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Jetzt anmelden: Tag gegen das Vergessen am 22. Januar 2026

Im Jahr 2026 findet der „Tag gegen das Vergessen“ im BORUSSEUM am 22. Januar statt (Einlass ab 18:30 Uhr, Beginn 19:09 Uhr). Wie in jedem Jahr wollen wir gemeinsam auf die Geschichte des Holocaust blicken, an die Opfer erinnern und innehalten. Der Holocaust fand nicht weit weg statt – er begann vor unserer Haustür. Fast 2.000 namentlich bekannte Opfer kamen aus Dortmund. Viele Orte des Geschehens und Zusammenhänge der Taten sind bis heute in der Erinnerung unterrepräsentiert. Jetzt anmelden.

Den „Tag gegen das Vergessen“ möchten wir nutzen, um eine weithin unbekannte Deportation aus Dortmund in den Blick zu nehmen: Ende April 1942 wurden der Fußballplatz und die Sporthalle von Eintracht Dortmund zur Sammelstelle für Jüdinnen und Juden aus Dortmund und dem Regierungsbezirk Arnsberg (Foto). Am 30. April 1942 verließ ein Zug mit 791 Menschen den Dortmunder Südbahnhof. Ziel war das Ghetto der polnischen Kleinstadt Zamosc. 

Aus diesem Transport gab es keine Überlebenden. Er war Teil einer großangelegten Deportationswelle, bei der im Frühjahr 1942 mehr als 23.000 deutsche Jüdinnen und Juden in verschiedene Orte des Distrikts Lublin im besetzten Polen verschleppt wurden. Für die meisten war die kurze Zeit in den sogenannten Transitghettos nur ein Zwischenstopp auf dem Weg in die Vernichtungslager Belzec und Sobibor.

Der Historiker Dr. Andreas Kahrs forscht seit vielen Jahren zu den Transitghettos im besetzten Polen. In seinem Vortrag stellt er Biografien deportierter Dortmunder Jüdinnen und Juden vor und zeichnet ihren Weg anhand von Dokumenten, Fotografien und Briefen nach – ebenso wie anhand der letzten Spuren vor Ort in Polen.

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Foto: Stadtarchiv Dortmund

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