Mannschaften besiegen kann“, erklärt Trainer Ralf Kettemann den Erfolg seines sehr homogenen Kaders. Der KSC zog mit Siegen über Bayern München, Hertha BSC und Union Berlin zudem ins Halbfinale des DFB-Vereinspokals ein. Herausragende Spieler sind die Stürmer Fanol Lutolli (10 Liga-Tore) und Louey Farhat (9), dazu der schon in der 2. Bundesliga eingesetzte Verteidiger Rafael Pedrosa und U19-Nationalspieler Mateo Kritzer.

  • Union Berlin (Hinspiel 16. Februar, 12 Uhr; Rückspiel in Dortmund 30. März, 11 Uhr)

Die „Eisernen“ haben sich in der Vorrundengruppe D nur dem VfL Wolfsburg (31 Punkte) geschlagen geben müssen und belegten mit 27 Zählern Platz zwei vor dem Hamburger SV (23). Trainer Marco Grote (früher u. a. Werder Bremen, VfL Osnabrück) hat ein körperlich robustes Team mit einigen herausragenden Individualisten zusammengestellt, wie DFB-Nationalspieler Levi Prince Asanji, der in der Vorrunde mit sieben Treffern Unions erfolgreichster Torschütze war. 

  • FSV Mainz 05 (Hinspiel 22. Februar, 12 Uhr; Rückspiel in Dortmund 6. April)

Keine guten Erinnerungen hat der BVB an die Rheinhessen, die 2023 das Finale um die Deutsche Meisterschaft mit 4:2 nach Verlängerung gewannen. Damals saß noch Borussias Ex-Trainer Benjamin Hoffmann auf der Mainzer Bank, heute trainiert er die U23. Sein Nachfolger, der frühere Mainzer Profi Jan Kirchhoff, führte die neuformierte Mannschaft in der Vorrundengruppe D auf den dritten Platz hinter Karlsruhe und Frankfurt. Im Kader stehen in Raul König und Luke Rahmann zwei ehemalige Dortmunder Jugendspieler. Vor Beginn der Winterpause setzten die Mainzer mit dem 3:1-Sieg bei Eintracht Frankfurt noch ein Ausrufezeichen.

  • SpVgg Unterhaching (Hinspiel in Dortmund 9. März; Rückspiel 12. April, 13 Uhr)

An Bayern München, dem überlegenen Sieger der Vorrundengruppe G, gab es für die Hachinger kein Vorbeikommen, aber den zweiten Platz vor dem großen Rivalen München 1860 haben sie als Prestige-Erfolg gefeiert. Die beiden Duelle gegen die „Löwen“ entschieden sie zudem mit 2:1 und 3:0 für sich. Trainer Andreas Haidl verfügt über einen ausgeglichen, schwer zu spielenden und taktisch bestens geschulten Kader. Erfolgreichster Torschütze ist Cornelius Pfeiffer, der in der Vorrunde acht der insgesamt 31 Unterhachinger Tore erzielte. Den Grundstein zum Aufstieg der U19 hatte der heutige Co-Bundestrainer Sandro Wagner gelegt, der 2021 in der Nachwuchsabteilung der Münchner Vorstädter seine Trainer-Karriere startete. 

(wiwi)

Weitere News