Nachricht
Trainer, Spielerinnen, Physiotherapeut: Neun Verabschiedungen bei den BVB-Handball-Damen
Für gleich zwei Spielerinnen bedeutete dieser Moment nicht nur den Abschied vom BVB, sondern auch das Ende ihrer langen und erfolgreichen Handballkarrieren. Sowohl Lois Abbingh als auch Melinda Szikora werden nach dieser Saison ihre Handballschuhe an den Nagel hängen. Lois Abbingh hatte sich im Februar 2025 dem BVB angeschlossen, nachdem sich ihr vorheriger Verein Vipers Kristiansand vom Spielbetrieb abmelden musste. Auf der Zielgeraden der vergangenen Saison zeigte sie ihr Spielverständnis und ihre Erfahrung. In der aktuellen Spielzeit kam die 33-Jährige jedoch nur in wenigen Spielen zum Einsatz. Aufgrund einer Knieverletzung wird sie auch in den verbleibenden Partien nicht mehr auf dem Feld stehen.
Torhüterin Melinda Szikora wechselte im Sommer 2025 zum BVB und zeichnete sich in der laufenden Saison durch mehrere wichtige Paraden aus. Im Gespann mit Sarah Wachter war sie ein wichtiger Rückhalt für das schwarzgelbe Team und hatte großen Anteil am Pokalsieg im März 2026.
Für die Französin Deborah Lassource geht es nach zwei Jahren wieder zurück in ihre Heimat. Zur kommenden Saison wird sie sich JDA Bourgogne Dijon Handball anschließen. „Ich hatte eine großartige Zeit in Dortmund und bin sehr dankbar für die Möglichkeit, das BVB-Trikot tragen zu dürfen“, erklärt sie.
In Maraike Kusian verlässt eine junge Spielerin den BVB, die sich dem Ligakonkurrenten TuS Metzingen anschließen wird. Kusian gehört seit 2022 zu Borussia Dortmund und hat hier ihre ersten Schritte im Profibereich gemacht.
Ebenfalls den BVB verlassen wird die Norwegerin Guro Husebø. Die 24-Jährige spielt seit 2024 für den Verein und übernahm nach der Verletzung von Lena Hausherr zunehmend Verantwortung auf der linken Außenbahn. Ab Sommer wird sie für den dänischen Klub Ajax København auflaufen.
Nachwuchsspielerin Lara Müller wechselt vom BVB zum Ligakonkurrenten VfL Oldenburg. Die 19-Jährige hat beim BVB den Sprung aus dem Nachwuchsbereich in den Profisport geschafft und wird nun weitere Erfahrungen in der Bundesliga sammeln. In der laufenden Spielzeit wurde sie jedoch von verschiedenen Verletzungen ausgebremst und kam bislang nur zu einem Einsatz.
Nach drei Jahren steht der Abschied von BVB-Trainer Henk Groener bevor. Die Fans würdigten seine Arbeit und stimmten Gesänge an. „Danke für die Gelegenheit, hier bei Borussia Dortmund arbeiten zu dürfen. Nach dreieinhalb Jahren kann ich auch verstehen, warum die Leute sagen: nur der BVB“, so Groener bei seiner Verabschiedung. Der 65-Jährige kehrt nun zum niederländischen Verband zurück.
Zwar haben die Verabschiedungen bereits stattgefunden, doch alle haben noch ein großes Ziel im Blick: Nach dem DHB-Pokalsieg wollen die Handballerinnen die Saison mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft krönen. Am Samstag kommt es zum zweiten Aufeinandertreffen mit Bensheim/Auerbach. Sollte der BVB auch das zweite Duell gewinnen, würde der BVB ins Finale einziehen. Im anderen Halbfinale hat die HSG Blomberg-Lippe das erste Duell gegen den Thüringer HC gewonnen.