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21.05.24

Sonstige

U19 kann das „Nachwuchs-Double“ perfekt machen

Borussias U17 hat vorgelegt, der ältere Jahrgang kann am 30. Mai (Anstoß 15:30 Uhr) im Niederrheinstadion Oberhausen nachziehen: Sollte die U19 das Finale um die Deutsche A-Juniorenmeisterschaft gegen die TSG Hoffenheim erfolgreich gestalten, würde sich der BVB als bisher einziger Verein in Deutschland mit dem „Nachwuchs-Double“ krönen.

Bereits vor fünf Jahren hatte sich den Schwarzgelben diese Möglichkeit eröffnet. 2019 holte sich Borussia den Titel bei den A-Junioren (5:3 gegen den VfB Stuttgart), die favorisierte U17 indes verlor das Endspiel gegen den 1. FC Köln mit 2:3. In der aktuellen Saison stürmte die U17 überraschend auf den Meisterthron, dieses Mal sieht sich die U19 vor dem Endspiel im Niederrheinstadion in der Außenseiterrolle.

„Hoffenheim hat einen Ausnahmekader mit großartigen Individualisten und ist leichter Favorit“, sagt Trainer Mike Tullberg. Sein Kollege, der ehemalige BVB-Profi Oliver Kirch von Borussia Mönchengladbach, behauptete nach zwei deutlichen Halbfinal-Niederlagen (2:6, 0:4) gegen die TSG: „Wir sind gegen das beste U19-Team Deutschlands ausgeschieden.“

Allerdings hatte man dem BVB auch nach dem 2:2 im Hinspiel gegen Hertha BSC deutlich weniger Chancen eingeräumt als den Berlinern. Mike Tullberg verriet, dass er mit seinem Trainer-Team lange Abende verbracht hat, um taktisch auf die personell mit Jung-Profis und Regionalliga-Spielern verstärkten Berliner zu reagieren: „Der Plan war es, sie mit einem 4-4-2-System mit Raute zu überraschen. Das hat weitgehend funktioniert, obwohl wir in der ersten Halbzeit unsere Chancen nicht genutzt haben und in der Schlussphase kämpfen und leiden mussten.“

Die Mannschaft hat sich am Ende mit dem 5:4-Sieg im Elfmeterschießen belohnt. „Wahnsinn! Wir sind dreimal in Folge Westdeutscher Meister geworden und stehen zum dritten Mal hintereinander im Endspiel um die Deutsche Meisterschaft. Das ist ein Riesen-Erfolg für das gesamte Nachwuchs-Leistungszentrum und alle NLZ-Trainer, die diese Jungs ausgebildet haben“, betont Tullberg.

Im Finale, für das dem Westmeister das Heimrecht zugelost worden war und das wegen der Vorbereitungen zur Europameisterschaft nicht im SIGNAL IDUNA PARK oder im Stadion Rote Erde stattfinden kann, erwartet er einen völlig anders strukturierten Gegner. Hoffenheims Qualitäten bekam seine Mannschaft bei der 0:6-Niederlage in der ersten DFB-Pokalrunde zu spüren, als die Borussen klassisch ausgekontert wurden: „Hertha spielt kontrollierten Ballbesitzfußball, Hoffenheim definiert sich über Pressing- und Umschaltspiel.“ Darauf wird er seine Mannschaft nun gezielt einstellen und mit seinen Trainer-Kollegen die passende Strategie entwerfen.

Samstag im Westfalenpokal gegen Schalke

Tullberg zeigt deshalb wenig Verständnis für die Terminierung der restlichen Runden im Westfalenpokal. Das eigentlich für April angesetzte Viertelfinalspiel gegen Schalke 04 findet nun am Samstag, 25. Mai, im Nachwuchs-Leistungszentrum statt (Anstoß 11 Uhr). Sollte der BVB ins Halbfinale einziehen, müsste er am 28. Mai beim FC Iserlohn antreten – zwei Tage vor dem Finale um die Deutsche Meisterschaft. „Bei allem Respekt vor dem Wettbewerb und unserem Gegner, aber ich werde fast ausschließlich Spieler nominieren, die zuletzt wenig Einsatzzeiten hatten“, erklärt Tullberg und fügt hinzu: „Sollten wir weiterkommen, können wir das Halbfinale in Iserlohn nur mit der U17 bestreiten.“

Denn das Finale um die Deutsche Meisterschaft genießt absolute Priorität. „Wir fühlen uns wohl in der Rolle des Underdogs. Und in einem einzigen Spiel ist vieles möglich“, sagt Tullberg. 

wiwi

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