Nachbericht
BVB-Frauen gewinnen Kreispokal
15 Spiele, 15 Siege, 112:2 Tore – das ist die Kreispokal-Bilanz der Fußallerinnen von Borussia Dortmund in den vergangenen vier Jahren. Mit dem Sieg über den TV Brechten schließt sich der Kreis, da der TVB auch der Gegner beim ersten Titelgewinn 2022 war. In den beiden vergangenen Jahren wurden Eintracht Dorstfeld und die SpVg Berghofen bezwungen. „Wir sind vor vier Jahren als Underdog gestartet, heute als haushoher Favorit und haben immer wieder unsere Hausaufgaben gemacht“, sagte BVB-Coach Thomas Sulewski zum Titel-Abo im Kreispokal.
Im Vergleich zum Revierderby schickte Sulewski mit Ausnahme von Rechtsverteidigerin Mia Böger eine runderneuerte Elf auf den Sportplatz am Schiffhorst. In einer 4-4-2-Grundordnung übernahm der Westfalenliga-Spitzenreiter direkt das Kommando und belohnte sich bereits in der 8. Minute: Ein platzierter Distanzschuss von Mandy Reinhardt aus halblinker Position schlug rechts im Netz ein.
Trotz Rückstand blieb Brechten bei seiner defensiven Spielausrichtung und konzentrierte sich darauf, die Räume vor dem eigenen Tor eng zu halten. Nach einem parierten Distanzschuss von Nova Wicke war die TVB-Defensive kurz unorganisiert, Sarah Giebels brachte den Ball wieder scharf in die Mitte, erneut war Reinhardt zur Stelle und spitzelte den Ball in die Maschen (34.). In der Nachspielzeit kam Brechten nach einem Konter durch Caroline Junge zum Anschlusstreffer (45.+2). In vier Jahren Kreispokal der erste Gegentreffer aus dem Spiel heraus, da der zuvor einzige Gegentreffer ein Elfmeter im Halbfinale 2022 war.
Nach dem Seitenwechsel sorgte Schwarzgelb direkt wieder für klare Verhältnisse. Marjana Naceva setzte einen Freistoß von der Strafraumkante perfekt in den linken Torgiebel (50.). Die Borussia diktierte im zweiten Durchgang das Spielgeschehen nach Belieben. Ann-Sophie Vogel (66.) und erneut Naceva (74.) sorgten mit ihren Treffern auch auf der Anzeigetafel für klare Verhältnisse. Die eingewechselte Dana Marquardt sorgte kurz vor dem Abpfiff für den 6:1-Endstand (89.).
Die BVB-Dominanz im Kreispokal dürfte jetzt ein Ende haben, denn Schwarzgelb wird in der kommenden Saison wohl nicht mehr teilnehmen. Als designierter Aufsteiger in die Regionalliga wären die Borussinnen automatisch für den Westfalenpokal qualifiziert und würden nicht mehr im Kreispokal antreten. Die Bilanz von vier Titeln in vier Jahren bei 112:2 Toren dürfte daher jetzt schon historisch sein.
BVB-Frauen: Kölmel – Böger (46. Vogel), Jung, Sommer, Auffenberg – Tayeh (64. Willeke), Wicke, Becker, Naceva (78. Bedarf) – Giebels (64. Grothe), Reinhardt (78. Marquardt)
Tore: 1:0 Reinhardt (8.), 2:0 Reinhardt (34.), 2:1 Junge (45.+2), 3:1 Naceva (50.), 4:1 Vogel (66.), 5:1 Naceva (74.), 6:1 Marquardt (89.)
(df)