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Vorbericht

BVB gegen VfB: Die torreichste Paarung der Liga

Tradition pur: Zum 109. Mal treffen sich Borussia Dortmund und der VfB Stuttgart, um um Bundesliga-Punkte zu kämpfen. Bei keiner anderen Bundesliga-Paarung fielen historisch so viele Tore wie bei diesem Duell: 370-mal schlug es insgesamt ein. Die Fakten-Vorschau.

Ausgangslage: Sechs Plätze, aber nur drei Zähler trennen den Elften Borussia Dortmund vom Fünften VfB Stuttgart. Mit einem Sieg könnte Schwarzgelb mit den Schwaben gleichziehen. Der VfB blieb in den jüngsten beiden Bundesliga-Spielen ohne Punkt (0:2 in Mainz, 1:2 zu Hause gegen Mönchengladbach).

Heim/Auswärts: Nach saison- und wettbewerbsübergreifend elf Heimsiegen in Serie gab es ab Ende November keinen Heimsieg mehr im SIGNAL IDUNA PARK (drei Unentschieden, zwei Niederlagen). Stuttgart ist Neunter der Auswärtstabelle und teilte die Ergebnisse der neun Gastspiele gleichmäßig auf in drei Siege, drei Unentschieden und drei Niederlagen. Nur Bayer und Bayern verloren auswärts seltener.

Bilanz: Der BVB ist gegen den VfB seit fünf Pflichtspielen sieglos, gewann aber sechs der zurückliegenden neun Heimspiele, in denen bis auf eine Ausnahme immer mindestens drei Treffer fielen. Nur einmal kassierten die Schwaben in der Liga sieben Gegentore: beim 1:7 in Dortmund am 14. März 1964. In den jüngsten neun Aufeinandertreffen im SIGNAL IDUNA PARK fielen satte 38 Tore, also mehr als vier pro Partie (26:12 aus BVB-Sicht). Häufiger als in Dortmund blieb der VfB nie ohne Gegentor (13-mal).

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Persönliches: Serhou Guirassy hat in den zurückliegenden vier Pflichtspielen immer getroffen (insgesamt fünfmal) und erzielte dabei jeweils die wichtige 1:0-Führung. Eine noch längere Torserie hatte der 28-Jährige zuletzt im Trikot des VfB Stuttgart. 40 der insgesamt 52 Bundesliga-Tore von Guirassy waren Führungs-, Ausgleichs- oder Anschlusstore (unter anderem 20-mal das 1:0). In der Hinrunde erzielte Guirassy in Stuttgart den ersten seiner 09 Bundesliga-Treffer für den BVB.

Statistik: Stuttgart sammelte bisher 32 Punkte – das sind acht weniger als zum vergleichbaren Zeitpunkt der vergangenen Saison (40). Das liegt auch daran, dass der VfB bereits jetzt öfter unentschieden gespielt (fünfmal) als in der kompletten vergangenen Saison (viermal). Einzig Bayern holte mehr Strafstöße heraus (sieben) als der VfB (fünf). Die Schwaben haben jedes der jüngsten sieben Spiele gewonnen, in denen sie mit 1:0 in Führung gingen.

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Vergangene Saison: Am 28. Spieltag sahen 81.365 Zuschauer nach ausgeglichener erster Hälfte mit nur wenigen Torraumszenen einen zwischenzeitlich drückenden BVB, der sich in der 64. Minute aber einen Konter fing: Guirassy, damals noch im VfB-Trikot, traf zum 0:1. Effektivere Schwaben feierten einen aufgrund der Chancen etwas glücklichen Sieg (xGoals 2,1 zu 1,6 pro BVB). „Wir haben ein gutes Spiel gemacht gegen eine Top-Mannschaft, die nicht viele Fehler macht. Aber wir haben leider einen Fehler zu viel gemacht und die Chancen, die wir hatten, nicht nutzen können“, sagte der damalige Trainer Edin Terzic.

Der höchste Sieg: 7:1 hieß es am 14. März 1964 in der ersten Bundesliga-Saison. Vor 28.000 Zuschauern im Stadion Rote Erde traf Timo Konietzka viermal! Die übrigen Tore erzielten Lothar Emmerich (2) und Franz Brungs. Das zwischenzeitliche 1:1 schoss Rolf Geiger für den VfB.
Zusammengestellt von Boris Rupert

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