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Vorbericht

U19 Außenseiter gegen Real: „Haben nichts zu verlieren“

Die schwarzgelben Fußball-Talente bereiten sich auf ein Highlight ihrer jungen Karriere vor: Borussia Dortmunds U19 gastiert am Dienstag in der UEFA Youth League im Estadio Alfredo Di Stefano bei Real Madrid (22.10., 16 Uhr, live bei BVB-TV).

„Das wird für unsere junge Mannschaft ein Erlebnis und eine große sportliche Herausforderung. Real stellt auch im Juniorenbereich eine europäische Ausnahme-Mannschaft", sagt Trainer Mike Tullberg. Mit vier Punkten aus den ersten beiden Partien gegen Cub Brügge (1:1) und Celtic Glasgow (4:0) liegen seine Jungs voll im Plan in Richtung Sechzehntelfinale und auf Rang neun der Tabelle. Die „Königlichen“ aus der spanischen Metropole mussten nach dem 1:0-Auftaktsieg gegen den VfB Stuttgart eine überraschende 1:2-Niederlage beim OSC Lille hinnehmen und befinden sich auf dem 20. Tabellenplatz. Beide Teams treffen in der Youth League zum sechsten Mal aufeinander, die Bilanz ist ausgeglichen: zwei Siege – ein Unentschieden – zwei Niederlagen, 11:11 Tore. 

„Madrid will in dieser Saison unbedingt die UEFA Youth League gewinnen“, weiß Tullberg und hat sich mit VfB Stuttgarts U19-Trainer Nico Willig ausgetauscht. „Er hat mir von einem Klassenunterschied im Spiel bei Real berichtet“, verrät der BVB-Coach. Die Niederlage „gegen ein ganz starkes Lille“ sei ein Ausrutscher gewesen. Die Spanier nehmen das Duell mit den Schwarzgelben enorm wichtig und haben am Wochenende im Punktspiel gegen Fuenlabrada ihre komplette Stamm-Mannschaft geschont. In der Meisterschafts-Runde gewannen sie bisher alle sieben Spiele mit einem Torverhältnis von 26:4.

Mike Tullberg wiederum bastelt an einer Formation, die Madrid Paroli bieten kann. Stolz verweist er auf den Fakt, dass Borussia Dortmund im bisherigen Verlauf der neuen DFB-Nachwuchsliga mit einem Durchschnittsalter von 16,8 Jahren die jüngste aller teilnehmenden U19-Mannschaften gestellt hat, in der UEFA Youth League belegt der BVB in diesem Tableau Rang fünf. „Aber es geht auch darum, auf internationalem Niveau Qualität auf dem Platz zu haben. Trotz der sehr positiven Gesamt-Entwicklung fehlt es uns noch an Stabilität“, merkt er an. 

UEFA-Reglement bereitet Probleme

Seine Youngsters hatten beim 3:3 im Derby gegen Schalke 04 besonders in der ersten Halbzeit ihr außergewöhnliches fußballerisches Talent aufblitzen lassen, aber mit vermeidbaren Fehlern auch eine 3:1-Führung hergegeben und Lehrgeld bezahlt. Deshalb hofft Mike Tullberg auf die eine oder andere Verstärkung „von oben“, was abhängen wird von der Zusammenstellung des Spieltags-Kader der Profis, für die zuletzt Almugera Kabar, Cole Campbell und Kjell Wätjen nominiert worden waren. Am ehesten kann er mit Abwehrchef Filippo Mane rechnen.

Erschwerend für die U19 kommt hinzu, dass laut UEFA-Reglement 14 Kader-Plätze exklusiv für Spieler bestimmt sind, die dem Verein seit mindestens zwei Jahren angehören. Was bedeutet, dass Tullberg einige Jungs, die in dieser Zeit zum BVB gewechselt sind, (u. a. Luca Reggiani, Samuele Inacio, Thierry Tidjeu-Tazemeta, Taycan Ectibasi, Nick Cherny, Mathis Albert, Luca Riedl, Ousmane Diallo, Pharell Kegni) nicht mal auf die Bank setzen darf.

„Das macht es nicht leichter, zumal wir mit Paris Brunner, Charles Herrmann oder Fritz Fleck auch von uns ausgebildete Spieler verloren haben. Wir sind krasser Außenseiter, haben nichts zu verlieren und fliegen guten Mutes nach Madrid. Denn gerade in der Youth League haben wir schon einige Male positiv überrascht", gibt sich Tullberg kämpferisch.

Das Schiedsrichtergespann kommt aus Polen und wird angeführt von Damian Kos.

(wiwi)

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