Danylo Krevsun kämpft mit einem Bocholter Spieler um den Ball.

Vorbericht

Rotation als Erfolgsfaktor: U23 will Serie ausbauen

Ungeachtet der anhaltenden Terminhatz mit mehreren englischen Wochen befindet sich die U23 weiterhin in beachtlicher Form. Sechs Siege aus den vergangenen sieben Spielen haben das Team auf den dritten Platz der Regionalliga West geführt – eine Bilanz, die Selbstvertrauen für die nächste Aufgabe gibt. Am Sonntag (26.4., 14 Uhr, live auf LEAGUES) geht es auswärts gegen den 1. FC Bocholt.

Ausgangslage
Viel Zeit, den hart erkämpften 2:1-Erfolg am Mittwoch in Velbert zu genießen, bleibt der U23 nicht. Nur vier Tage später steht in Bocholt bereits das sechste Spiel innerhalb von drei Wochen an. Angesichts dieser hohen Belastung setzt Trainer Daniel Rios konsequent auf Rotation und veränderte in Velbert die Startelf gleich auf sechs Positionen. „Die Mannschaft ist bereit, diese Situation anzunehmen und mitzugehen. Das ist ein Grund dafür, warum wir die vergangenen Wochen so gut gemeistert haben“, betont Rios. Besonders hebt er den hohen Trainingseinsatz und die starke Wirkung der Einwechselspieler hervor. Die überzeugende Rückrunde – nur Spitzenreiter Fortuna Köln sammelte seit der Winterpause zwei Punkte mehr – sieht er als klares Zeichen für die „positive Entwicklung von Team und Spielern“.

Personal 
Im Vergleich zur Partie in Velbert kann Rios wieder auf zwei Stammkräfte zurückgreifen. Mittelfeldspieler Michael Eberwein kehrt nach der Geburt seiner Tochter in den Kader zurück. Auch Innenverteidiger Elias Benkara macht gesundheitliche Fortschritte: „Er ist auf einem guten Weg und wieder eine Option“, so Rios. Weiterhin ausfallen werden die Rekonvaleszenten Ismael Mansaray und Mussa Kaba. Inwieweit die Startelf erneut verändert wird, hängt für den Trainer nicht nur von der hohen Belastung, sondern auch von den Eindrücken aus dem Training ab: „Die Jungs präsentieren sich in den Einheiten sehr gut und haben sich ihre Einsätze verdient. Wäre das nicht der Fall, würden wir weniger rotieren.“

Gegner
Für den 1. FC Bocholt verlief die Saison bisher durchwachsen. Das vor dem Ligastart  in einer Trainerumfrage als Aufstiegsfavorit gehandelte Team rangiert auf Platz 14. Zuletzt schwächelten die „Schwatten“ vor allem bei Heimspielen: Im Stadion am Hünting gab es in den vergangenen acht Partien nur einen Sieg.  Auch die jüngsten Ergebnisse (0:4 gegen Rödinghausen, 2:3 gegen Bochum II) zeigen eine negative Tendenz. Dennoch warnt Rios davor, den Gegner zu unterschätzen. Im Hinspiel Anfang November setzte sich Bocholt mit 2:1 in Dortmund durch. „Vom Potenzial her gehört diese Mannschaft weiter nach oben. Wir sollten nicht auf ihre Platzierung, sondern auf ihre Qualität schauen“, warnt Rios. 

Filippo Mane hat den Ball am Fuß.

Comeback
Filippo Mane wurde zuletzt im Dortmunder Bundesliga-Team eingesetzt, feierte aber in Velbert sein Comeback in der U23. Für den 21-jährigen Abwehrspieler endete damit eine mehrmonatige Verletzungspause. „Er hat wieder trainiert, ist wieder im Rhythmus und sollte Spielminuten sammeln“, so Rios. Wie geplant wurde der italienische U21-Nationalspieler zur Halbzeit ausgewechselt. Er hatte sich Anfang Februar im Heimspiel der Profis gegen Heidenheim eine Muskelverletzung zugezogen. Der U23-Coach zeigte sich zufrieden: „Filippo war in den Zweikämpfen präsent und wollte Verantwortung übernehmen.“

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