Alieke van Maurik dreht jubelnd ab.

Vorbericht

Handballerinnen fordern Bensheim im Halbfinale um die Meisterschaft

Drei Wochen nach dem letzten Hauptrundenspiel gegen die HSG Blomberg-Lippe starten die Handballerinnen von Borussia Dortmund am Samstag in die Play-offs der Alsco Handball Bundesliga Frauen. Gegner ist die HSG Bensheim/Auerbach. Das erste Halbfinale findet in der Halle Wellinghofen (Anwurf 19 Uhr, zu den Tickets) statt und wird live von sporteurope.tv und bei Dyn übertragen. Das Rückspiel ist für Samstag, 2. Mai (18 Uhr), in Bensheim terminiert.

Ausgangslage
Die beiden jüngsten Aufeinandertreffen gewann der BVB: in der Liga mit 31:23, das Endspiel im DHB-Pokal mit 30:25. Lediglich das Hinrundenspiel in Bensheim ging mit 32:38 verloren. Die Hauptrunde schloss der BVB mit einem Punktekonto von 35:5 als Tabellenzweiter ab, Bensheim/Auerbach kam auf eine Bilanz von 28:12 Zählern und belegt Platz vier. Die Vorbereitung auf das erste Halbfinale verlief laut Borussen-Coach Henk Groener ohne Probleme: „Wir hatten etwas mehr Zeit als zuletzt während der Hauptrunde, als wir auch noch in den Play-offs der EHF Champions League vertreten waren.“

Die Stimmung in der Mannschaft sei gut: „Wir haben zweimal hintereinander gezeigt, dass wir Bensheim schlagen können. Aber dennoch fangen wir wieder bei null an. Das sind die Play-offs und beide Mannschaften werden alles geben, um zu gewinnen. Unser Sieg im Final4 spielt keine Rolle mehr. Dieser Wettbewerb ist vorbei, jetzt beginnen die Play-offs mit völlig anderen Voraussetzungen.“ Laut Groener gibt es in dem Duell keinen Favoriten: „Es ist eine Partie mit komplett offenem Ausgang. Bensheim stand schließlich nicht umsonst im Pokalfinale.“

Personal
Ausgerechnet in der wichtigsten Phase der Saison hat es Sarah Wachter erwischt, die sich im Final4 an der Hüfte verletzt hat. Seit mehr als einem Monat ist die BVB-Torfrau damit außer Gefecht und wird es auch im Hinspiel gegen Bensheim/Auerbach bleiben. „Vielleicht schafft Sarah es ja, für das Rückspiel fit zu sein. Aber auch das ist fraglich“, sagt Henk Groener. Weiterhin fallen Lois Abbingh und Lena Hausherr aus. Bei Lara Müller geht es dagegen langsam aufwärts. Nachdem bei ihr die Fäden an ihrer operierten Hand gezogen wurden, beginnt sie wieder vorsichtig mit dem Training.

Alina Grijseels dribbelt den Ball.

Gegner
Nina Engel war neben Rechtsaußen Jule Polsz mit vier Treffern erfolgreichste Werferin im DHB-Endspiel. Daneben sind auch die Rückraumspielerinnen Lena Degenhardt, Mareike Thomaier und Lucie Kretzschmar sowie Amelie Berger auf Rechtsaußen zu beachten. Stärken sieht Henk Groener auch in der Abwehr der Hessinnen mit der erfahrenen Meike Schmelzer und Torfrau Vanessa Fehr. Im Gegensatz zum Final4 im DHB-Pokal kann HSG-Trainerin Ilka Fickinger am Samstag im ersten Halbfinale auf Mareike Thomaier zurückgreifen. 

Drei Spielerinnen der HSG Bensheim/Auerbach
haben einen Bezug zum BVB. Lena Degenhardt hatte Dortmund nach zwei Jahren in Schwarzgelb erst im Sommer des vergangenen Jahres verlassen und war über den Umweg HB Ludwigsburg nach Bensheim gelangt. Degenhardt sieht den BVB aufgrund der Breite im Kader leicht favorisiert. Ebenso wie Degenhardt hatte sich auch Amelie Berger einen Kreuzbandriss während ihrer Dortmunder Zeit zugezogen. Berger wechselte im Herbst 2022 nach Bensheim. Dort steht auch Mareike Thomaier noch unter Vertrag. Im Sommer schließt sich die Rückraum-Mitte-Spielerin dem BVB an.

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