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Nachbericht

Das starke Startelf-Debüt des „Straßenfußballers“ Carney Chukwuemeka

46, 45, 43, 42 und 41 – die Teams auf den Plätzen vier (Mainz) bis acht (Dortmund) trennen vor den finalen sechs Spieltagen nur noch fünf Punkte. Schwarzgelb hat wieder Perspektiven auf die Teilnahme am europäischen Wettbewerb. Auch dank eines starken Startelf-Debütanten.

Carney Chukwuemeka bestritt während seiner 68-minütigen Einsatzzeit beim 4:1-Auswärtssieg in Freiburg die meisten Zweikämpfe aller Spieler (27). Er gewann davon gute 59 Prozent und brachte herausragende 95 Prozent seiner Pässe zum Mitspieler. Auf die gesamte Spielzeit hochgerechnet, hätte der Leihspieler vom FC Chelsea die Zwölf-Kilometer-Marke geknackt. Er erzielte sein erstes Tor und leitete den Treffer zum 3:0 ein – mit herausragender Technik.

„Carney ist ein hervorragender Fußballer, der etwas Aufholbedarf hatte. Er hat gezeigt, was er kann. Und es freut mich, dass er sich selbst belohnt hat“, erläuterte Cheftrainer Niko Kovac und fügte hinzu: „Man sieht, warum wir ihn verpflichtet haben. Er ist ein Perspektivspieler. Ich hoffe, dass er so weitermachen kann.“

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Der 21-Jährige hatte viele starke Szenen. Und viel Überblick. „Der ist brutal stark, der Junge“, lobte Gregor Kobel. „Das hat man schon im ersten Training gesehen, dass er einfach eine sehr gute Athletik, so eine Spritzigkeit, so eine Schnelligkeit hat. Und er ist mutig. Er will immer den Ball. Carney tut uns sicher sehr, sehr gut.“ Bereits zur Halbzeit standen einige starke Daten in Chukwuemekas Leistungsnachweis. Doch der sah das im Gespräch mit BVB-TV anders: „Um ehrlich zu sein, fand ich nicht, dass ich in der ersten Halbzeit so gut gespielt habe. Also ging ich in die zweite Halbzeit und dachte, dass ich mich noch stark verbessern muss.“ Da erzielte er unter Mithilfe des Freiburgers Lienhart das 2:0 und leitete das 3:0 ein. „Ich konnte sehen, wie sich Felix (Nmecha, d. Red.) darauf vorbereitete, ins Spiel zu kommen. Und ich hatte das Gefühl, dass ich gemeint war. Als der Ball zu mir kam, dachte ich nur: Oh, ich muss in diesem Spiel ein Zeichen setzen. Es war also ein schöner Pass. Den Rest haben Julian (Brandt) und Serhou (Guirassy) erledigt.“

„Wir haben ihm heute das Vertrauen von Anfang an geschenkt“, berichtete Sportdirektor Sebastian Kehl von den Überlegungen des Trainers und sah diese bestätigt: „Carney hatte viele gute Aktionen. So muss er weitermachen.“ Karim Adeyemi, der mit seinem Treffer zum 1:0 den Weg zum Auswärtssieg in Freiburg geebnet hatte, beschreibt seinen Kollegen als „sehr chilliger Typ, ein bisschen so wie ein Straßenfußballer, auf jeden Fall in der Mitte gut zu gebrauchen. Seine Qualität hilft uns, und es freut mich für ihn, dass er heute ein Tor geschossen hat. Das kann er in den nächsten Spielen gerne genauso machen“.

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Der Angesprochene reagierte erfreut und erklärte im ZDF: „Für mich ist das ein großer Schritt. Ich habe nicht viel gespielt. Deshalb brauchte ich so einen Startelf-Einsatz – körperlich und auch, um mich an die Kollegen auf dem Platz zu gewöhnen. Das war schon gut.“

In der Tat.
Boris Rupert

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