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Vorbericht

Tischtennis: BVB beim Bremer Überraschungsteam zu Gast

Borussia Dortmunds Tischtennisspieler stehen am neunten Spieltag der Tischtennis-Bundesliga vor einer schweren Aufgabe. Die Mannschaft von Trainer Evgeny Fadeev fordert am Freitag (19 Uhr, live bei Dyn) den Überraschungs-Zweiten Werder Bremen heraus. 

Ausgangslage
Der BVB befindet sich nach seinem ersten Heimsieg der Saison in der vergangenen Woche (3:1 gegen den TTC Zugbrücke Grenzau) in Schlagdistanz zur oberen Tabellenhälfte. Werder belegt punktgleich mit Spitzenreiter Borussia Düsseldorf den zweiten Rang, musste aber am zurückliegenden Wochenende in Karlsruhe beim früheren Pokalsieger ASC Grünwettersbach mit 0:3 auch in der Höhe unerwartet deutlich seine zweite Saisonniederlage hinnehmen. Dennoch scheinen die Rollen klar verteilt, auch wenn Fadeev nicht nur zur Ablieferung der Punkte nach Bremen fahren will: „Warum sollen wir nicht auch schaffen können, was Grünwettersbach geschafft hat?“ Zumal die Schwarzgelben an der Weser nach Ansicht des 50-Jährigen nicht unter Zugzwang stehen. „Wir müssen“, meint Fadeev, „unsere Punkte in den Spielen gegen Bad Homburg und in Bad Königshofen holen.“ Diese beiden Partien stehen bis zum Abschluss der ersten Saisonhälfte noch an: Am 17. Dezember (19 Uhr, zu den Tickets) geht es zu Hause gegen den TTC OE Clarity Telefonie-Systeme Bad Homburg, und am 20. Dezember (15 Uhr, beide Spiele live bei Dyn) folgt der Auftritt bei Schlusslicht TSV Bad Königshofen.

Personal
Dortmunds Spitzenspieler Anders Lind laboriert weiterhin an einer Hüftverletzung aus seinem Halbfinale beim WTT-Champions-Turnier zu Monatsbeginn in Frankfurt. Vor Donnerstag lässt sich nach Fadeevs Angaben nicht verlässlich absehen, ob der dänische Top-20-Spieler in Bremen wieder zur Verfügung stehen könnte oder ob er wie schon zuletzt gegen Grenzau erneut unfreiwillig zuschauen muss.

Gegner
In der laufenden Saison erwiesen sich die Grün-Weißen bisher als ausgesprochen stabil und haben sich etwas überraschend vor mehreren Favoriten in der Spitze festgesetzt. Vor der Niederlage in Grünwettersbach fuhr die Mannschaft um den schwedischen Routinier Mattias Falck, mit dem Neu-Borusse Kristian Karlsson 2021 in Houston den WM-Titel im Doppel gewann, dabei zunächst sogar ihren ersten Erfolg gegen Rekordmeister Düsseldorf (3:0) seit zwölf Jahren ein. Kurz darauf gewann Werder, das zuletzt 2024 die Play-offs erreicht und die vergangene Saison auf Rang sechs abgeschlossen hatte, auch gegen den hochfavorisierten Champions-League-Gewinner 1. FC Saarbrücken-TT (3:2). Umjubelter Spieler war Marcelo Aguirre: Nach einer 1:8-Bilanz in der Vorsaison entzauberte der Paraguayer mit italienischem Pass bei seinem ersten Saisoneinsatz Saarbrückens neuverpflichteten Olympiasieger Fan Zhendong sensationell in vier Sätzen.

Gemischte Gefühle
Werder Bremen hat in Borussias Bundesliga-Geschichte bereits einen besonderen Platz sicher: Vor gut 15 Monaten feierte das BVB-Team beim Meister von 2013 seine TTBL-Premiere. Nach dem Spiel hatten allerdings die Nordlichter durch ihren 3:1-Erfolg mehr Grund zur Freude. Weil die Bremer auch die spätere Rückrundenbegegnung mit dem gleichen Ergebnis für sich entschieden, wartet Dortmund noch auf seinen ersten Sieg gegen die Hanseaten.

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