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Interview

„… dann kann das eine richtig gute Saison werden“ – Medienrunde mit Schlotterbeck

Nach dem ersten Bundesliga-Spiel der Saison gegen Eintracht Frankfurt hat sich Abwehrspieler Nico Schlotterbeck den Fragen der Journalisten gestellt – und über das Spiel, seine neue Rolle als Linksverteidiger und die Saisonziele gesprochen.

Nico Schlotterbeck über das Spiel gegen Frankfurt:
„Die erste halbe Stunde war ein bisschen zerfahren. Frankfurt hatte viele Standards, und dann sind wir nicht so gut ins Spiel gekommen. Aber ab der dreißigsten Minute hatten wir das Spiel komplett unter Kontrolle. Sie hatten dann noch diese eine Großchance, aber alles in allem war es ein verdienter Sieg. Im ersten Saisonspiel weißt du nie, wo du genau stehst. Aber wir haben schon gute Ansätze gezeigt, wie wir dieses Jahr auftreten wollen, und deswegen sind wir auf jeden Fall zufrieden, mit dem Sieg in die Saison gestartet zu sein.“

… seine Rolle als Linksverteidiger:
„Ich habe auf der Außenverteidigerposition verteidigt, das ist etwas komplett anderes. Man hat mehr Zweikämpfe als sonst geführt. Es ist natürlich eine andere Position, ich muss mich umstellen, aber es hat Spaß gemacht. Ich hatte viele Aktionen, die Jungs haben mir den Ball häufig gegeben, haben mir vertraut, deswegen war ich ganz happy über das Spiel.“

… die Entscheidung, links zu spielen:
„Das hat sich im Trainingslager relativ schnell angedeutet. Nuri hat gesagt, er möchte das gerne mal ausprobieren. Außenverteidiger spiele ich ja auch nur gegen den Ball. Mit dem Ball habe ich in der Dreierkette gespielt, konnte es sogar ein bisschen offensiver interpretieren, weil wir vor allem in der zweiten Halbzeit sehr dominant aufgetreten sind. Ob Außenverteidiger oder Innenverteidiger – ich versuche, der Mannschaft immer Impact zu geben. Ich habe das am Wochenende ganz gut hinbekommen und habe mich mit der Position auch ein bisschen angefreundet.“

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… das neue Spielsystem:
„Ich finde, die Mannschaft kommt gut zurecht. Borussia Dortmund ist ein großer Verein, und die Spieler können sehr schnell lernen. Wir haben das System letztes Jahr schon gespielt, wenn Ian (Anm. Maatsen) immer ins Zentrum gegangen ist. Aber natürlich ist das ein Lernprozess. Es ist noch nicht alles top, top, top. Aber vor allem in der zweiten Halbzeit hat man gesehen, wie wir den Gegner dominieren wollen, in der Hälfte der Gegner spielen wollen. Wenn wir das die nächsten Wochen hinbekommen, bin ich auch wirklich guter Dinge, dass wir viele Siege einfahren werden.“

… den neuen Standardtrainer Alex Clapham:
„Er macht das richtig gut. Er ist richtig motiviert, macht einmal pro Woche ein kleines Meeting mit uns, gibt uns ein paar Dinge mit, was er verbessern will, offensiv und defensiv. Vor allem defensiv war das schon sehr gut. Wir haben das gut wegverteidigt, haben kaum etwas zugelassen. Wenn wir offensiv noch mehr Tore in dieser Saison machen, sind wir alle zufrieden.“

… Saisonziele:
„Die Jungs haben alle Bock, deswegen gehe ich immer davon aus, das höchstmöglichste Ziel auszugeben. Wenn wir dieses Jahr irgendwo einen Titel holen, bin ich happy damit. Aber natürlich, die Liga steht über allem. Wir probieren, mehr Konstanz reinzubringen als die letzten Jahre. Wenn wir wie am Wochenende dominant auftreten, kann das eine richtig gute Saison werden.“

… die Bundesliga: 
„Ich habe richtig Bock auf die Saison, weil ich glaube, dass es für die Zuschauer eine tolle Saison wird und ganz viele Mannschaften oben mitspielen werden. Leverkusen ist der amtierende Meister, Bayern und Leipzig haben Top-Qualität. Wir haben einen guten Kader und können viel erreichen. Und dann wirst du ja immer die Underdogs haben, die eine gute Saison spielen. Ich bin gespannt auf meinen alten Verein Freiburg. Ich glaube, dass sich fünf, sechs Mannschaften vorne absetzen und relativ nah beieinander sein werden. Ich hoffe, dass wir irgendwann im März, April da stehen und sagen können: Wir sind auch dabei.“
Aufgezeichnet von Christina Reinke

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