Evgeny Fadeev

Vorbericht

Tischtennis: BVB-Team hofft auf Abschlussbelohnung

Borussia Dortmund setzt in der Tischtennis-Bundesliga zum Endspurt an: Zum Abschluss der regulären Saison mit zwei Spielen binnen vier Tagen gastieren die derzeit siebtplatzierten Schwarzgelben zunächst am Donnerstag (18:30 Uhr, live bei Dyn) beim Tabellennachbarn TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell, der punktgleich auf Rang sechs liegt. Vier Tage später will das BVB-Team sich in heimischer Halle am Sonntag (15 Uhr, zu den Tickets, live bei Dyn) gegen den Post SV Mühlhausen erfolgreich von seinen Fans in die Sommerpause verabschieden.

Ausgangslage
Dortmunds Bilanz von schon neun Siegen und damit drei Erfolgen mehr als beim achten Rang in der Vorsaison kann sich sehen lassen. Die bereits erfreuliche Verbesserung will die Mannschaft von Trainer Evgeny Fadeev im Idealfall durch eine Platzierung in der oberen Hälfte der Abschlusstabelle auch sichtbar machen. „Wir können schon sagen, dass wir zufrieden sind, aber es macht uns als Mannschaft aus, dass wir bis zum Schluss so viele Spiele wie möglich gewinnen möchten und mindestens versuchen, in der Tabelle noch etwas höher zu klettern“, verdeutlicht Fadeev die Haltung seines Kaders auf der Zielgeraden der Saison.

Für die beiden Positionen hinter den schon feststehenden Final4-Teilnehmern kommen außer den Schwarzgelben (18:22 Punkte) vor den beiden letzten Spielrunden noch besonders die als Meister schon entthronten TTF Liebherr Ochsenhausen (20:20), Fulda (18:22) sowie als Außenseiter Mühlhausen und der TTC Zugbrücke Grenzau (beide 16:24) in Betracht.

Personal
Vor der Reise nach Fulda steht im BVB-Kader ein Fragezeichen hinter Kristian Karlsson. Der Schwede kehrte mit Schmerzen an der Hüfte von seiner Teilnahme am WTT-Contender-Turnier aus dem chinesischen Taiyuan zurück. 

„Er sagte zu Wochenbeginn, dass es für das Spiel in Fulda nicht so gut aussieht. Seine Sorge ist, dass die Verletzung an der Hüfte aus dem vorigen Sommer wieder aufgebrochen ist“, berichtete Fadeev. 

Abgesehen von Karlsson stehen alle weiteren Spieler zur Verfügung, sodass Fadeev durchaus noch taktische Variationsmöglichkeiten besitzt. „Bis Donnerstag ist noch etwas Zeit, und wenn sich absehen lässt, mit welcher Aufstellung Fulda spielen will, werden wir unsere für das Spiel bestmögliche Mannschaft in die Box schicken“, betont der BVB-Coach seine Optionen.

Gegner 
Für Fulda-Maberzell ist die Saison ernüchternd verlaufen. Zum zweiten Mal nacheinander hatten die Osthessen kräftig für ihre erste Endrunden-Teilnahme seit 2022 investiert, verpassten das Ziel aber noch klarer. Scheiterte Fulda vor Jahresfrist im Play-off-Rennen nach der Verpflichtung von Altmeister Dimitrij Ovtcharov und des Taiwaners Kao Cheng-Jui nur knapp, war das Rennen um einen Final4-Platz in der laufenden Saison für den dreimaligen Vizemeister trotz der zusätzlichen Verpflichtung des dänischen Ex-Doppeleuropameisters Jonathan Groth schon sehr früh gelaufen. 

Das Team des deutschen Abwehr-Virtuosen Ruwen Filus hatte allerdings auch mit vielen Verletzungsproblemen zu kämpfen. Besonders Kaos Ausfall für die komplette Spielzeit durchkreuzte nahezu Fuldas sämtliche Planungen für Personalrochaden auf dem Weg ins Final4. Auch Groth erwies sich als verletzungsanfällig. Angesichts geschwundener Final4-Chancen verzichtete Fulda in der Rückrunde auch schon überwiegend auf weitere Ovtcharov-Einsätze. Dennoch ist für das Duell mit dem BVB nicht auszuschließen, dass der zweimalige Olympia-Dritte in Fuldas letztem Heimspiel der Saison noch einmal vor den eigenen Fans aufschlägt. 

Besondere Herausforderung
Fulda, das aufgrund von Niederlagen in allen seinen sieben bisherigen Endspielen (dreimal TTBL-Finale und viermal Pokalfinale) mit dem Ruf als „ewiger Zweiter“ leben muss, stellt für die Borussia eine besondere Herausforderung dar: Ovtcharov und Co. sind neben Werder Bremen die einzige Mannschaft im Oberhaus, gegen die Dortmund noch keine Begegnung gewinnen konnte. „Es wäre natürlich schön, wenn wir in der Schlussphase der Saison noch ein Zeichen setzen könnten und nun auch erstmals gegen Fulda gewinnen würden“, beschreibt Fadeev einen „speziellen Ansporn“.

Die Chancen auf ein Ende ihrer Negativserie gegen den TTC könnten für Fadeevs Mannschaft schlechter stehen: Fulda musste sich zuletzt viermal nacheinander in eigener Halle geschlagen geben.

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